
Borgfeld. Zu Anfang sah man noch gar nichts auf der Bühne des Borgfelder Gemeindesaals, auf der der Kinderchor der evangelischen Kirchengemeinde Borgfeld und die Mitglieder des Teenie-Chors das Singspiel "Himmel und Erde" aufführten. Im Laufe einer Dreiviertelstunde wurde die Bühne jedoch von immer mehr Tieren und Pflanzen bevölkert, denn 20 Kinder im Alter von fünf bis 16 Jahren stellten unter der Leitung von Katharina Kissling die sieben Schöpfungstage nach.
"In diesem Jahr war wieder einmal ein geistliches Thema an der Reihe", erklärte Katharina Kissling die Entscheidung für das Schöpfungsmusical. In früheren Jahren, so Kissling, bestückte der Kinderchor immer mit ganz einfachen Mitteln aus den Beständen die Bühne. Diesmal hatte die Malgruppe des Borgfelder Kinderateliers unter der Leitung von Tanja Boltze das bunte Bühnenbild voller Tiere und Pflanzen gestaltet.
Schöpfung modern erzählt
Katharina Kissling und die Mitglieder des Kinder- und Teeniechores erzählten an diesem Tag die Geschichte der Schöpfung wie sie in der Bibel steht – aber auf eine moderne Art und Weise. Augenzwinkernd mit viel Humor und Wortwitz sangen und spielten die Borgfelder Kinder und Jugendlichen. "Könnt ihr nicht einfach Jochen zu mir sagen?" fragte so die Wolke Cirrocumulus, gespielt von Henriette Kissling, der der Wolkenname viel zu kompliziert war. Von oben herab schauten die Wolken auf die sich mit jedem Tag verändernde Erde und kommentierten die Ergebnisse. Aus der Perspektive von Cirrus, Cirrocumulus, Nimbostratus und Altostratus wurde die Geschichte der Erschaffung der Welt erzählt. "Was hat er denn als nächstes vor?", fragten sie etwas respektlos nach Gottes Plänen. Weil die Wolken, die vom Teeniechor dargestellt wurden, die Nacht mit den Sternen durchtanzt hatten, verschliefen und verpassten sie den fünften Schöpfungstag und waren sehr überrascht, am sechsten Tag Fische und Vögel vorzufinden.
Es wurde gereimt, gerapt und gesungen. Im Rahmen der kurzweiligen Aufführung sangen Borgfelder Kinderchor und die Mitglieder des Teeniechores ebenso moderne Melodien wie alte Kinderlieder mit neuen Texten. Begleitet wurden sie dabei am Klavier von Katharina Kissling.
Frisch, frech, witzig und aus einer ungewöhnlichen Perspektive war die Aufführung des Borgfelder Schöpfungsmusicals, bei der Chiara Stürmer die Regieassistenz führte und für die Rita Schöne die bunten Kostüme gestaltet hatte. Ein gemeinsam gesungenes Lied bildete schließlich den Abschluss des Singspiels im Borgfelder Gemeindesaal.











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