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Bremer Stadtbibliothek fordert Reform des Urheberrechts Ausleihe von E-Books soll erleichtert werden

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E-Book-Reader
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Seit vier Jahren können Benutzer auch E-Books in der Stadtbibliothek ausleihen. Im Angebot sind neben Belletristik und Sachbüchern auch Hörbücher und Filme. Es handelt sich insgesamt um über 17000 Titel, die fast rund um die Uhr im regulären Bibilotheksportal bestellt und per Internet oder Kabel auf ein elektronisches Lesegerät, einen Computer oder ein Smartphone gespeichert werden können. Die Datei zerstört sich nach Ablauf der Leihfrist selbst, sodass keine Mahngebühren für den Nutzer anfallen.

Rein technisch wäre es möglich, dass mehrere Leser gleichzeitig eine Datei nutzen. Aus lizensrechtlichen Gründen ist es der Bibliothek aber verboten, ein E-Book zeitgleich mehrfach zu verleihen.

Immer mehr Menschen nehmen das Angebot, E-Books für wenige Woche zu leihen, in Anspruch: In den vergangenen vier Jahren sind die Nutzerzahlen um das Zehnfache gestiegen. Fast viermal pro Jahr wird jedes E-Book der Bremer Stadtbibliothek entliehen. Doch nicht jedes Buch gibt es auch als E-Book: "Viele Verlage räumen uns einfach nicht das Recht ein, ihre Bücher zu verleihen", sagt Barbara Lison, Direktorin der Stadtbibliothek, "sie suchen lieber nach Möglichkeiten, selbst Geld mit der Ausleihe zu verdienen." Und Carmen Emigholz, Kulturstaatsrätin, ergänzt: "Unsere Bibliotheken haben den Auftrag, allen Menschen freien Zugang zu Informationen, zu Kultur- und Bildungsangeboten zu gewährleisten. Diese Aufgabe können sie aber in Hinblick auf die E-Books nur eingeschränkt erfüllen." Es brauche nun eine bundes- oder europaweite Regelung, damit dieser Auftrag erfüllt werden könne, sagt sie.



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