Fotostrecke

 - 04.02.2012

Wesley: Hoffnungsträger auf dem Abstellgleis

Bremen. Sieben Millionen Euro hat Werder Bremen im Sommer 2010 für seinen Wunschspieler Wesley hingelegt. Doch hat der Brasilianer nach guten Ansätzen und langer Verletzungspause nicht mehr zu seiner Form gefunden. Die Fotostrecke zeigt Wesleys Entwicklung im Zeitraffer.
Im Juni 2010 taucht der Name Wesley erstmals in Verbindung mit Werder Bremen auf. Schnell wird klar: Werder will den Mittelfeldspieler vom FC Santos loseisen, der Spieler bestätigt Kontakt zu den Grün-Weißen. Mehr als zwei Monate wird das Tauziehen um den Brasilianer dauern, weil die Transferrechte bei verschiedenen Parteien liegen. Am Ende wird Werders Gedult aber belohnt.
Am 25. August 2010 wird Wesley offiziell als Neuzugang bei Werder Bremen vorgestellt. Mehr als sieben Millionen Euro soll Werder für seinen Wunschspieler hingelegt haben. Er bekommt die Rückennummer fünf, fehlt aber am zweiten Spieltag gegen den 1. FC Köln, weil seine Spielberechtigung noch nicht vorliegt.
Am 11. September 2010 debütiert Wesley im Auswärtsspiel bei Bayern München. Beim 0:0 der Bremer bekam der Brasilianer ordentliche Kritiken (WESER-KURIER-Note 3,5).
An den folgenden zehn Spieltagen steht Wesley immer in Werders Startelf und zeigt dabei überwiegend gute Leistungen. Beim 4:1 in Mönchengladbach schießt er sein erstes Tor für Bremen.
Nach dem Derbysieg gegen den Hamburger SV gibt es auch ein Extralob von Trainer Thomas Schaaf: "Wir sind sehr froh, dass wir ihn haben."
Seine guten Leistungen bringen ihm Ende September eine Berufung in die brasilianische Nationalmannschaft ein, Anfang Oktober gibt er sein Debüt in der Selecao.
Am 20. November verletzt sich Wesley bei 0:4 in Gelsenkirchen. Der diagnostizierte Sehnenriss ist der Beginn seiner bis heute andauernden Krise bei Werder.
Wesley verpasst verletzungsbedingt die Rückrunden-Vorbereitung, steigt erst wieder Mitte Februar - nach knapp dreimonatiger Pause - wieder ins Mannschaftstraining ein. Erst am 12. März 2010, im Heimspiel gegen Mönchengladbach, gibt der Brasilianer sein Comeback.
Bis zum Ende der Saison 2010/11 absolviert Wesley insgesamt 20 Spiele, kann in der Rückrunde aber nicht mehr an seine guten Leistungen aus dem Sommer anknüpfen.
Auch in der neuen Saison kommt Wesley nicht in Form. Am zweiten Spieltag in Leverkusen agiert der Brasilianer ganz schwach. "Im Moment spielt er nicht so, wie er das kann", kritisierte Sportdirektor Klaus Allofs.
Eine Woche später, am dritten Spieltag, bejubelt der eingewechselte Wesley sein Tor zum 5:3 gegen den SC Freiburg mit einer Kamera in der Hand. Da ahnt der Mittelfeldspieler noch nicht, dass es bis zum 15. Spieltag sein letzter Einsatz für Werder bleiben wird.
Wesley schmorte auf der Bank, durfte sich nur in Testspielen beweisen. Da trat er allerdings derart lustlos auf, dass Trainer Schaaf ihn gegen Braunschweig früh auswechselte. Es hagelte Kritik.
Ende Oktober schickte Schaaf den Brasilianer nach zu harten Zweikämpfen vorzeitig vom Trainingsplatz und warf ihn aus dem Kader für das Bundesliga-Spiel in Mainz. Ein klärendes Gespräch lehnte der Werder-Trainer ab: "Da gibt's nichts mehr zu erklären!"
Wesley steht spätestens seit Oktober bei Werder Bremen auf dem Abstellgleis. Der Brasilianer fällt nur noch durch neue Frisuren, aber nicht mehr durch gute Leistungen auf. In der Hinrunde stand er für Werder ganze fünf Mal auf dem Feld, nur einmal zählte der Sieben-Millionen-Mann zur Startelf. Manager Allofs scheint einem Verkauf des Problem-Brasilianers nicht mehr abgeneigt zu sein.
<p>Auch zum Rückrundenstart fehlte Wesley im Kader, brachte es dann gegen Bayer Leverkusen immerhin zu einem Kurzeinsatz. Es könnte sein letzter Auftritt im Werder-Trikot gewesen sein, eine Rückkehr nach Brasilien noch in diesem Winter scheint wahrscheinlich.</p>
1 / 16

Im Juni 2010 taucht der Name Wesley Lopes Beltrame, genannt Wesley, erstmals in Verbindung mit Werder Bremen auf. Schnell wird klar: Werder will den Mittelfeldspieler vom FC Santos loseisen, der Spieler bestätigt Kontakt zu den Grün-Weißen. Mehr als zwei Monate wird das Tauziehen um den Brasilianer dauern, weil die Transferrechte bei verschiedenen Parteien liegen. Am Ende wird Werders Geduld aber belohnt.

Weitere Fotostrecken aus Profis