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Tag der offenen Tür Neues Logo für die Wilhelm-Wagenfeld-Schule

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Bei der Enthüllung der neuen Stele: Rektor Hans-Jürgen Strauch (auf der Leiter) und sein Stellvertreter Christoph Hüsing
Bei der Enthüllung der neuen Stele: Rektor Hans-Jürgen Strauch (auf der Leiter) und sein Stellvertreter Christoph Hüsing

Den Besuchern des Tags der offenen Tür bot sich die Gelegenheit, den WWS-Schülern über die Schulter zu blicken. In knapp 40 Klassenräumen ließ sich der Unterricht verfolgen; auf dem Plan standen Themen wie "Digitales Schummeln vor dem Bluescreen und mit Photoshop", "Experimentelles Sticken" oder "Recherche für Kostüme und Sakkos, Frühjahr/Sommer 2011". Dabei brachten sich alle WWS-Abteilungen ein: die Berufsschule und die Werkschule, die Fachoberschule für Gestaltung und das Berufliche Gymnasium für Gestaltung und Multimedia.

Im Untergeschoss ging es um die "Einweisung in die 3D-Animation". Abiturientin und Schülertutorin Hanna Weidemann wies Zwölftklässler in eine Modellierungssoftware ein. "Das ist unglaublich umfangreich", sagte die 18-Jährige, "da einen menschlichen Körper zu animieren, wäre noch zu viel". Doch selbst der behandelte Stoff, das Verändern von Elementen einer abstrakten Figur, schien überaus komplex. Für einen Laien schwere Kost, für Weidemann prüfungsrelevant. Hat sie das Abitur erst einmal in der Tasche, will sie in London ein Praktikum absolvieren und im Modedesign arbeiten.

"Dass wir die 3D-Animation menschlicher Körper anbieten, ist in Deutschland einzigartig", erklärte Hüsing. Die Schule habe ihre analogen Angebote längst um digitale ergänzt. "Gestaltung bleibt aber das zentrale Element", meinte Hüsing weiter. Und der "Gedanke der Gestaltung, der Begriff von Kunst und Kreativität" werde an der WWS traditionell sehr weit gefasst, so Schulleiter Strauch. Dies lasse sich in der Zusammenschau der vielen Programmpunkte feststellen. In der Tat wurde den Besuchern eine bunte Palette geboten, etwa mit der Herstellung und dem Verkauf von Kosmetikartikeln, mit Buchillustrationen und Arbeiten in der Keramikwerkstatt, der Mitmachaktion "Kinetische Objekte generieren Zufallsbilder".

Wie die Produktion textiler Verpackungen für Weihnachten, wie die Umformung vom Herrenhemd zur Damenbluse funktioniert, war im Kursus von Gabriele Hagel zu erfahren. Die Ausbilderin von der "Waller Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft WaBeQ" leitet zehn Qualifikantinnen an, die nach zweijähriger Ausbildung den Facharbeiterbrief "Änderungsschneiderin" erwerben können. Die nächste Abschlussprüfung erfolgt noch in diesem Dezember, die Aussichten auf einen Job sind laut Ausbilderin Hagel sehr gut: Alle Teilnehmerinnen des vergangenen Kurses hätten Arbeit erhalten.

Nächstes Projekt "Teamentwicklung"

Arbeit gemacht hat die Erstellung des WWS-Corporate-Designs. Professor Eckhard Jung stellte den Entstehungsprozess vor und verwies in diesem Zuge auf eine Befragung, wonach das bisherige Logo einem "Kochtopf" geglichen habe. Nun verfüge die Wilhelm-Wagenfeld-Schule über ein Erscheinungsbild, sagte Jung während seiner bis ins kleinste Detail gehenden Präsentation. Die Umsetzung dieses Erscheinungsbildes war dann gleich auf der neuen Stele an der Delfter Straße zu sehen, dem Standort der WWS. "Ein zentrales, sehr professionelles Element nach außen", freute sich Hüsing über das neue Logo, über besagtes Erscheinungsbild.

Das nächste Projekt, dem sich die WWS widmen will, ist die "Teamentwicklung". Dabei gehe es um selbst organisierte Lernformen, erläuterte Strauch. Die Schüler erlernten methodische Kompetenzen, sodass sie sich eigenständig mit dem Unterrichtsstoff auseinandersetzen könnten; die Lehrkräfte rückten mehr in die Rolle von Unterstützern. Die entsprechende Abkürzung SOL stehe für "selbst organisiertes Lernen - und nicht für ,Schule ohne Lehrer?", sagte Strauch lachend.

Die WWS zählt rund 85 Lehrer und 1250 Schüler. Das Berufliche Gymnasium führt zum Abitur und bereitet auf Studiengänge und Berufsausbildungen in den Bereichen Gestaltung und Multimedia vor. Die Fachhochschule dauert zwei Jahre und schließt mit der Fachhochschulreife ab. Die Berufsschule bildet im dualen System aus und unterteilt sich in die drei Fachbereiche Medien und Drucktechnik, Körperpflege (Friseure) sowie Bekleidung/Schuhmacher/ Orthopädieschuhtechnik; die Werkschule mit den Schwerpunkten Mediengestaltung, Körperpflege und Bekleidung bietet Vollzeit-Unterricht.

Weitere Informationen im Internet unter www.wilhelm-wagenfeld-schule.de.



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