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Auch das Viertelfest will seine Klimabilanz verbessern

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Das Programmbüro und die Klimaschutzagentur Energiekonsens haben beim Viertelfest im vergangenen Jahr Aussteller, Künstler, Besucher und Organisatoren nach ihrer Ökobilanz gefragt. 403 Tonnen Kohlendioxid (CO2) schlugen zu Buche, bei etwa 196 000 Besuchern an drei Tagen. "Im Vergleich mit Festivals wie dem ‚Hurricane‘ oder der ‚Sola Staffette‘ ist das wenig", sagt Enno Nottelmann von Energiekonsens. Dennoch gebe es Verbesserungspotenzial. Ein Studententeam um Silke Strüber von der "Beks Energieeffizienz GmbH" wollte beispielsweise an allen drei Tagen von gut 700 Leuten wissen, wie sie angereist waren und was sie gegessen hatten oder essen wollten. "Bratwurst und Bier waren die Spitzenreiter", gefolgt von Crêpes", fasst Strüber zusammen. Die Erhebung habe auch gezeigt, dass viele Gäste aus dem Raum Oldenburg und aus Hamburg angereist seien. "Das war auch für uns interessant", sagt Iris Raschke vom Programmbüro. "Das ist ein viel weiterer Umkreis, als wir dachten."

2011 kamen 17 von 100 Besuchern und jeder hundertste Künstler mit dem Auto zum Viertelfest. Die rund 172 Tonnen Kohlendioxid machten über 40 Prozent des gesamten Ausstoßes aus. Radler und Fußgänger – 50 Prozent der Befragten – hatten die beste Ökobilanz. Lebensmittel trugen mit 76 Tonnen Kohlendioxid rund 19 Prozent zum Gesamtausstoß bei. Würden bei einem dreitägigen Viertelfest wie beim Deichbankett saisonale Bio-Lebensmittel aus der Region angeboten – und dafür 20 Prozent weniger Fleisch – könnten sechs Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Beim Abfall könnte durch den Einsatz von Mehrwegverpackungen eine halbe Tonne CO2 weniger produziert werden.

Klimaschutz soll in diesem Jahr wieder ein Thema sein – auch wenn der Ausstoß von Kohlendioxid natürlich schon deshalb stark zurückgehen wird, weil nicht mehr an drei Tagen, sondern nur noch an einem Tag, Sonntag, 9. September, gefeiert wird. Es ist auch mit deutlich wesentlich weniger Gästen aus Hamburg und Oldenburg zu rechnen. Aber CO2-neutral lässt sich kaum feiern – schon beim Käsekuchenbacken wird Strom verbraucht.

Auf dem Ziegenmarkt wollen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Energiekonsens eine Müll-Aktion starten. Kinder sollen am Stand des Kubo Textiltüten bedrucken und mit einem Musiker aus Ottersberg Instrumente aus Naturmaterialien basteln. Auch Eva Masch aus dem Steintor, die aus abgelegten Kleidungsstücken neue Dinge schneidert, wird da sein. Iris Raschke ist außerdem im Gespräch mit dem Ökomarkt, der Lebensmittel aus biologischem Anbau anbieten soll.



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