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Beschicker breiten bei Wind und Wetter ihre frischen Waren auf dem Platz an der Robert-Bunsen-Straße aus Markthändler kommen seit über 25 Jahren

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Horn-Lehe. Die Zahl der Marktstände in der Robert-Bunsen-Straße ist sehr übersichtlich, doch die meisten Händler sind diesem Standort schon seit vielen Jahren treu. So wie Martin Clausen mit seinem Biostand. Er hat vor gut 25 Jahren sogar die Veranstaltung für die Konzessionsvergabe miterlebt. "Rappelvoll war es damals im Horner Ortsamt, viele Interessenten wollten gerne auf den Markt", erzählt er. Sehr froh sei er gewesen, dass er zu den 15 Beschickern gehörte, die den Zuschlag bekamen.

"Natürlich war zuerst alles enger als heute, es hat sich aber schnell zurechtgeruckelt", berichtet der Biobauer aus Delmenhorst. In der Anfangszeit hatte er am Stand allein bedient, aber schon bald hatte eine Kundin ihre Hilfe angeboten, die bis heute geblieben ist. Sylvia Wietfeld hatte zu dieser Zeit drei kleine Kinder und war froh, dass sie an den Sonnabendvormittagen etwas Abwechslung hatte. Seit zwölf Jahren hilft auch ihre Tochter Lisa mit, und Sohn Fritjof ist gewissermaßen auf dem Stand von Martin Clausen mit aufgewachsen.

Im Jahr nach der Marktgründung kam Landwirt Johannes Warnken dazu. Und seit annähernd 50 Jahren verkauft er Weihnachtsbäume. Den Stand bekam er zum Verkauf seiner landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Zunächst war seine Frau im Einsatz. "Sie hat hier auch ihre selbst gezogenen Kräuter angeboten", erzählt Warnken. Seit ihrem Tod vor fünf Jahren hält er allein die Stellung und möchte gerne weitermachen, so lange es geht und er Lust dazu hat.

Auch schon seit 25 Jahren gibt es den Stand vom Geflügelhof Schwegmann auf dem Horner Markt. Marlies Seifert gehört dort schon fast zum Inventar. "Zur Inventur jedes Jahr kriegt sie ihren eigenen Stempel", juxt ihr Kollege, der Fleischermeister Günther Sievert. Und das, obwohl ihr Start unter keinem guten Stern stand: "Am ersten Arbeitstag bin ich gestürzt und habe mir den Oberschenkelhals gebrochen", erzählt sie von ihrem Unfall, dem eine lange Rekonvaleszenz folgte. 20 Jahre ist das her, seitdem ist aber alles gut gegangen, und die Hornerin hat viel Freude an der Arbeit.

Seit gut 15 Jahren ist der Biokäsestand von Jochen Richter mit etwa 80 Käsesorten auf dem Markt. Viele Sorten stammen aus regionaler Produktion. Immer donnerstags ist er hier, denn "einmal in der Woche Käse kaufen reicht ja", sagt Richter. Er kam über Martin Clausen hierher und freut sich, dass er damals die Konzession vom Großmarkt gleich erhalten hat.

Fischhändler lobt Marktflair

Im Vergleich dazu ist der Fischstand von Thorsten Bracht eher kurze Zeit dabei, seit etwa sechs Jahren. Aber Bracht war schon bekannt und hatte seine Stammkundschaft, denn er betrieb zuvor eine Filiale im ehemaligen Extra-Markt. Weil er sich damals an Umbaumaßnahmen finanziell beteiligen sollte und dazu nicht bereit war, verlegte er seinen Standort kurzerhand auf den Markt. "Das Marktflair ist viel besser als im Supermarkt, man redet hier eher mal auch über Privates. Gerade für ältere Menschen ist das sehr wichtig", sagt er. Und dass die vertrautere Atmosphäre die Marktbesucher auch schon mal dazu bewegt, zu scherzen oder einen Witz zu erzählen, freut ihn. Für Farbe auf dem Markt sorgt Wilfried Kloth, der ebenfalls seit etwa sechs Jahren mit seinem Blumenstand dabei ist. Zwischenzeitlich hatte er an den Horner Markttagen andere Märkte ausprobiert, ist aber froh, dass er dann doch wieder die Möglichkeit bekam, an diesem Standort seine Blumen und Pflanzen

anzubieten. Das Einzige, was seine Pflanzen nicht vertragen, ist bittere Kälte. So hatte er im vergangenen Februar etwa 14 Tage Zwangspause. Von Kälte lassen sich die anderen Händler nicht abhalten - und auch nicht von sommerlicher Hitze. "Richtig unangenehm ist nur Regen bei etwa fünf Grad und Wind. Dagegen kann man nicht viel machen", sagen Martin Clausen und Sylvia Wietfeld. Und weil solche Wetterlagen auch die Kunden abschrecken, sei es gut, dass es nicht sehr viele dieser Tage gebe.



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