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Freiwillige Feuerwehr Bremen-Neustadt lädt zum Tag der offenen Tür Feuriges Programm

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Eine Attraktion war der Kran, der die Besucher in einer Gondel in luftige Höhe hinaufzog. Von dort oben hatten sie einen
Eine Attraktion war der Kran, der die Besucher in einer Gondel in luftige Höhe hinaufzog. Von dort oben hatten sie einen traumhaften Blick über die Stadt.

Neustadt. Wer bisher nicht wusste, wo die Wache der Freiwilligen Feuerwehr zu finden ist, brauchte nicht lange suchen. Schon von weitem konnte man hoch in der Luft eine Gondel an einem Kran und eine Drehleiter erkennen. Zu diesem Tag wollten die Brandbekämpfer mit etwas Besonderem aufwarten, schließlich feiert die Wehr in der Neustadt dieses Jahr einen runden Geburtstag. So waren die elf Fahrzeuge fein säuberlich in einer Reihe aufgestellt samt Informationsschild und einem Fachkundigen, der nähere Auskünfte geben oder auch schon mal jemanden auf den Fahrersitz heben konnte. So erfuhren die Besucher zum Beispiel, was das "Hooligantool" ist, eine Eisenstange, an deren Enden sich Dornen, eine Spitze und andere Werkzeuge befinden. "Der Name kommt nicht von ungefähr, damit lässt sich alles öffnen", erklärt der zuständige Feuerwehrmann.

Etwas Besonderes für viele Gäste war sicherlich die Aussicht von der Spitze der Drehleiter der Bremer Berufsfeuerwehr und der Gondel, die am Kran der Firma Holler hing. Viele wollten das Gelände nicht verlassen, ohne die atemberaubende Aussicht genutzt zu haben und so bildeten sich vor beiden Attraktionen lange Schlangen, aber die Wartezeit wurde gerne in Kauf genommen. Aus Hannover war das Brandschutzmobil angereist, das in Vorführungen aufzeigte, wie gefährlich es in den eigenen vier Wänden werden kann. Sicherlich werden diejenigen, die Zeuge der vorgeführten Fettexplosion wurden, in Zukunft achtsamer am eigenen Herd vorgehen. Schön warm wurde es den Zuschauern auch, als gezeigt wurde, was passiert, wenn eine Spraydose erhitzt wird. Die anschließende Explosion mit einer rund drei Meter hohen Stichflamme war beeindruckend und manch einem wurde klar, wie viel leicht entzündliche Materialien sich im eigenen Haushalt befinden.

„Außerirdische?“ hieß die Übung, bei der ein Chemieunfall simuliert wurde. Ausgestattet mit Gefahrgut-Anzüge
„Außerirdische?“ hieß die Übung, bei der ein Chemieunfall simuliert wurde. Ausgestattet mit Gefahrgut-Anzügen war der „schwarze Zug“ aber Herr der Lage.

Vom Kombi zum Cabrio

Auch die Freiwillige Feuerwehr selbst führte allerhand vor und zeigte verschiedene Übungen. Beim simulierten Brand einer Lkw-Werkstatt zeigten die Retter, wie sie bei einer Brandbekämpfung in Kombination mit einer Menschenrettung verfahren würden. Bei der Übung "Schlüssel vergessen" musste ein im Auto eingeschlossener Verletzter befreit werden. Etwa 30 Minuten brauchten die Helfer, um den Kombi zu einem Cabrio zu machen und die Türen zu entfernen, nicht zum Spaß, sondern um das Unfallopfer möglichst gefahrlos aus dem Wagen bergen zu können. Vor jedem "Einsatz" fuhren die Männer und Frauen in Rot mit Sirene und Martinshorn auf den Hof des technischen Hilfswerks, wo die Übungen vorgeführt wurden, sehr zur Freude der Kleinen. Neben dem Programm sorgte der hauseigene Versorgungszug nicht nur für Erbsensuppe aus der Gulaschkanone, sondern auch für Steaks und Fischbrötchen. In der Fahrzeughalle standen verschiedene Spielzeuge bereit und eine Hüpfburg für die Kleinsten.

30 Minuten brauchten die Feuerwehrmänner, um einen eingeschlossenen verletzten Autofahrer aus seinem Fahrzeug zu bergen.
30 Minuten brauchten die Feuerwehrmänner, um einen eingeschlossenen verletzten Autofahrer aus seinem Fahrzeug zu bergen. FOTOS: GERBRACHT

Bei der Übung "Außerirdische" wurde ein Chemieunfall simuliert, ausgestattet mit Gefahrgut-Anzügen und einem Dekontaminationszelt war der "schwarze Zug" ständig Herr der Lage. Der Name wurde der Freiwilligen Feuerwehr am Seesenthom bei ihrer Gründung verliehen, da sie ausschließlich aus Schornsteinfegern bestand. "Das mit dem schwarzen Zug halten wir noch hoch, schließlich sind das unsere Wurzeln. Immerhin fünf Schornsteinfeger sind noch in der Wehr aktiv", betonte Wehrführer Marcus Schleef. Mit solch einem Andrang zum Tag der offenen Tür habe man nicht gerechnet, schließlich liegt die Wache ein bisschen abgelegen und es sei schwierig, viele Menschen hierher zu ziehen, sagte Schleef. Doch nun sei man mehr als zufrieden mit dem Ablauf und der Möglichkeit, der Bevölkerung die Freiwillige Feuerwehr Neustadt näherzubringen.

Für das Jubiläumsjahr sind weitere Aktionen geplant. Am 14. Juli richtet die Freiwillige Feuerwehr Neustadt die Senatspokalwettkämpfe am Werdersee aus und am 8. September feiert sie dann intern den 50. Geburtstag.



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