| 15 Fragen zu Werders Rückrunde 2011/12 » |
Ein "Kinderlachen" ist wichtig für Dieter Eilts. Also wird er zukünftig die Organisation und Planung des neuesten Werder-Projekts übernehmen und die vielen Camps der Fußballschule begleiten. "Die Buchhaltung gehört aber hoffentlich nicht zu meinen Aufgaben", sagt Dieter Eilts. Der Plauderton verrät, dass er selbst diese Aufgabe schon irgendwie hinbekommen würde. Hauptsache, sie hat nichts mit professionellem Fußball zu tun. Damit hat Dieter Eilts nämlich abgeschlossen. Nach seiner letzten Station als Trainer bei Hansa Rostock war es soweit. "Da habe ich für mich beschlossen, was ich nicht will", sagt der Fußballlehrer.
Raus aus dem aufgeregten Profigeschäft
Der ruhige, sachliche Dieter Eilts auf der einen und das stets aufgeregte Profigeschäft - zwei Dinge, die einfach nicht zusammen passen. Der konsequente Rückzug lag auf der Hand. Verbiegen lassen hat sich Dieter Eilts schon als aktiver Fußballer nicht. Also wird er es auch jetzt nicht tun, nur um irgendwo auf einer mehr oder weniger attraktiven Trainerbank Platz zu nehmen. Schließlich gibt es Alternativen. Seit ein paar Jahren leitet er eine Fußball-AG in Bassum, und seit Kurzem steht er der Nachwuchsabteilung des VfL Oldenburg ehrenamtlich als Berater zur Seite.
Nun macht Eilts aus dem Hobby einen Beruf. Dass die Arbeit als Leiter der Werder Fußballschule einen gewissen Aufwand erfordern wird, steht jedenfalls außer Frage. Gleich sechs verschiedene Camps werden die Grün-Weißen zukünftig anbieten. Lediglich drei, das Sommer- und Ostercamp sowie das parallel zum Trainingslager des Bundesligateams im Zillertal stattfindende Proficamp, werden im Einjahresrhythmus durchgeführt. Etwas häufiger sollte dagegen das "Camp on tour" anstehen, wenn Werder seine Partnerklubs besucht, um drei Tage mit deren Nachwuchs zu trainieren. Regelmäßig wird es schließlich das Trainingscamp (sechs Einheiten) sowie das Heimspielcamp geben.
Fußballschule als Reaktion auf große Nachfrage
Letzteres dürfte so etwas wie das Herzstück der Werder Fußballschule werden. Vor jedem Bundesligaspiel im Weserstadion trifft sich eine bis zu 30 Kicker starke Gruppe in der "Soccerworld" zum konzentrierten Üben. Anschließend geht es ins Stadion, wo die Kleinen dann erleben, wie die Großen spielen. Ein Spaß, der inklusive einer kompletten Ausstattung zwischen 79 und 99 Euro kosten wird. "Wenn am Ende etwas für Werder dabei herauskommt, lehnen wir das nicht ab", sagt Klaus-Dieter Fischer, der Geschäftsführer.

