Bekommt das Kind dann eine Aufenthaltsgenehmigung aus humanitären Gründen, dauert es normalerweise acht Jahre, bis es die Staatsangehörigkeit beantragen kann. Mit dem erleichterten Verfahren sollen es nun nur noch drei Jahre sein, erklärte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD). Man wolle damit dem Ziel "Hier geboren, hier zu Hause" ein Stück näher kommen, erklärte Björn Fecker (Grüne). Da es eine entsprechende Bundesregelung noch nicht gebe, müsse Bremen einen Sonderweg gehen. Es sei extrem schwierig für diese Kinder eine deutsche Identität zu entwickeln, wenn ihnen diese Identität auf der anderen Seite verweigert werde, betonte der SPD-Abgeordnete Sükrü Senkal. Wilhelm Hinners (CDU) erklärte, seine Fraktion begrüße die erleichterte Einbürgerung grundsätzlich. "Für uns ist eine gute Integration aber von herausragender Bedeutung", so Hinners. Das sahen die Linken anders. Die Fraktion hatte in einem Änderungsantrag gefordert, den Integrationsvorbehalt zu streichen. Dieser Antrag wurde jedoch von allen anderen Fraktionen abgelehnt.
- 08.06.2012





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