Gegen den geplanten Bau von drei Wohnblöcken am alten Rettungshafen wehrt sich die Initiative „Bremer am Fluss“. Sie kritisiert, dass für 20 Wohneinheiten ein attraktiver Teil der Stadt geopfert werden soll.
An der Werderstraße sollen drei Wohnblocks entstehen - direkt am Fluss. Eine Bürgerinitiative läuft dagegen Sturm. Wie stehen Sie dazu?
Auf der Beiratssitzung griffen die Anwohner die baupolitischen Sprecher der SPD, Jürgen Pohlmann, und der Grünen, Karin Krusche, scharf an. Diese haben in der Baudeputation vor etwa zwei Monaten für das Bauvorhaben gestimmt.
Beirat unterstützt Protest
„Der Fluss gehört allen Bremern“, sagte Gabriele Lindemann, Sprecherin der Initiative. Der Beirat Neustadt unterstützt den Protest der Anwohner. Er könne nicht verstehen, dass für 20 Wohneinheiten ein massiver Eingriff in die Natur gewagt werde, sagte etwa Ingo Mose von den Grünen. Auch der Bürgerschaftsabgeordnete Peter Erlanson (Linke) ist gegen den Bau der Wohnungen.
„Die Relationen stimmen nicht“, sagte er. Krusche und Pohlmann verteidigten den Deputationsbeschluss. Bremen brauche neuen und attraktiven Wohnraum in der Innenstadt, argumentierten sie.
Eine zweite Initiative wehrt sich gegen geplante Abholzungen an den Wegen zum Werdersee. Um das neue Wohngebiet auf dem Stadtwerder an die Neustadt anzubinden, sollen drei neue Wege entstehen.
Außerdem sollen zwei Sichtschneisen geschlagen werden. Dafür sollen Bäume gefällt werden. Gegen diese Abholzpläne wehrt sich die Initiative „Kleiner Stadtwerderwald“. Sie befürchtet, dass Tiere durch die Fällarbeiten eine wichtige Nahrungsquelle verlieren.
