
Heinz Lackmann ist einer der Mitarbeiter, die im Truck Rede und Antwort stehen. „Wir wollen alle Bürger ansprechen. Besonders hervorzuheben sind allerdings die Schüler“, erklärt er die Idee hinter dem rollenden Infostand. Deshalb wurden im Vorfeld alle Bremer Schulen angeschrieben und eingeladen, ihren Politikunterricht für eine Stunde auszulagern. Diese Zusammenarbeit sei „ein bewährtes System“, sagt Lackmann. Aus Bremen kam diesmal allerdings noch keine Antwort.
Wer den Truck betritt, findet vor allem Broschüren: eine Gesamtdarstellung des Bundestags und seiner Arbeit oder Informationen über den Petitionsausschuss. In einem Comic-Heft erklärt „Karlchen Adler“ Grundschülern die Demokratie. Um Publikum zu ziehen, werden auch die Bundestagsabgeordneten der jeweiligen Wahlkreise eingeladen. Am Montagmorgen war Torsten Staffeldt zu Besuch, der die Bremer FDP in Berlin vertritt. „Der hat sicher ein halbes Dutzend Bürgergespräche geführt“, sagt Heinz Lackmann. Weitere Politiker werden allerdings nicht kommen.
Die Mitarbeiter im Truck werden mit allen Varianten des gut oder schlecht informierten Bürgers konfrontiert. „Es kommen Leute, die auf den Punkt fragen, oder solche, die mit allgemeinpolitischen Anliegen kommen“, sagt Lackmann. Auch bei den Schulklassen muss er auf das Vorwissen seiner Gäste reagieren: Entweder einer achten Klasse erklären, wie der Bundestag funktioniert, oder mit einem Politik-Leistungskurs das Für und Wider des Föderalismus diskutieren.
Das Infomobil des Bundestags fährt seit etwa 20 Jahren durch ganz Deutschland. Die ursprüngliche Idee war, nach der Wende in den neuen Bundesländern politische Bildung zu vermitteln. Mittlerweile fährt der Truck aber durch alle 299 Wahlkreise in Deutschland.






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