Klimakonferenz

 - 08.12.2009

Diese Tiere könnten für immer von der Erde verschwinden

Von Iris Hetscher
Beim Weltklimagipfel in Kopenhagen geht es um nicht weniger als die Zukunft des Planeten: Gelingt es, den dramatischen Wandel des Klimas einzudämmen oder endet das Treffen als Papiertiger? Schon jetzt sind viele Arten wegen massiver Eingriffe in ihren Lebensraum vom Aussterben bedroht. Wir zeigen Ihnen einige davon.
Europäischer Flussaal: Im Bestand massiv bedroht wegen Überfischung.
Der Menschenaffe Bonobo, der im Kongo lebt, ist stark gefährdet. Der Grund: Wilderei
Ein weiterer Menschenaffe, der vom Aussterben bedroht ist: der Gorilla, ebenfalls im Kongo beheimatet. Auch sein Überleben ist durch Wilderei gefährdet.
Der Orang Utan findet sich ebenfalls auf der Liste der Tierarten, die als "stark gefährdet" gelten. Sie leben in Sumatra und auf Borneo. Sie leiden unter der Abholzung der Regenwälder und den Handel mit Jungtieren.
Die nächsten Verwandten des Menschen, die Schimpansen, sind ebenfalls vom Aussterben bedroht. In ihrer Heimat in West-, Zentral- und Ostafrika werden Wälder abgeholzt, es wird gewildert oder mit ihrem Fleisch wird (illegal) gehandelt.
Der afrikanische Savannen- und Waldelefant, der südlich der Sahara zu finden ist, sind nach wie vor durch den Handel mit Elfenbein.
Der Amazonas-Flussdelfin, der in Südamerika beheimatet ist, ist durch mehrere Faktoren bedroht. Die Fischer sehen ihn als Konkurrenz, er wird als Beifang getötet und durch die zunehmende Zerstörung des Waldes wird sein Lebensraum eingeschränkt.
Der Amur-Tiger lebt in Russland und im Nordosten Chinas. Der WWF schätzt, dass noch höchstens 500 Tiere durch die Wälder streifen. Das Problem sind die intensive Bejagung und die Zerstörung der Wälder.
Der asiatische Elefant ist kleiner als sein afrikanischer Verwandten, aber stärker bedroht. Das Problem: Der Mensch macht dem Elefanten den Lebensraum streitig.
Der Blauwal ist das größte Tier der Welt und in allen Meeren verbreitet. Seit 1967 steht er unter Schutz, bedroht sind die Bestände weiterhin.
Das Breitmaulnashorn, das in Afrika vorkommt, sind die drittgrößten Landsäugetiere der Erde. Wilderei bedroht ihr Überleben.
Der Eisbär ist zum Symbol für die Auswirkungen des Klimawandels geworden. Sein Lebensraum, die Arktis, verschwindet, weil das Eis immer schneller schmilzt.
Vom Großen Panda, der im Südwesten Chinas beheimatet ist, gibt es schätzungsweise noch 1600 Exemplare. Der Mensch macht ihm massiv seinen Lebensraum streitig.
440 bis 680 Sumatra-Tiger gibt es noch - ihr Bestand ist durch Wilderei und Abholzung für die Palmölindustrie stark bedroht.
Der Dornhai landet als "Schillerlocke" auf den Tellern deutscher Fischliebhaber. Sein Bestand nimmt durch Überfischung stark ab.
Das Leistenkrokodil ist das größte heute lebende Krokodil. Sein Bestand wurde jahrzehntelang durch den Handel mit Krokoleder dezimiert, langsam erholt es sich wieder
Nur noch 35 Amur-Leoparden finden sich im Deiländereck Russland-China-Nordkorea, damit steht diese Art kurz vorm Aussterben. Er wird wegen seines schön gefleckten Fells gejagt, sein Lebensraum wird immer stärker vom Menschen beansprucht und er findet immer weniger Beutetiere.
Die Meeresschildkröte ist das älteste noch lebende Reptil. Fischer haben sie häufig als Beifang im Netz - dadurch ist die Art nach wie vor gefährdet.
Der chinesische Name des Roten Panda lautet Hun-ho, das bedeutet "Feuerfuchs". Der Katzenbär leben an den Hängen des Himalaya und sind durch Wilderei, Abholzung und Überweidung ihres Lebensraums durch Nutztiere bedroht.
Ungefähr 24 Millionen Seepferdchen werden jedes Jahr aus dem Meeren gefischt, schätzt der WWF - ein großer Teil der Tiere wird dafür verwendet, Produkte der traditionellen asiatischen Medizin herzustellen. Touristen schätzen sie zudem als Mitbrinsel. Inzwischen sind 33 Arten in das Artenschutzabkommen CITES aufgenommen. Gefährdet sind die Fische trotzdem.
Das deutsche Wappentier ist der größte europäische Greifvogel. Welweit gibt es noch 12.000 Brutpaare, in Deutschland sind es noch 580.
Weltweit sind die Bestände aller Tunfisch-Arten in den vergangenen Jahren um 90 Prozent zurückgegangen.
Durch intensive Landwirtschaft und immer stärkeren Einsatz von Pestiziden ist der Lebensraum des Weißstorchs immer stärker eingeschränkt worden. Auf der Roten Liste ist er unter "gefährdet" geführt.
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Europäischer Flussaal: Im Bestand massiv bedroht wegen Überfischung.

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