Gemeinsam mit ihrem Fraktionskollegen Ralph Saxe und Beiratssprecherin Barbara Schneider (Grüne) machte sich Dogan ein Bild von den beengten Zuständen an der Schule. Bekanntlich wird die Situation ab dem kommenden Schuljahr noch verschärft, weil ein zusätzlicher Klassenraum gebraucht wird. Auch Saxe sagte Unterstützung zu. "In den vergangenen Jahren haben wir im Stadtteil immer wieder eine Lösung angemahnt, aber es ist nichts passiert", kritisierte der ehemalige Schwachhauser Beiratssprecher. Schon jetzt müssen Kinder teilweise auf den Fluren arbeiten, weil für Arbeitsgemeinschaften und Projekte kein freier Raum zur Verfügung steht.
Den Vorschlag der Bildungsbehörde, durch eine zusätzliche Wand im Erdgeschoss einen weiteren Klassenraum zu schaffen, lehnen die Lehrerinnen kategorisch ab. "Das wäre ein Riesenrückschritt für unsere Arbeit", sagte Hille Wigand, Mitglied der Schulleitung. Auch Elternsprecherin Anorte Bohnsack sprach sich dagegen aus: "Das geht gar nicht, weil dann für moderne Lernformen der Platz nicht mehr ausreichen würde."
Hille Wigand bezeichnet die momentane Situation als "enorm belastend" für das Kollegium und die Eltern. "Wir wissen nicht, ob es den Leseclub und die Mathematikwerkstatt bald noch gibt", sagt die Lehrerin. Beiratssprecherin Barbara Schneider verwies in diesem Zusammenhang auf die Planungskonferenz in Schwachhausen am 24. Mai. "Dann muss die Behörde Farbe bekennen, welche Baumaßnahmen im Stadtteil anstehen."
Auf ihrem Rundgang durch die Schule bekamen die Politiker nicht nur die beengten Raumverhältnisse zu Gesicht, sondern auch allerlei Bauschäden. So sind einige Wände feucht, unter anderem im Musikraum, wo wertvolle Holzinstrumente untergebracht werden müssen. Die Jungentoilette im Erdgeschoss wurde zwar vor einigen Jahren saniert, die Urinale wurden aber so hoch angebracht, dass sie von Erst- und Zweitklässlern gar nicht genutzt werden können.











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