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Socialbar fördert Austausch zwischen Experten und Gruppen Institutionen holen sich Rat

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Socialbars gibt es in 20 deutschen Städten, aber auch in Österreich und der Schweiz. Sie sollen Lernorte sein, Teilhabe ermöglichen, kreative Prozesse in Gang setzen und Netzwerke fördern. Einer halben Stunde zum Eintrudeln und Kennenlernen folgt im Bürgerhaus Weserterrassen ein Impulsvortrag der EDV-Fraktion. Gäste können eigene Beiträge einbringen, wenn sie sie angemeldet haben. Nach den Referaten bleibt Zeit zum Austausch.

Louisa Karbautzki, Claas Hanken, Norbert und Susanne Hayduk sind die Bremer Initiatoren der Socialbar. Susanne Hayduk sitzt an diesem Tag mit Infomaterial und der üblichen Mail-Adressenliste am Eingang. Claas Hanken und Norbert Hayduk sind in Gespräche vertieft. Beamer und Laptoplüfter surren. "Wie kann ich Outlook-Kontakte extern auf einer Festplatte sichern?", ist eine Besucherfrage. Die Antwort ist kein Problem für Norbert Hayduk.

Auch die Bremer Suppenengel sind von den Betreibern der Socialbar unterstützt worden. Ihre Website und Internetvernetzung sind nach einem solchen Treffen entstanden. Damit steigt die öffentliche Aufmerksamkeit und das Spendenaufkommen. Zia Gabriele Hüttinger von den Suppenengeln wurde 2010 Bremer Frau des Jahres. Das möchten die Initiatoren der Socialbar: durch öffentliche Darstellung und Aufmerksamkeit das Interesse an sozialem Engagement förden. Jemand hat einmal gesagt: "Enten und Hühnereier schmecken uns Menschen gut und sind etwa gleich groß. Enten legen ihre Eier im Stillen, Hühner gackern dabei, jetzt raten Sie mal, warum alle Leute Hühnereier essen."

André Conin von der Bremer Heimstiftung arbeitet im Kundencentrum und Marketing. Er ist nicht zum ersten Mal in der Socialbar, zeigt als Powerpoint-Präsentation den Aufbau und die Standorte der Bremer Heimstiftung. Conin ist auf dem Weg zur umfassenden Internetpräsenz der Heimstiftung. Ein Blog "Lebensweisen" ist entstanden, auf Youtube geht der Clown Piko in eine Demenzabteilung der Heimstiftung, Facebook und Twitter sollen verlinkt werden.

Die Besucherzahl auf der Heimstiftungswebsite hat sich seit Conins Aktivitäten nach seiner Darstellung schon verdoppelt. Stellenausschreibungen über Social Media zu verbreiten, wird sein nächster Schritt sein. Für den Pflegebereich werden Fachkräfte von vielen Einrichtungen gesucht, wenn die Jobs der Heimstiftung auf Facebook oder Twitter auftauchen, steigen die Chancen gefunden zu werden erheblich. Conins Schlusssatz: "Wir lernen noch. Bisher erzählen wir in den sozialen Netzwerken, wir wollen aber kommunizieren."

Dann erfahren die 15 Bremerinnen und Bremer aus sozialen Einrichtungen von den Experten etwas über Datenschutz auf Sozialen Netzwerken durch Datensparsamkeit, aber auch einiges über halböffentlichem Austausch, also den Austausch innerhalb geschlossener Personenkreise, über Drop Box und Googel Drive und geosoziale Netzwerke. Viele Gespräche in kleinen Gruppen füllen den Raum – ganz analog.

Die nächste reguläre Socialbar ist am Donnerstag, 6. September, um 19 Uhr im Bürgerhaus Weserterrassen, Osterdeich. Weiteres auf www.socialbar-bremen.de.



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