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Schätzungsweise 2000 Besucher im Bamberger-Haus Elektronikfreie Spieletage

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Auf drei Etagen waren bei den Spieletagen im Bamberger-Haus am Wochenende die Neuerscheinungen, aber auch die besten Brettspielklassiker gefragt. 2000 Brett- und Kartenspiele auf 30 Räume verteilt. Viel Platz, der auch gebraucht wurde, denn es ist gut besucht.

Der Fachbereichsleiter Gesellschaft, Andreas Ebert aus Walle, hat zusammen mit dem Spielverein "Stechmücke" die beiden Spieletage vorberietet. "Dieses Jahr werden es wohl über 2000 Besucher sein", schätzt er. Die Zahlen steigen kontinuierlich. Sita Freihold liegt ganz im Trend. Die 34-Jährige hat das Interesse an Spielen durch ihre Arbeit in der Stadtbibliothek wiederentdeckt. "Die vielen bunten Spieleboxen, die wir in der Bibliothek im Einkauf reinbekommen, haben mich auf das Thema gebracht."

Brettspiele sind auch bei der jungen Generation angesagt. Vor allem Kinder und Jugendliche probieren einiges aus und mischen bei Turnieren mit. Der 13-jährige Kalyan aus Schwachhausen ist bereits zum vierten Mal mit seiner Mutter Dorothee Krause bei den Spieletagen. Er misst sich mit Dirk Strothmann, der das Spiel "i9n" erfunden hat, bei dem man Ölvorhaben auf einer Landkarte finden muss. Das Besondere an "i9n" sei das System mit Lochkarten, bei dem unterschiedliche Szenarien über Schablonen spielbar sind, erklärt der Softwareentwickler und Spieletüftler.

Und wo kann man sich schon mit dem Hersteller messen? Das findet auch ein 13-Jähriger cool. "Ich fand den Namen interessant und habe die Regeln gleich verstanden", sagt er, leicht versunken ins Spiel. Der Untertitel des Brettspiels "i9n" lautet: "Das elektronikfreie Computerspiel". Ein klug gewählter Titel, Kalyan spielt auch gerne Computerspiele, denn nicht immer findet sich ein Mitspieler für Brettspiele. Video- und Brettspiele schließen sich eben nicht aus, sie ergänzen sich, findet der 13-Jährige. Seine Mutter ist da altmodischer: "Am liebsten spiele ich Doppelkopf, aber ich genieße es, hier allerlei entdecken zu können." Dorothee Krause schätzt vor allem auch die Möglichkeit, sich Spiele erklären zu lassen. Über 20 Hersteller stellen sich an Spieletagen den Fragen und der Kritik und nehmen Anregungen mit.

Andreas Ebert organisiert auch einen regelmäßigen Spieletreff: mittwochs in ungeraden Kalenderwochen, von18.30 bis 22.15 Uhr.



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