Inserieren

Neuer kaufmännischer Leiter im Klinikum Nord Manfred Glasmeyer setzt auf Motivation

Von
Manfred Glasmeyer hat zum 15. Mai die kaufmännische Leitung des Klinikums Nord übernommen. Die Zufriedenheit der Patient
Manfred Glasmeyer hat zum 15. Mai die kaufmännische Leitung des Klinikums Nord übernommen. Die Zufriedenheit der Patienten mit dem Nordbremer Krankenhaus ist durchaus noch steigerbar. Das besagt jedenfalls der „Bremer Krankenhausspiegel“, der hierüber zuletzt im Jahr 2010 ein Meinungsbild erhob.

Bremen-Nord. Am 15. Mai hatte Manfred Glasmeyer seinen ersten Arbeitstag als kaufmännischer Leiter des Klinikums Bremen-Nord. Hohe Versorgungsstandards, Wirtschaftlichkeit und Mitarbeiter-Motivation – diesen Dreiklang sauber zu intonieren, traut sich der 50-jährige Krankenhausmanager zu. Die nötige Erfahrung hat er. Glasmeyer war bereits Verwaltungschef mehrerer Kliniken in verschiedenen Bundesländern. Daneben kann er auf Erfahrungen in der Unternehmensberatung für die Krankenhauswirtschaft verweisen, zuletzt als Senior Consultant bei einem Heidelberger Anbieter.

Was reizt so jemanden am kaufmännischen Chefsessel des Klinikums Bremen-Nord? "Das Haus hat die richtige Größe", sagt Glasmeyer. Richtig im Sinne von wirtschaftlich erfolgversprechend. Das Klinikum Bremen-Nord verfüge über eine leistungsstarke Innere Medizin und weitere Aktivposten, die auch den demografischen Wandel abbilden. Gemeint ist hier die Geriatrie, die sich über die Region hinaus eine gute Reputation erarbeitet hat.

Das ist der positive Teil des Gesamtbildes. Den anderen spricht Glasmeyer nicht von sich aus an, doch er ist ihm wohlbewusst: Das Klinikum Nord ist nicht wirklich klar profiliert, es ist ein Allgemeinversorger für die Region, ein Wald- und Wiesenkrankenhaus sozusagen, ohne prestigeträchtige Schwerpunkte, die einen Ruf begründen. Einen Ruf, wie ihn etwa das Klinikum Links der Weser mit seinem Kardio-Schwerpunkt oder die St.-Jürgen-Straße mit ihrem Neuro- und Kopfzentrum genießen.

Zudem wurden dem Klinikum Nord in den vergangenen Jahren mit dem Brustzentrum und der Frühchenversorgung lukrative Bereiche abhanden gekommen. Der kommunale Klinikverbund Gesundheit Nord (Geno) schlug sie der St.-Jürgen-Straße zu. Diese Strukturentscheidungen ließen das Nordbremer Krankenhaus weiter ins Defizit rutschen. 2011 lag es bei rund 1,7 Millionen Euro.

Frühchen-Station vor dem Start

Ein tragischer Zufall führt jetzt bekanntlich dazu, dass die Frühchenversorgung an die Hammersbecker Straße zurückkehrt. Weil die Verkeimung der Neonatologie am Klinikum Mitte nicht in den Griff zu kriegen war, entschied sich die Gesundheit Nord, diesen Bereich wieder zu dezentralisieren. Am 1. Juli geht die Frühchenversorgung am Klinikum Nord mit 15 Betten in Betrieb. "Es ist denkbar, dass eine Grundkapazität in Nord dauerhaft erhalten bleibt, auch wenn die Frühchenversorgung für Bremen langfristig wieder in Mitte zusammengeführt wird", formuliert Manfred Glasmeyer vorsichtig. Er weiß, dass sich die Politik solche grundlegenden Entscheidungen vorbehält.

Über weitere Entwicklungsoptionen des Klinikums mag sich Glasmeyer vier Wochen nach seinem Amtsantritt noch nicht äußern, jedenfalls nicht öffentlich. "Ich will dem Dialog im Haus nicht vorgreifen", betont der neue Chef.

Zufriedenheit nicht nur der Patienten, sondern auch der Belegschaft ist ihm offenbar ein hohes Gut. "Die Berufsbilder im Krankenhaus müssen attraktiv bleiben, damit wir qualifizierten Nachwuchs an uns binden können", sagt Manfred Glasmeyer. Alles, was in diesem Zusammenhang an Anreizen geboten werden kann, müsse neu durchdacht werden – angefangen von differenzierten Teilzeit- und Schichtsystemen über Familienphasen bis hin zur Kinderbetreuung. Gibt es demnächst also eine Betriebs-Kita an der Hammersbecker Straße? Glasmeyer: "Ich will da nichts ausschließen."

Leistung setzt für den 50-Jährigen eine gute Grundstimmung voraus. Aus solchen Überlegungen spricht Mannschaftsgeist. Auf anderer Ebene hat ihn Glasmeyer bereits unter Beweis gestellt. Beim Geno-internen Fußballturnier kickte er kürzlich im siegreichen Nord-Team mit. Glasmeyer spielte in der Vierer-Abwehrkette.



Bisher 0 Kommentare Eigenen Kommentar schreiben »

Serie über Bremens Stadtteile
Bremen besteht aus 23 Stadtteilen. Sie alle haben ihre eigene Geschichte, Besonderheiten und Attraktionen. Grund genug, um die Teile Bremens in einer Serie genauer zu beleuchten. Fahren Sie mit dem Mauszeiger ueber den gewuenschten Stadtteil. Alle Texte, Fotos und Videos zu der Stadtteilserie des WESER-KURIER finden Sie hier »
Umfrage
Ehrenamtliche Nachtwanderer helfen nachts Jugendlichen und schlichten Konflikte. Wäre das auch etwas für Sie?
Dossier zur A281

Die A281 wird seit fast 30 Jahren geplant. Bisher sind nur Teilstücke fertig gestellt. Bei der Planung müssen sich Bund, das Land Bremen und die Anwohner über Streckenführungen und Kosten einig werden.

Finden Sie Artikel aus Bremen
Dieser Ort existiert nicht, bitte korrigieren Sie Ihre Eingabe.
GröpelingenÖstliche VorstadtBremen NordFindorffHäfenMitteOberneulandHemelingenOsterholzObervielandHorn-LeheWalleVahrSchwachhausenHuchtingDiepholzNeustadt
Stadtplan
Stadtführungen durch Bremen
Veranstaltungen
 
Bremen
Proteste von Justiz und Polizei
Fünf Jahre Freiheitsstrafe
Urteil im K.o.-Tropfen-Prozess
Feuerwehr Bremen
Hausbrand in Nord: Keine Brandstiftung
Sanierungspaket für Klinikverbund
199 Millionen Euro für die Geno
Niedersachsen
Hochwasser: Weil lehnt Kredite ab
 
Unterstützung für betroffene ...
Hochwasser: Bremen zahlt Millionen
Neue Ortsamtsleiterin in Horn-Lehe
Heftige Kritik an Wahl von Inga Nitz
Hunde in Bremen
Rot-Grün will Auslaufflächen für Hunde
Alkoholverkauf an Jugendliche
SPD fordert härtere Strafen
Umfrage auf WESER-KURIER Online
User uneins über Freilaufflächen