Einig waren sich Kehlenbeck, Thiele und Reuter, dass die Oberschule mit recht guter Ausstattung mit Lehrkräften ins neue Schuljahr gehen wird. Die wenigen Fehlstunden in der Unterrichtsversorgung könnten durch Umschichtungen aus dem Ganztagsbetrieb ausgeglichen werden, sagte Thiele voraus: "Wir stecken etwas in den Miesen, aber das wird noch zu gestalten sein." Reuter sieht es als besondere Herausforderung, dass mit dem Wegfall der Förderschule verhaltensauffällige Schüler auf jeden Fall an der Oberschule bleiben und nicht in prekären Klassensituationen an die Förderschule weitergeleitet werden können.
Bedauert wird an der Oberschule, dass die Zusatzausbildung für Lehrer, die nicht sonderpädagogisch ausgebildet sind, im nächsten Jahr gestrichen ist. Kehlenbeck verteidigt die Entscheidung der Bildungssenatorin: "Wir haben noch keine personelle Not. Die Zusatzausbildung gehört zur vorausschauenden Planung, die noch nicht so schnell umgesetzt wird."
Im Grundschulbereich sieht Schulrat Kehlenbeck den Stadtteil "im grünen Bereich". Die Grundschule Rablinghausen sei im Prinzip voll versorgt, an der Rechtenflether Straße gingen Ist und Soll plus/minus Null auf, die Schulen Seehausen und Strom seien gar etwas überversorgt. "Von den Zusatzstunden für die Inklusion über das Regelangebot hinaus profitieren alle Schüler", sagt Kehlenbeck voraus.
Besorgt sind die Stadtteilpolitiker, weil es aller Voraussicht nach auch 2013 kein Ganztagsangebot im Grundschulbereich geben wird. Auf der Grundlage einer Elternbefragung in Kindergärten und in den jüngeren Jahrgängen der Grundschulen haben die Schulen Rechtenflether Straße und Rablinghausen beantragt, "offene Ganztagsschulen" zu werden. Doch dieses Angebot will die Bildungsbehörde zurzeit nicht ausweiten. "Alleinerziehende sind auf Ganztagsangebote angewiesen", empörte sich Anja Schiemann (SPD). Auf den Vorschlag, an einer Schule im Stadtteil vorläufig nichts zu verändern und die andere zur "geschlossenen Ganztagsschule" mit verpflichtendem Nachmittagsangebot zu machen, wollen sich die Grundschulen allerdings nicht einlassen. Das laufe auf "Schülertourismus durch den Stadtteil" hinaus, meinte eine Elternsprecherin.
Von der Sozialbehörde erwartet der Beirat klare Aussagen zum Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren. In die Ausbauplanungen seien alle Kindertageseinrichtungen und Elternvereine einzubeziehen, wurde mit einstimmigem Beschluss gefordert.











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