Fotostrecke

 - 07.09.2011

Spieler, die für Werder und den HSV aktiv waren

Von Philipp Nicolay
Bremen/Hamburg. Rodolfo Cardoso, Ailton, Bruno Labbadia und Fabian Ernst sind nur einige der Bundesligaprofis, die sowohl für Werder als auch den Erzrivalen Hamburger SV aktiv waren. Die Spieler waren bei den Werder-Fans unten durch, wenn sie zum Hamburger SV wechselten, aber manche von ihnen waren auch in Hamburg erfolgreich.
Ailton spielte von 1998 bis 2004 für Werder Bremen. Er wurde Meister, Pokalsieger und Torschützenkönig in Bremen. Die Jahre an der Weser waren sein Karrierehöhepunkt. Sein Gastspiel beim Hamburger SV war kurz und erfolglos. Der Brasilianer war von Januar 2006 bis Sommer 2006 beim HSV. Unvergessen ist seine vergebene Großchance am 34.Spieltag gegen seine Ex-Kollegen von Werder Bremen.
Keeper Andreas Reinke wurde 2004 mit Werder gleich in seinem ersten Jahr an der Weser Meister und Pokalsieger. Er stand bei Werder vier Spielzeiten von 2003 bis 2007 unter Vertrag. Durch eiine schwere Verletzung im Auswärtsspiel 2006 in Stuttgart verlor er seinen Stammplatz an Tim Wiese. Seine Bundesliga-Karriere began 1991 beim Hamburger SV. Er bestritt bis 1993 jedoch nur ein einziges Bundesligaspiel für den HSV.
Benno Möhlmann war von 1978 bis 1988 ein Werderaner. Er machte den schweren Gang in die zweite Liga mit und erlebte die glorreichen achtziger Jahre als Stammspieler . Nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft verabschiedete sich Möhlmann und wechselte zum Hamburger SV. Beim HSV spielte er noch zwei Spielzeiten jedoch mit geringen Einsatzzeiten. Mitte der neunziger Jahre wurde er als Chef-Trainer beim HSV und saß für 106 Spiel auf der Bank.
Boubacar Sanogo spielte in der Saison 2006/2007 für den Hamburger SV und schoss nur vier magere Saisontore. Nach nur einem Jahr an der Elbe wechselte Sanogo im Sommer 2007 zu Werder Bremen. In seinem ersten Werderjahr erzielte der Ivorer immerhin neun Saisontore. Doch nach seinem ersten Jahr wollte es für Sanogo mit dem Toreschießen nicht mehr klappen. Seit August 2009 spielt er in Frankreich beim AS St.Étienne.
Dennis Diekmeier ist ein Bremer Eigengewächs. Er bestritt für Werder jedoch kein Bundesligaspiel und verließ den Verein im Winter in Richtung Nürnberg. Beim Club wurde Diekmeier zum Stammspieler in der Bundesliga und wechselte zur Saison 201072011 zum Hamburger SV. Seine erste Spielzeit war von Verletzungspech geprägt.
Bruno Labbadias erste Bundesligastation war der Hamburger SV. Er spielt von 1987 bis 1989 an der Elbe und in seiner ersten Saison elf Tore. Im Herbst seiner Karriere kam Labbadia im Januar 1996 zu Werder und blieb mit mäßigem Erfolg bis 1998. In seiner Trainerkarriere saß er ein Jahr als Coach beim HSV auf der Bank.
Dietmar Beiersdorfer (rechts) spielte von 1986 bis 1992 für den Hamburger SV als absolute Stammkraft in der Bundesliga. Als er 1992 zum Nordrivalen und amtierenden Europapokalsieger Werder Bremen wechselte, kam sein Karrierehöhepunkt. Gleich ins seinem ersten Jahr an der Weser wurde er deutscher Meister. Später arbeitete Beiersdorfer als Sportdirektor beim HSV.
Dirk Weetendorf (links) konnte sich sowohl beim Hamburger SV als auch bei Werder Bremen nie durchsetzen. Bei Werder stand er in der Saison 1998/1999 unter Vertrag und erzielt keinen Treffer und auch in seiner Zeit beim HSV wurde er nicht zur Bundesliga-Stammkraft.
