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Bremen-Nord Blumenthaler Beirat fordert Spielhallen-Konzept

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Grafik mit Spielhallen in Blumenthal.
Grafik mit Spielhallen in Blumenthal.

Mit elf Ja-Stimmen und fünf Enthaltungen ist der Beirat Blumenthal in seiner Sitzung am Montagabend einem Dringlichkeitsantrag der CDU-Fraktion gefolgt. Die Christdemokraten fordern darin für den Beiratsbereich ein Konzept zur Steuerung der Ansiedlung von Spielhallen. „Wir sind uns alle einig, dass wir etwas gegen einen unkontrollierten Wildwuchs von Spielhallen machen wollen“, sagt Antragsteller Ralf Schwarz. Das Konzept, das das Bauressort erarbeiten soll, würde bei der Bauleitplanung umgesetzt werden. Wann mit einem fertigen Konzept zu rechnen ist, bleibt vorerst offen.

Warum Blumenthal ein Spielhallen-Konzept braucht, begründet der CDU-Fraktionschef ebenfalls. Das seit vergangenem Jahr geltende Bremer Spielhallengesetz entfalte keine ausreichende Steuerungswirkung. Spielhallen und Vergnügungsstätten, die sich durch vielfältige Glücksspiel- und Wettangebote finanzierten, prägten heute das Straßenbild in Blumenthal. Die meist grelle Neonwerbung wirke sich nachhaltig negativ auf das Erscheinungsbild des Ortsteils aus. Schwarz ist überzeugt: „Viele Bürger verfolgen diese Entwicklung mit Sorge.“ Vor allem an der Mühlenstraße und im Bereich Lüssumer Straße ballen sich in Blumenthal die Glücksspiel-Läden.

Mit ihrem Antrag haben Ralf Schwarz und seine Fraktion sowohl die steigende Zahl von Spielsüchtigen im Blick als auch das Sicherheitsempfinden der Bürger. Letzteres wird nach Ansicht der Christdemokraten durch die Spielstätten gestört, was mit dem Klientel zu tun habe wie auch mit den späten Öffnungszeiten der einschlägigen Geschäfte. „Mit Blick auf die Kriminalitätsstatistiken ist dieses Gefühl sicherlich nicht unbegründet“, meint Schwarz im Verlauf der Sitzung im Schulzentrum Eggestedter Straße. Sieben Überfälle auf Spielotheken hat es laut Polizeistatistik sowohl 2009 wie 2010 in Bremen-Nord gegeben. Davon, dass die Kriminalität im Umfeld von Spielstätten besonders hoch sei, könne aber nicht die Rede sein, sagt Polizeisprecher Jörg Walker auf Anfrage.



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