Mit insgesamt mehr als 500 Beteiligten und Gesamtkosten von rund 180000 Euro ist die vierte Stadtteil-Oper "Iolanta" der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und der Gesamtschule Bremen-Ost das größte Projekt, für das die Stadtteilgruppe eine Förderung befürwortete. Russland steht diesmal als Nation im Mittelpunkt. Den Abschluss des Projektes bilden zwei öffentliche Aufführungen am 20. und 21. September in Tenever (siehe Bericht auf Seite 5). Dafür soll es Fördergelder in Höhe von 9000 Euro geben.
Das Projekt "Stark in Tenever" des Kreisverbandes Bremen des Deutschen Roten Kreuzes soll mit 7500 Euro unterstützt werden. Jugendliche und junge Erwachsene, auch Mädchen und Frauen, können im Kraftsportraum in Tenever Fitness und Kraft trainieren. Über den Sport soll auch Integrationsarbeit geleistet werden. "Frauengesundheit in Tenever" soll knapp 8400 Euro bekommen, um seinen Alphabetisierungskurs für Frauen fortsetzen zu können. "Die Frauen machen gute Fortschritte und würden gerne weitermachen", sagte Jutta Flerlage. Auch interkulturelle Grundbildung ist Inhalt des Kurses.
Mit 2800 Euro soll ein Projekt des Mütterzentrums Tenever gefördert werden, bei dem Langzeitarbeitslose mit wenig Medienkompetenz und einem erschwerten Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnik Hilfe bei der Erstellung von Bewerbungsmappen und dem Verfassen von Lebensläufen und bei Biografiearbeit erhalten sollen. Sie sollen lernen, wie man eine Homepage bearbeitet und eine E-Mail-Adresse einrichtet, im Internet nach Jobs sucht und Bewerbungsunterlagen erstellt. Die Mitarbeiterinnen des E@stside Internetcafés sollen die Teilnehmerinnen praktisch begleiten. Auch sprachliche Hürden sollen durch Beratung und Hilfestellung abgebaut werden.
Die Migrationsberatung der St. Petri Kinder- und Jugendstiftung hat für das Projekt "Von Herz zu Herz" 1900 Euro, knapp die Hälfte der benötigten Gesamtsumme, beantragt. Das Projekt sei vor rund zwei Jahren entstanden, sagte Ibrahim Bagarkasi, der bei St. Petri Zuwanderer berät, in der Sitzung. "Wir haben festgestellt, dass viele Frauen doch Hemmungen haben, zu mir zu kommen", sagte Bagarkasi. Deshalb bieten zwei seiner Kolleginnen der St .Petri Kinder- und Jugendhilfe auch einen Gesprächskreis für Frauen mit arabischem Hintergrund und für Frauen aus Westafrika an. Die eine Kollegin stammt selbst aus dem arabischen Sprachraum, die westafrikanischen Frauen sollen vorerst von einer polnischen Honorarkraft mit sehr guten Englischkenntnissen betreut werden. Ein weiteres Projekt von St. Petri ist "Fluchtpunkte", das Flüchtlingen und Asylbewerbern Unterstützung und Beratung bieten soll. Es soll 2300 Euro bekommen.
Der Nachbarschaftsverein Bultenweg hat 600 Euro für eine Adventsfeier und Weihnachtsbasteleien von Nachbarn mit Schülern der Gesamtschule Bremen-Ost beantragt. "Es gibt ja die Idee, das Schweizer Eck mehr zu beleben, unter anderem mit einem Weihnachtsmarkt", sagte Manfred Breden vom Nachbarschaftsverein, "dort könnten die Sachen angeboten werden, die Nachbarn und Schüler zusammen basteln. Es können gerne auch Nachbarn aus anderen Stadtteilen mitmachen."











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