Fabian Ernst spielte zu Beginn seiner Bundesliga-Laufbahn zwei Jahre beim Hamburger SV. Im Jahr 2000 holte ihn Thomas Schaaf zu Werder. Ernst wurde mit Bremen Meister und Pokalsieger und war eine der tragenden Säulen bei Werders Double-Gewinn. Im grün-weißen Tritkot wurde Ernst zum Nationalspieler. Im Jahr 2005 folgte Ernst dem Ruf des Geldes und ging zum FC Schalke 04. Inzwischen ist er bei Besiktas Istanbul gelandet.
Felix Magath ist einer der wenigen Trainer, die beim Hamburger SV und Weder Bremen arbeiteten. Nach großer Spielerkarriere in Hamburg war seine Trainerstation HSV weniger glorreich. Er war von 1995 bis 1997 HSV-Coach. Magath hätte Werder Bremen in der Saison 1998/1999 fast in die zweite Liga geführt. Doch der Verein zog noch rechtzeitig die Reißleine und setzte Magath vor die Tür.
Frank Ordenewitz erlebte von 1983 bis 1989 die erste Erfolgswelle bei Werder unter Otto Rehhagel mit. Mit seinen 15 Saisontreffern 1987/1988 hatte er großen Anteil am Gewinn von Werders zweitem Meistertitel. Zum Ende seiner Karriere spielte er von 1994 bis1996 beim HSV, ohne dabei an frühere Erfolge anzuknüpfen.
Frank Rost machte sein erstes Bundesligaspiel für Werder und war von 1998 bis 2002 Stammtorhüter der Grün-Weißen. Im Pokalfinale 1999 wurde er im Elfmeterschießen gegen die Bayern zum Pokalheld. Im Winter 2007 heuerte er beim Hamburger SV an und war über vier Spielzeiten die Nummer eins im HSV-Kasten.
Marinus Bester(links)
Mohamed Zidan (rechts) kam im Winter 2005 an die Weser und setze sich gegen die starke Konkurrenz im Werdersturm nicht durch. Vor seinem Wechsel nach Hamburg spielt er in Mainz und traf dort regelmäßig. In seiner Saison in Hamburg 2007/2008 hatte er zwar regelmäßige Einsätze, aber der Ägypter schoss nur zwei Tore. Nach nur einer Jahr verließ er Hamburg in Richtung Borussia Dortmund.
Raphael Wicky war seit seinem Amtsantritt bei Werder im Jahr 1997 unumstrittener Stammspieler und wechselte in der Winterpause 2000/2001 überraschend zu Atletico Madrid. In Spanien hatte er keinen Erfolg und landete ein Jahr später beim Nordrivalen an der Elbe. Von 2002 bis 2007 spielt der Schweizer beim HSV meistens als Stammkraft. Der Pokalsieg 1999 mit Werder blieb jedoch sein einzigster Titel in Deutschland.
Rodolfo Cardoso kam 1995 als Herzog-Nachfolger zu Werder. Doch der Argentinier konnte an seine hervoragenden Auftritte in Freiburg an der Weser nicht anknüpfen und verließ Werder nach zwei Jahren. Cardoso fand beim Hamburger SV eine neue Heimat. Er lief von 1997 bis 2004 für die Hamburger auf . Der Argentinier ist ein seltenes Beispiel für einen Profi, der in Hamburg erfolgreicher war als bei Werder Bremen.
Wolfgang Rolff spielte in der großen Hamburger Zeit von 1982 bis 1986 beim HSV und wurde mit dem HSV Europapokalsieger und deutscher Meister. Derzeit ist Wolfgang Rolff Co-Trainer bei Werder Bremen und ist schon seit 2004 die rechte Hand von Chefcoach Thomas Schaaf.
Pavel
<p>Marinus Bester</p>
1 / 20
Ailton spielte von 1998 bis 2004 für Werder Bremen. Er wurde Meister, Pokalsieger und Torschützenkönig in Bremen. Die Jahre an der Weser waren sein Karrierehöhepunkt. Sein Gastspiel beim Hamburger SV war kurz und erfolglos. Der Brasilianer war von Januar 2006 bis Sommer 2006 beim HSV. Unvergessen ist seine vergebene Großchance am 34.Spieltag gegen seine Ex-Kollegen von Werder Bremen.

Weitere Fotostrecken aus Profis