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 - 25.08.2011

Stadtführung durch den Bürgerpark

Von Kan Nozawa

Bremen. Seit 150 Jahren bildet der Bürgerpark das Zentrum Bremens. Auch bei Stadtführern ist der Park fest im Angebot verankert - so auch bei Arthur P. Zapf von Arttours Bremen.

Treffpunkt Hollersee mit Stadtführer Arthur P. Zapf. Der See vor dem Parkhotel gehört eigentlich gar nicht zur Hotelanlage, sondern wird - wie der ganze Bürgerpark - von privaten Stiftern betrieben.
Mehrere Plastiken zieren die Ecken am Ufer. Diese 200 Jahre alte Marmorskulptur von stammt vom Bildhauer Diedrich Kropp, dem Bremen auch Verzierungen am Rathaus oder Ratskeller zu verdanken hat.
Ein beliebtes Material für Skulpturen ist Sandstein: "Er ist unheimlich einfach zu verarbeiten und glatt", sagt Stadtführer Zapf vor dem Niemitzbrunnen. Wasser kommt nicht heraus - eine reine Dekoration.
Die Kinder beachten das Wärterhaus im "Schweizerhaus Stil" kaum - dabei ist hier der Sitz des Parkdirektors!
Ungewöhnlicher Baumwuchs: "Unter dieser Tanne sehe ich Leute beim Lesen", sagt Arthur P. Zapf.
Dicht bewachsen dagegen ist der Baum von der anderen Seite.
Hanseatische Bescheidenheit: Die Römische Bank ist ein "Geschenk von M.S." Auf die Stifterin Meta Schütte weisen nur Initialen hin.
Die Lieblingsbank von Stadtführer Zopf ist ein Dank des Literarischen Vereins an Heinrich Heine. Zwei dichterische Kostproben sind auf Verstafeln eingebaut: "Man glaubt es kaum, wie gut es klang, das Wort: Ich liebe Dich!"
Das "Blätterhaus" ist ein Laubengang aus Hainbuchen. "Hier wollten Orchestermusiker mal für sich proben", erinnert sich Stadtführer Zapf, "als sie fertig waren, gab's tosenden Beifall."
Über die Marie-Bergmann-Brücke geht die Tour weiter Richtung Westen am Fluss entlang.
Immer wieder hält Stadtführer Zapf vor einem Baum - wie hier vor der Kaukasischen Flügelnuss. Ihre Krone ist so breit, dass die Blätter in den Fluss ragen.
Kommunikativ: Die typisch geschwungene Form gehört zur Handschrift von Justis Leidenberg. Die Amelie-Ziermann-Bank ist seine erste und Vorlage für viele weitere im Park.
Die vier Gaslaternen an den Enden der Melchersbrücke widmete der Übersee-Kaufmann seinen vier Söhnen. Arthur P. Zapf: "Die Töchter wurden nicht bedacht."
Von diesem Platz aus kann man hinter der Hotelkuppel sogar noch die Türme des Doms erkennen.
"Lauschen Sie mal!" Mit Arthur P. Zapf stehe ich an der geografischen Mitte des Bürgerparks. Es ist nur ein leises Grundrauschen zu hören. "Hier ist die Stadt ganz weit weg."
Obwohl sie gar nicht so klein sind, heißen Lucie, Molly, Lisa und Mona "Zwergzebus". Sie gehören zur kleinsten Rinderrasse der Welt.
Ihre Nachbarn sind allerdings noch kleiner.
Ja, wo sind sie denn?
Aha, da!
Schicker Stil oder Bausünde am Bootssee? Arthur P. Zapf zieht es nicht ins Kaffeehaus am Emmasee.
Am nordwestlichen Ufer, zwischen Azaleen und Rhododendren, ist das "Hauptdenkmal" des Bürgerparks: "Für Herr und Gesind' Mann, Weib und Kind."
Und schaut man genau auf die Emmabank, gibt es auch noch eine Erinnerung an ein verheerendes Ereignis.
Am Marcusbrunnen endet der Rundgang mit Arthur P. Zapf. Über zwei Stunden hat sich der Stadtführer Zeit genommen - breites historisches Wissen lebendig erzählt.
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Treffpunkt Hollersee mit Stadtführer Arthur P. Zapf. Der See vor dem Parkhotel gehört eigentlich gar nicht zur Hotelanlage, sondern wird - wie der ganze Bürgerpark - von privaten Stiftern betrieben.

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