Die Ente blickt direkt auf die Weserburg und damit auf das Zitat des Künstlers Lawrence Weiner: "Having been built on sand with another base (basis) in fact. Auf Sand gebaut tatsächlich (aus) auf anderem Grund". Ab und an reckt die Ente ihren Kopf, wenn Schiffe vorbeifahren, ansonsten sitzt sie still auf ihrem Nest. Die Ente hat sich auf einem großen Blumenkübel niedergelassen. Seitdem gehört ihr der Platz unter dem Buchsbaum. Vorläufig dürfte sich das Tier nicht mehr so schnell wegbewegen, denn sie brütet auf zehn Eiern. Auf dem Hotelschiff wird der zukünftigen Entenmutter die nötige Ruhe geboten. Die Ente ist sogar eine der ersten, die jeden Morgen auf dem Schiff ihr Frühstück bekommt.
Manuela Wüstenfeld aus Brinkum kümmert sich jeden Morgen um die Hotelgäste – seit gut zwei Wochen gehört die Ente dazu. "Ich bringe ihr immer Brot und Wasser", berichtet die Hotelangestellte. Dabei komme es schon mal vor, dass die Ente nach ihr schnappt, weil sich die werdende Mutter wohl angegriffen fühle. Ansonsten sei sie ein unkomplizierter Gast.
Die Gäste des Hotelschiffs freuen sich über die Gesellschaft der Ente, einer der Gäste hat Manuela Wüstenfeld schon über die Brutzeit informiert. Diese dauert ungefähr fünf Wochen, dann gibt es wahrscheinlich kleine, flauschige Gäste. Bis es soweit ist, wollte sich Manuela Wüstenfeld noch beim Naturschutzbund melden, denn der Weg vom Hotelschiff ins Wasser, dürfte für die Entenbabys nicht sehr einfach sein.











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