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Diskussion auf Einladung des MTV Nautilus im alten Speicher Suche nach der Zukunft des Vegesack-Tourismus

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Mit der Vernetzung möchten die Aktiven des MTV Nautilus zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Nummer eins: Der Bevölkerung aus Bremen-Nord und umzu müsse deutlich gemacht werden, welche Schätze vor Ort schlummern. "Im eigenen Land gilt der Prophet nichts", führte Bernhard Hauke an, Vorsitzender des MTV Nautilus. Es könne nicht sein, dass auswärtige Besucher Perlen wie das "Schulschiff Deutschland" und das "Spicarium" über den grünen Klee lobten, die Bewohner Bremen-Nords indes selten dorthin kämen.

Nummer zwei: Es müssten Pakete für Städtetouristen her. Sinnvoll sei es, regionale Angebote über das hinaus zu machen, was die Bremer Tourismus-Zentrale anbiete. Wichtig aus Sicht der Diskussionsteilnehmer: Für touristische Angebote müssten unternehmerische Kriterien angelegt werden, neue Subventionsgräber dürften nicht entstehen.

Ideen für die Zukunft des maritimen Standortes Vegesack gab es bereits. So sprach unter anderem der ehemalige Vegesack-Marketing-Vorsitzende Jürgen Scharringhausen mit seinem Vorschlag "das Spicarium weiter zu entwickeln" den Besuchern aus dem Herzen. Udo von Stebut (ehemaliger Kuba-Vorsitzender) setzte noch eines drauf. Er bezeichnete die Ausstellung im alten Speicher unter der Leitung von Christina Voigt als Glücksfall.

Thomas Pörschke, Vorsitzender des Kito-Trägervereins und Sprecher des Kulturbüros, plädierte dafür, mit den bestehenden Kultureinrichtungen Gemeinsames auf die Beine zu stellen. Im Gegensatz zu den meisten Teilnehmern sah Pörschke "den Problembereich im Tourismus Vegesack eher im Bereich der Alten Hafenstraße". Er möchte das Quartier für die Kreativwirtschaft öffnen. Der Kultursprecher könnte sich hier zum Beispiel Geschäfte beziehungsweise Inhaber vorstellen, die mit Metall und Stoffen arbeiteten. Pörschke freute sich in diesem Zusammenhang darüber, dass Lutz Hößelbarth in den kommenden Monaten im ehemaligen "Seemannsbasar" ein Café eröffnen möchte.

Gastronomie könnte sich auch auf dem Gelände der ehemaligen Bremer Bootsbau Vegesack (BBV) entwickeln. Wie berichtet, möchte der MTV Nautilus unter dem Motto "Schaufenster Bootsbau Maritim" das Areal wiederbeleben. So müsse unter anderem ein Bootsausrüster für die Wassersportler "von Schwanewede bis Burg" her, warb Norbert Lange-Kroning. Dann habe auch der Tourismus eine Chance.

Trotz aller Ideen konnte die Frage, wie die Menschen vor Ort für Vegesack begeistert werden könnten, nicht geklärt werden. Mit dieser Frage wandte sich Moderator Wolfgang Kiesel an Vegesacks Beiratssprecherin Heike Sprehe (SPD). Doch sie musste zugeben, dass sie dafür derzeit auch keine Lösung parat habe.



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