Auf der Bühne tanzen die Darsteller wild durcheinander, wollen dem Publikum mit ihrer Choreografie etwas sagen. Oder ein Sänger schmettert voller Inbrunst ein für die Handlung offensichtlich wichtiges Lied. Dennoch kommt es nicht selten vor, dass der Zuschauer ratlos auf seinem Platz sitzt und sich fragt: Was, um Himmels Willen, soll ich damit anfangen?
Hat ein Regisseur ein bekanntes Schauspiel oder Tanztheater völlig neu interpretiert, kommen selbst versierte Theaterbesucher ins Schlingern. Hilfreich ist es da, im Programmheft nachzuschlagen und sich zu informieren. Dort finden sich neben einer Zusammenfassung der Handlung Erläuterungen des Dramaturgen und Informationen über die einzelnen Ensemblemitglieder.

Ein Vorreiter der heutigen Programmhefte waren bis ins 19. Jahrhundert Theaterzettel, die zunächst nur mit knappen Informationen zu Inhalt und Aufführungszeiten bestückt waren. Nachdem das Bedürfnis der Zuschauer nach mehr Hintergrund zur Inszenierung, den Regisseur und die Besetzung vor allem durch die Volksbühnenbewegung wuchs, entstand das Programmheft.
Günther Grollitsch kauft sich nicht für jedes Stück, das er sich anschaut ein Programmheft. Bei welchen er zugreift, erklärt er im Video-Interview. Der gebürtige Österreicher ist seit 2003 als Choreograf und Tänzer in Bremen zu sehen. In der aktuellen Spielzeit tanzt er am Theater Bremen in „Trotz/The revised and updated bremen structures“ und „Flash Mob“. Zusammen mit Helge Letonja ist Günther Grollitsch künstlerischer Leiter des steptext dance project, das jedes Jahr in der Schwankhalle stattfindet.






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