
Das alphabetisch geordnete Werk beginnt mit "Aalfang" und endet mit erklärenden Worten über die Gaststätte "Zur Waldschänke", bevor wieder ein großes A folgt. Der Anhang zum Lexikon umfasst noch einmal gut 60 Seiten.
In der Borgfelder Kirche, der im Buch mehrere Seiten gewidmet sind, wurde das Werk jetzt vorgestellt und vorab mit Lob überhäuft. So pries Ortsamtsleiter Jürgen Linke es als ein "schönes, informatives und in jeder Weise lesenswertes Buch". Wie es dazu kam, schilderte Hermann Cordes, der das Borgfeld-Lexikon zusammen mit Johannes Huesmann, Johannes Rehder-Plümpe, Heiko Wagener und Friedrich Wulf für den Bürgerverein Borgfeld herausgegeben hat.
Das Borgfelder Heimatarchiv habe beim Entstehen eine große Rolle gespielt, sagte Cordes. "Den Großteil der Quellen gab es dort." In den vielen Ordnern voller Materialien zur Geschichte Borgfelds, die einst der Heimatforscher Wilhelm Dehlwes dem Archiv überließ, hatten sie ohnehin schon kräftig gestöbert.
Als sich der Arbeitskreis Heimatarchiv im Bürgerverein vor vier Jahren an die Vorbereitung einer Seminarreihe über die Geschichte des Orts machte, habe es den Vorschlag gegeben, wichtige Stichworte zu sammeln. Es häufte sich etwas an. Zu den historischen Daten kamen schnell Stichworte zu Gebäuden, Ereignissen und Personen hinzu. Längst hatten sie im Hinterkopf, aus dem Sammelsurium ein Lexikon zu machen.
Ein bisschen schwierig, so erinnerte sich Hermann Cordes, sei es beim Thema Personen gewesen. Wer darf ins Buch? Wer will überhaupt, dass über ihn geschrieben wird? Nicht alle Männer und Frauen, die sie erwähnen wollten, hätten ihre Zustimmung gegeben. "Und es kann sein, dass wir jemanden vergessen haben", sagte Cordes. "Wir hoffen auf Kritik und Anregung."
Diesen Wunsch unterstrich sein Herausgeberkollege Johannes Rehder-Plümpe, dessen Kontakte zur Bremer Edition Temmen dazu führten, dass das Lexikon nicht, wie ursprünglich geplant, auf Kosten des Bürgervereins herauskommen musste. Der Verlag entschloss sich, erstmals ein Lexikon zu veröffentlichen und stellte den Herausgebern einen Lektor an die Seite. Weitere Lexika zu anderen Bremer Stadtteilen sollen folgen. Das Buch gewinne mit den zahlreichen Bildern und Skizzen, meinte Johannes Rehder-Plümpe. Im Focke-Museum gebe es "einen Haufen Bilder für Borgfeld" und noch eine "Unmenge an Gemälden und Fotos, die wir noch sichten müssen". Manche seien noch nie veröffentlicht worden.
Rehder-Plümpe wies auch auf die rund 20 Mitarbeiter des Archivs hin, die das Herausgeberteam mit Informationen zum geplanten Lexikon versorgt hätten. Und er räumte ein, dass sich Fehler ins Buch geschlichen haben könnten. So ist bereits Wolfgang Marschall, ebenfalls Autor des Bürgervereins, auf Ungenauigkeiten zur Geschichte des Borgfelder Landhauses gestoßen. Man gehe davon aus, dass die ersten 2000 Bücher bald verkauft seien. Bei der nächsten überarbeiteten Auflage sollten die Fehler dann berücksichtigt und korrigiert werden.
Das Borgfeld-Lexikon ist für 19,90 Euro im Buchhandel erhältlich. Die Herausgeber stellen es morgen, 24. Juli, um 15.30 Uhr im Rahmen der "Bremer Buchpremieren" im Staatsarchiv, Am Staatsarchiv 1, öffentlich vor. Der Eintritt ist frei.











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