Durch die Verlängerung der Straßenbahnlinie 1 im März wurde die bisherige Wendeschleife am Schweizer Eck überflüssig. In mehreren Bürgerforen und Arbeitsgruppen haben sich interessierte Bürgerinnen und Bürger zusammengesetzt und Vorschläge erarbeitet, wie der neu gewonnene Platz gestaltet und mit Leben gefüllt werden kann. Die Überlegungen bezogen die Walliser Straße ein, an der Bremens größte allgemeinbildende Schule, eine Bezirkssportanlage, die Berufsschule für Kaufleute sowie eine Zweigstelle der Stadtbibliothek liegen, die "durch eine unglückliche Verkehrsberuhigung für größere Fahrzeuge wie Busse kaum passierbar ist."
In diesen Gruppen sei ein gutes Konzept entwickelt worden, "das den Anforderungen der Geschäftsleute, der Anlieger und des Verkehrs voll gerecht wird", schreibt Kaiser. Darüber hinaus hätten Studenten der Hochschulen für Technik in Bremen, Hannover und Braunschweig ihre Arbeiten zu dem Thema vorgestellt. "All unsere Arbeiten werden aber von der Bauverwaltung ignoriert", bemängelt die Arbeitsgruppe Walliser Straße. "Stattdessen wurde für den Platz an der Wendeschleife eine Ausschreibung unter drei Planungsbüros herausgegeben."
Die Beteiligten ärgert vor allem, dass die Vorstellung der Ergebnisse in der Gesamtschule Ost angekündigt, aber nicht öffentlich war. "Die engagierten Bürger standen draußen vor der Tür". Durch dieses Vorgehen gewinnt die AG den Eindruck, dass "das Motto der Bauverwaltung" nicht Bürgerbeteiligung heißt, sondern, "was ihr macht, interessiert uns nicht, wir machen ohnehin was wir wollen." Rolf Kaiser bringt die Wut der AG durch folgende Formulierung auf den Punkt: "Technokratie der Bürokraten und nicht Demokratie ist das Prinzip der Bauverwaltung."











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