
Nosliw, der mit bürgerlichem Namen Eric-Alain Wilson heißt, freut sich auf den Auftritt mit seiner Band in Tenever. Es sei das erste Open-Air-Konzert in diesem Jahr für ihn. Der 37-jährige Reggae-Künstler hat sich dem jamaikanischen Musikstil verschrieben, für den insbesondere Bob Marley steht. Nosliw will Musik machen, die bewegt, er freut sich über ein mitgehendes Publikum, auf Feedback von den Zuhörern.
Die ausschließlich deutschen Texte zu seinen Liedern schreibt er selbst. "Ich habe mich viel mit deutscher Sprache auseinandergesetzt", sagt er, "es geht mir darum, eigene Inhalte zu vermitteln." Um Liebe, Partys, Musik, aber auch um Tod und Trauer geht es in seinen Liedern. Auch politisch will Nosliw deutlich Zeichen setzen, 2010 hat er den Song "Nazis Raus!" veröffentlicht. In Nachtsessions überarbeitet er seine Texte mit seiner Band in Berlin.
"Mit Talent und Begeisterung" hat sich Eric-Alain Wilson vom Hobbymusiker zum Profikünstler entwickelt. Als Sohn eines senegalesischen Vaters und einer österreichischen Mutter wächst er in Bonn auf, Hip- Hop ist die Musik seiner Jugend. Er macht eine Ausbildung zum Installateur, denkt während des Zivildienstes viel nach, wie er sagt, studiert Logopädie und macht immer weiter Musik. "Vier Wochen vor der letzten Prüfung habe ich einen Plattenvertrag unterschrieben", erzählt Nosliw. Drei Alben und mehrere Singles hat der 37-Jährige mittlerweile veröffentlicht, daraus wird er viele Songs bei dem eineinhalbstündigen Live-Konzert in Tenever spielen. "Da wird keine Pause gemacht", kündigt Nosliw an. Und weil er seit zwölf Jahren bei Open-Air-Konzerten immer Glück mit dem Wetter gehabt habe, mache er sich darum keine Sorgen.
Das Familienfest Tenever beginnt am kommenden Sonnabend, 16. Juni, um 14 Uhr auf dem Spielplatz am Pfälzer Weg. Dort wird unter dem Motto "Tenever – eine Reise wert!" einiges auf die Beine gestellt. Aber erst, nachdem die Feier offiziell eröffnet wurde von Jörn Hermening für die Projektgruppe Tenever, Ralf Schumann für die Gewoba und Nadine Scheffler für Quartier gGmbH, die das Fest unterstützen.
Danach können sich Kinder mit einem Reisepass aufmachen und die Attraktionen des Reiselands Tenever erkunden. Auf der Tour gibt es viele kleine Reiseerlebnisse, aber auch große Aufbauten wie eine Hüpfburg und ein Menschenkicker-Feld. Zum Mitmachen werden die Gäste beim Rap-Workshop oder beim Graffiti sprühen aufgefordert. Auch ein reisender Clown kommt vorbei. Internationale Spezialitäten sind in Tenever selbstverständlich, das gilt auch für die musikalischen Beiträge.
Gleich nach der Eröffnung ist für 14.10 Uhr der russische Chor "Ludmilla" angekündigt, um halb drei zeigt Julius einen Rap-act, danach folgt um 14.50 Uhr ein Stadtteilquiz, das CenterTV veranstaltet. Mit "Forte" schließt sich um 15.20 Uhr ein Musikprojekt der AWO an, um 15.40 Uhr tritt eine Tamilische Tanzgruppe auf. Und um 16 Uhr wird wieder nach dem Stadtteilwissen gefragt.
"Fool’s Agony" heißt die Rockband vom Jugendhaus Tenever, die ab 16.30 Uhr beim Teneverfest auftritt, danach gibt es ab 17.15 Uhr "Lauter Blech" von der Mobilen Blaskapelle.
Und dann ist es um 18.30 Uhr so weit. Nosliw, präsentiert vom WESER KURIER, heizt mit German Reggae auf der Bühne ein.











Noch nicht registriert? Jetzt kostenlos registrieren »