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Waldorfschule Touler Straße erwirbt Gebäude mit Grundstück in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft Mit Glück ein neues Horthaus ergattert

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Edda Hunter (links) und Katharina Koblitz leiten den Hort der Waldorfschule Touler Straße. Derzeit sind sie noch mit dem
Edda Hunter (links) und Katharina Koblitz leiten den Hort der Waldorfschule Touler Straße. Derzeit sind sie noch mit dem Ausräumen des unlängst erworbenen Gebäudes beschäftigt.

Schwachhausen. Glück muss man haben: Gerade wollte der Vorstand der Waldorfschule Touler Straße ein neues, erweitertes Raumkonzept ausarbeiten, als der Einrichtung in der Nachbarschaft ein Haus mit Grundstück zum Kauf angeboten wurde. Lange mussten die Verantwortlichen nicht überlegen. "Im Spätherbst haben wir von dem Objekt erfahren und schon im Dezember haben wir das Grundstück gekauft", berichtet Geschäftsführer Roland Freytag.

Das Grundstück schließt sich direkt an das Gelände der Waldorfschule an, sodass eine Erschließung über das eigene Grundstück möglich ist. "Die Zufahrt über die Kurfürstenallee bleibt jedoch bestehen. In der Praxis nutzen werden wir sie aber wohl nicht", erzählt Sprecherin und Fundraiserin Jutta Schmidt.

Genutzt werden soll das Anwesen vor allem zur Erweiterung des schuleigenen Hortangebots. Dieses besteht seit den 1950er-Jahren als sogenannte Warteklasse. Es schließt die Betreuung der Kinder bis 13 Uhr ein.

Mit den neuen Möglichkeiten soll nicht nur die Betreuungszeit bis 15 Uhr ausgedehnt werden. Mit zwei Gruppen und rund 40 Kindern aus den Klassen eins bis vier werden auch mehr Schüler als bisher betreut. Dazu können sich die Hortkinder auf mehr Platz freuen. Der Flachbau auf dem Grundstück soll erhalten und für die Bedürfnisse eines Horts umgebaut werden. Insgesamt stehen in dem ehemaligen Wohnhaus rund 200 Quadratmeter Gesamtfläche zur Verfügung.

Die Pläne sehen vor, dass zwei Gruppenräume und ein Differenzierungsraum entstehen. Aus dem ehemaligen Wohnzimmer wird ein Gruppenraum mit Zugang zum Garten. Der zweite Gruppenraum wird auch drei Räumen gebildet, die entsprechend umgebaut werden. Ob die Küche erhalten bleibt, ist noch nicht entschieden. "Wir überlegen noch, ob die Hortkinder aus der Schulküche oder vor Ort mit Essen versorgt werden", sagt Freytag.

Zurzeit sind die Mitarbeiter der Waldorfschule damit beschäftigt, das Haus auszuräumen und die alten Möbel zu entfernen. Die Bauarbeiten werden in Kürze starten. "Die Baugenehmigung ist bereits erteilt worden", sagt der Geschäftsführer. Der Umzug könnte noch vor den Sommerferien erfolgen.

Eine finanzielle Unterstützung von der Stadtgemeinde bekommt die Schule für das Projekt nicht. "Nach der Entscheidung für die Ganztagsschule werden Hortplätze nicht mehr gefördert", sagt Jutta Schmidt. Finanziert wird der neue Hort teilweise durch Spenden der Eltern, die zum Gebäude-Erhaltungsetat der Waldorfschulen insgesamt rund 50 Prozent beitragen. Für den Umbau investiert die Waldorfschule rund 50000 Euro, für den Kauf des Hauses samt Grundstück wurden rund 400000 Euro fällig. Geld, das aus Sicht von Roland Freytag gut angelegt ist. "Die Lage ist ideal", schwärmt er.

Eine Frage des Raumangebots

Mit dem neuen Grundstück hat die Waldorfschule Touler Straße rund 10000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. "Das ist für unsere Einrichtungen nicht viel, aber für eine solche Stadtlage ist es auch nicht schlecht", sagt Freytag. Langfristig sei nun die Möglichkeit gegeben, sich durch die Zusammenlegung der Grundstücke auch räumlich noch mehr zu erweitern. Denn die Nachfrage nach Plätzen kann auch durch den neuen Hort nicht vollständig gedeckt werden. "Das ist eine Frage der finanziellen Möglichkeiten und des Raumangebots", erklärt der Geschäftsführer. Geleitet wird der Hort von Edda Hunter und Katharina Koblitz. Bevor die Mädchen und Jungen in die neuen Räume einziehen können, soll im Übrigen auch der Garten mit ein paar Spielgeräten kindgerechter gemacht werden.



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