
Laut Polizei zogen die Schüler am Mittag von der Oberschule Findorff zum Alten Gymnasium. Dort demonstrierten sie zunächst vor der Schule und dann vor der Aula, "störungsfrei", wie ein Polizeisprecher erklärte. Als ein Fahrzeug eingetroffen sei, um die Bildungssenatorin abzuholen, habe eine Mitarbeiterin um Begleitung durch die Polizei gebeten, erklärte der Polizeisprecher. Da ein reibungsloser Weg durch den Flur und das Hauptportal nicht habe garantiert werden können, habe man die Senatorin zum Hinterausgang gebracht. Dort blockierten Schüler jedoch den Dienstwagen von Renate Jürgens-Pieper, sodass sie mit einem Polizeifahrzeug das Gelände verließ. Kontakt zu demonstrierenden Schülern habe es nicht gegeben, erklärte die Polizei.
Schülervertreter Sercan Alcaya bedauerte das. Er erklärte, die Schüler hätten sich an die Anweisungen der Polizei gehalten – und ein konstruktives Gespräch mit der Senatorin führen wollen. "Wir wollten auf sie zugehen – aber sie hat den Hinterausgang genommen", kritisierte Alcaya. Dies unterstreiche Jürgens-Piepers mangelnde Dialogbereitschaft.
Karla Götz, Sprecherin der Senatorin, schilderte eine andere Wahrnehmung. Sie habe nicht den Eindruck von einer Gesprächsbereitschaft seitens der Schüler gehabt. Zudem habe Senatorin Jürgens-Pieper die Veranstaltung verlassen müssen, um einen anderen wichtigen Termin, die Grundsteinlegung im Klinikum Mitte, wahrzunehmen. Daher habe man das Angebot der Polizei angenommen, mit einem Dienstfahrzeug zum Klinikum zu fahren, weil der Senatswagen von Schülern blockiert war. "Wir gingen davon aus, dass wir einen eiligen Termin haben", sagte Karla Götz.
Am Ende fuhr die Senatorin dann allerdings doch nicht zu ihrem Termin am Klinikum. Dies sei ein kurzfristiger Entschluss gewesen. "Die Senatorin hat den Termin nicht wahrgenommen, weil sie nicht erneut eine solche – für die Schüler potenziell gefährliche – Situation auslösen wollte", so Götz.





Niederschlagswahrscheinlichkeit: 











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