Mit einer Demonstration vom Hauptbahnhof durch die Innenstadt zum Marktplatz demonstrierten am Samstag bis zu 1500 Menschen gegen Tierversuche. Anlässlich des Internationalen Tags zur Abschaffung von Tierversuchen forderten sie Alternativen, um die Unbedenklichkeit von Arzneien oder Kosmetika zu testen.
In einer improvisierten Podiumsdiskussion sagte der Vegesacker Pastor Volker Keller, schon jetzt gebe es andere Möglichkeiten, Medikamente zu testen. Stattdessen würden aber, bemängelte Roman Kolar von der Akademie für Tierschutz, immer neue Versuchsanordnungen insbesondere mit gentechnologischem Hintergrund geschaffen. Allein in Deutschland würden über eine Million Tiere jährlich sterben, um die Unbedenklichkeit von Medikamenten oder Kosmetika zu überprüfen.
Auf dem Marktplatz sind aber auch Tierschützer selbst an den Pranger geraten. Schwarzgekleidete Veganer aus Hamburg, die den Verzehr von Tieren wie auch tierischer Produkte ablehnen, attackierten den früheren Präsidenten des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel. Mit Plakaten wie „Apel ist Teil der Fleischindustrie“ kritisierten sie seine Funktion im Verein „Neuland“, der sich für eine tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung einsetzt. Es kam zu Rangeleien zwischen Kundgebungsteilnehmern. Plakate wurden heruntergerissen, Polizei und Mitglieder eines Sicherheitsdienstes mussten eingreifen.
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