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Zwei Schulen - ein Ensemble Moderne Musicalproduktion setzt Maßstäbe

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Die Showtanzgruppen heizen die gute Stimmung bei der Aufführung von „West Side Story in Rap“ an und sind ein
Die Showtanzgruppen heizen die gute Stimmung bei der Aufführung von „West Side Story in Rap“ an und sind ein

Die Klammer bildet für die Akteure der Inhalt. Das weltberühmte Original "West Side Story", das 1957 in Amerika uraufgeführt worden ist, orientiert sich der Handlung an Shakespeares Drama "Romeo und Julia". Darin wird die Anfeindung zwischen den beiden Adelsfamilien auf zwei Jugendbanden übertragen. Dieses Motiv findet sich ebenso in den Szenen im Huchtinger Jugendtreff wieder.

Und noch ein zweites Bindeglied bietet der Inhalt: die Liebesgeschichte von Tony und Maria. Sie spiegelt die Romanze von Shakespeares "Romeo und Julia" wider. Damit beschäftigen sich auch die Huchtinger Jugendlichen, die eine Szene des Dramas für ein Filmprojekt nachspielen sollen.

Bevor die Liebespaare auf verschiedenen Bühnen turtelten, wirbelte eine Schülergruppe zu Michael Jacksons Song "Beat it" durch die voll besetzte Aula. Schon hatte das Publikum Feuer gefangen - und applaudierte lautstark. Dann waren die Blicke auf die "West Side Story"-Bühne gerichtet: Ein Schüler dribbelte mit einem Ball. Plötzlich tauchten zwei weitere auf, sprachen den Jungen an, stürzten sich auf ihn und den Ball. Damit begann die heftige Auseinandersetzung zwischen zwei rivalisierenden Banden: den amerikanischen "Jets" und puertoricanischen "Sharks".

Dann strahlten Scheinwerfer die gegenüberliegende Bühne an. Der Vorgang gab eine Schülergruppe an der Theke und eine zweite frei, die Karten spielte. Plötzlich gerieten beide im "Huchtinger Jugendtreff" aneinander. Der Schlägerei setzte ein Filmemacher ein Ende. Er riss den Pulk auseinander und kündigte an: "Ich möchte einen Film über 'Romeo und Julia' drehen und brauche euch." Verblüffte Jugendliche verschwanden hinterm Vorhang.

Abwechslung begeistert

In den Bühnenwechseln und schauspielerischen Leistungen der Schülerinnen und Schüler liegt das Erfolgsgeheimnis des neuen Musicals nicht allein begründet. Den wunderschönen Songs von Leonard Bernstein stellte die Band rockige Songs und Rap-Stücke gegenüber. Außerdem streute das Ensemble tolle Showtanzeinlagen wie die Kampfszenen der beiden "Streetgangs" ein und Solisten traten auf.

Einer der Hauptdarsteller war Michael Dölle. Der Schüler der Wilhelm-Wagenfeld- Schule spielte Bandanführer Tony. In "Für mich gibt es nur Maria" gestand er seiner Angebeteten singend seine Liebe. "Es macht mir viel Spaß, mich beim Singen in das Gefühl hineinzuversetzen", erklärte Michael. Es sei "sehr anstrengend" gewesen, so viele Lieder zu lernen. "Aber ich singe und spiele leidenschaftlich gern Theater."

Der Funke ist aufs Publikum übergesprungen. Matthias Haase aus Fischerhude, dessen Tochter Maria verkörpert hat, gestand beeindruckt: "Die letzte Szene, die Kampfszene, war richtig gut. Mit der musikalischen Untermalung wurde Action vermittelt, einfach klasse."

Die Inszenierung, das Bühnenbild und besonders der Gesang haben Liane Auer aus Huchting gut gefallen. Und Margareta Brauer-Schröder aus der Neustadt gefiel vor allem das Thema: "Das ist sehr modern und aktuell. Die Schüler haben es sehr lebendig aufgearbeitet."

Architekt des Erfolgs ist Hans-Hermann Hille. Der Lehrer für Darstellendes Spiel am Alexander-von-Humboldt Gymnasium hat mit über 60 Darstellern gearbeitet. Sein Antrieb: "Gemeinsam mit Jugendlichen zu arbeiten und ihnen ein Erfolgserlebnis zu vermitteln, das ist entscheidend." Farhad Yazda Shenas gab den Romeo. Er hat durch seine Rolle viel gelernt: "Man muss aus sich herauskommen. Ich habe dadurch sehr viel Selbstvertrauen gewonnen."

"West Side Story in Rap" führen die beiden Huchtinger Schulen erneut am 15., 17. und 18. März jeweils um 19.30 Uhr in der Aula des Alexander-von-Humbdoldt-Gymnasiums, Delfter Straße 16, auf. Karten können unter Telefon 36116620 zum Preis von drei Euro vorbestellt werden. Ticket an der Abendkasse: fünf Euro.



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