
Über eine Million Euro nimmt die Straßenbauverwaltung in die Hand, um eine der längsten unter den 800 Bremer Brücken instand zu setzen. "Das Bauwerk ist in die Jahre gekommen", sagt Martin Stellmann, Sprecher des Amtes für Straßen und Verkehr (ASV) über den Brückenstrang der A 270, der in weitem Bogen die Lüssumer Straße in Blumenthal überspannt. Wer genauer hinschaut, sieht auch als Laie, was Stellmann meint: An der Unterseite der Brücke ist bereits an verschiedenen Stellen Beton abgeplatzt. Sobald in der zweiten Junihälfte der Brückenkörper eingerüstet und mit Planen "eingehaust" ist, wie Fachleute das nennen, können die Arbeiter loslegen. Zunächst wird dann die Brückenunterseite abgestrahlt und mit neuem Beton beschichtet, außerdem tauschen Spezialfirmen mehrere verschlissene Lager aus. Zeitweilig muss der Verkehr dann einspurig über die Straße Burgwall geführt werden. Auf der Autobahn und der Lüssumer Straße soll es allerdings zu keinerlei Behinderungen kommen, verspricht Martin Stellmann. Insgesamt sind für das Sanierungsprojekt vier Monate angesetzt.
Wesentlich weniger Zeit haben die Straßenbauer für dringende Arbeiten auf der Abfahrt Bremen-Nord der A27. Wohl die wenigsten Autofahrer, die dort tagtäglich herunterrauschen, wissen, dass ein Tunnel die Abfahrt unterquert. Er befindet sich ungefähr auf Höhe der Stolper Straße. Dort gibt es einen Geh- und Radweg über die Autobahn 27, der als Tunnel unter der Abfahrt weitergeführt wird und im Marßeler Feld wieder ans Licht kommt. Die Fahrbahndecke der Autobahnabfahrt ist Teil der Tunnelabdichtung.
"Power-Baustelle" startet am Freitag
Bei ihren regelmäßigen Kontrollfahrten haben ASV-Mitarbeiter Risse über der Tunneldecke festgestellt. Wasser könnte dort einsickern, also ist Eile geboten. Die Straßenbaubehörde richtet deshalb ab heute Nachmittag eine sogenannte "Power-Baustelle" ein, auf der Tag und Nacht malocht wird. Ab 17 Uhr ist die Abfahrt Bremen-Nord voll gesperrt, und zwar bis Sonntagabend. Autofahrer Richtung Bremen-Nord sollten über die Ausfahrt Ihlpohl ausweichen. Die Reparaturarbeiten kosten rund 100000 Euro.
Weniger spektakulär und auch billiger ist eine Baumaßnahme, die das ASV in Schönebeck in der Mache hat. Allerdings ist die Treppenanlage an der Schafgegend zuletzt fast schon ein kleines Politikum gewesen.
Zur Erinnerung: Die baufällige Anlage, die sich kurz der Einmündung Auf dem Krümpel / Schönebecker Kirchweg befindet, war wegen mangelnder Verkehrssicherheit im Frühjahr 2011 vom Amt für Straßen und Verkehr gesperrt worden. Danach tat sich ein halbes Jahr lang gar nichts, sehr zum Verdruss von Beiratssprecherin Heike Sprehe (SPD), die ganz in der Nähe wohnt. Im Herbst 2011 machte sie im Stadtteilparlament ihrem Ärger über die Untätigkeit der Behörde Luft. Inzwischen wird die Anlage saniert. "Die Beläge der Stufen sind runter, die Betonarbeiten werden voraussichtlich nach dem Sommer abgeschlossen sein", kündigt Martin Stellmann an. Rund 50000 Euro sind für die Maßnahme eingeplant.
Von einer Power-Baustelle kann man in diesem Fall allerdings nicht sprechen. "Da tut sich zwischendurch auch mal 14 Tage gar nichts", hat Heike Sprehe beobachtet. Dass sich die Sanierung der Treppenanlage so lange hinzieht, ist aus Sicht der Beiratssprecherin auch deshalb ärgerlich, weil wegen der Baustelle der Fußweg auf die Straße verlagert wurde. Dadurch verengt sich die Fahrbahnbreite der Schafgegend. Die Autofahrer wären also gut beraten, den Bereich langsam und vorsichtig zu passieren. Doch oft sei das Gegenteil zu beobachten, bedauert Sprehe. Sie hofft deshalb, dass sich die Arbeiten an der Treppe nicht weiter in die Länge ziehen.











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