Die Arbeit als Direktor für Kostüm und Maske liege im Wesentlichen darin, die Möglichkeiten und Gegebenheiten der verschiedenen Gewerke unserer Werkstätten mit den Anforderungen und Ansprüchen der Regieteams innerhalb des zeitlichen und finanziellen Rahmens zu überschauen, abzustecken und gegebenenfalls zu relativieren, um die Produktionen auf einem hohen Niveau zu den Premieren lenken zu können, beschreibt Zimmermann seine Aufgaben.
1956 geboren, absolvierte Paul Zimmermann in Berlin eine Ausbildung zum Herrenmaßschneider und arbeitete danach als Aushilfe an der Deutschen Oper Berlin. In den Folgejahren war er als freier Mitarbeiter an mehreren Projekten beteiligt, bevor er 1981 als Verwalter des Fundus ans Theater Bremen kam.
Drei Jahre später wechselte er in die Herrenschneiderei, wurde Gewandmeister und war daraufhin ungefähr sieben Jahre lang aus Ausbilder tätig. Am 1. August 2001 wurde Paul Zimmermann offiziell zum Leiter der Kostümabteilung ernannt, seit 2008 schließlich ist er Direktor für Kostüm und Maske.
Neben seiner Arbeit in der Kostümabteilung des Bremer Theaters entwarf Paul Zimmermann unter anderem die Bühnenbilder der Moks-Produktion „Bilder aus Deutschland“ (1989) sowie der ZDF-Serie „Bettkantengeschichten – Hitlerjunge Herbert“ (1990).
Der Fundus selbst gehört zu Zimmermanns Kostümabteilung und wird seit Juni 2009 von Bianka Vespermann geleitet. "Da wir ja permanent produzieren und auch abgespielte Produktionen an andere Häuser weitergeben, ist die Menge der Kostüme, die hier im Fundus als Materiallager dienen und auch als Probenkostüme zur Verfügung stehen, nur zu schätzen und es handelt sich dabei um circa 40.000 Kostümteile", schätzt Paul Zimmermann.





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