
Ihre Gäste waren ihre Eltern sowie interessierte Schüler deren Angehörige. Unterstützt wurden die fünf bei dem Projekt von ihrer Lehrerin Adrienne Körner und Kathrin Herold vom Denkort.
Kein Wunder, dass das Quintett während der letzten Vorbereitungen schon etwas aufgeregt war, auch wenn sie es nicht so recht zugeben wollten: "Beruhige dich und trink erst mal nen Schluck Wasser", "schreib dir schnell noch ein paar Notizen auf", gaben sie sich vor Beginn der Führung aufmunternde Worte zu. Sie selber hätten nicht gedacht, dass Menschen in der Lage sind, "so etwas herzustellen", sagte Denise gestern.
Es falle ihr schon schwer, sich das ganze Grauen und Leid, das die damaligen Zwangsarbeiter erlebt haben, vorzustellen. Oliver war bei seiner ersten Begegnung mit dem Klotz "erschüttert und traurig". Und Deniz ist von dem gewaltigen Echo, das sich im Inneren des Bunkers produzieren lässt, begeistert. Auch einige Eltern waren sichtlich fasziniert von dem Betonmonstrum, viele von ihnen waren zum ersten Mal am Farger Denkort. "Monströs", fiel einer Großmutter ein, als sie die Betonwände betrachtete. Ein Vater hoffte, mehr über die Geschichte des Bunkers zu erfahren. Keine Sorge: Die fünf Schüler boten einen umfassenden Einblick in die Historie des Bunkers und führten ihre Gäste sowohl durch das Gebäude als auch auf das Gelände. Daneben schlüpften sie auch in die Rolle der Zwangsarbeiter, um die Geschehnisse aus deren Sicht zu dokumentieren. Dazu beschäftigten sie sich auch mit dem Buch "Hortensien in Farge", in dem ehemalige Zwangsarbeiter über das Grauen auf der einstigen Großbaustelle und im Lager berichteten.
Die Mädchen und Jungen sind Mitglieder einer Schüler AG. Die Wilhelm-Focke-Schule ist erster pädagogischer Kooperationspartner des Denkorts. Am 11. Mai dieses Jahres präsentierten Schüler der Oberschule anlässlich der offiziellen Einweihung des Bunkers als Denkort Ergebnisse ihrer Recherchen zum Thema keinem Geringeren als dem Bremer Bürgermeister Jens Böhrnsen. Das Thema U-Boot-Bunker Valentin ist vor nicht allzu langer Zeit in das Curriculum der Schule aufgenommen worden.











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