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Streit um Posten des Bremer Bürgerschaftsdirektors CDU-Chefin fordert neue Ausschreibung

Die Bremer CDU-Landesvorsitzende Rita Mohr-Lüllmann sprach beim Pressefrühstück am Montag auch über Startschwierigkeiten
Die Bremer CDU-Landesvorsitzende Rita Mohr-Lüllmann sprach beim Pressefrühstück auch über Startschwierigkeiten.

Bernd Ravens (CDU) hatte im Bürgerschaftsvorstand dafür gestimmt, dass Sozialdemokrat Frank Pietrzok zum Parlamentsdirektor berufen wird – die CDU-Landesvorsitzende Rita Mohr-Lüllmann hingegen wittert "roten Filz" und fordert, dass das Besetzungsverfahren wiederholt wird. Offenbar sei die vorausgegangene Ausschreibung "auf eine bestimmte Person zugeschnitten" worden – eben auf Frank Pietrzok.

Der derzeitige Geschäftsführer der SPD-Bürgerschaftsfraktion war von der Parlamentsspitze mit den drei Stimmen der Sozialdemokraten und der CDU gewählt worden – gegen das Votum der beiden Grünen-Vertreter. CDU-Landeschefin Mohr-Lüllmann bezog sich in ihrer Erklärung gestern auf diese rot-grüne Uneinigkeit, auf Widerstand unter abgelehnten Bewerbern sowie auf den Bremer Frauenausschuss, der sich in einem offenen Brief an den Bürgerschaftsvorstand gewandt habe: "Eine verantwortliche Besetzung dieses wichtigen Amts sieht für mich anders aus," so Mohr-Lüllmann. Das Auswahlverfahren wie auch der Streit über das Resultat der Abstimmung pro Pietrzok beschädigten den Ruf des Parlaments.

Die christdemokratische Landeschefin fordert nun, dass das Verfahren "ergebnisoffen" neu aufgerollt wird. Zudem solle die Stelle künftig niedriger besoldet werden – nicht mehr mit rund 8500 Euro monatlich, sondern mit einem Betrag, der rund 750 Euro darunter liegt.

(wig)



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