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Landschaftsarchitektin und Bewohner sammeln Vorschläge: Grillwiese, Hundewiese, Bänke und Rodelhügel Ziel ist ein attraktiver Grünzug für Tenever

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Der Plan zeigt den langen Grünstreifen in Tenever, der möglichst attraktiv werden soll. Bislang steht lediglich die Fina
Der Plan zeigt den langen Grünstreifen in Tenever, der möglichst attraktiv werden soll. Bislang steht lediglich die Finanzierung für die Planung.

Tenever. "Hier könnte man…", oder "Da fände ich es ganz toll, wenn…", ist immer wieder zu hören beim Spaziergang mit Johanna Sievers. Gemeinsam geht es durch die Grünanlage, die eingebettet zwischen der Autobahn, der Otto-Brenner-Allee und den Hausrückseiten der Neuwieder Straße liegt. Die Landschaftsarchitektin und ihre Mitarbeiterin, Landschaftsarchitektin Inger Johannes, gucken sich das Areal ganz genau an, machen Fotos, entwickeln Ideen. Später entwerfen sie einen Plan für die Umgestaltung.

Anwohner Dirk Uebags setzt sich schon länger für eine Hundewiese im Quartier ein. Johanna Sievers hat im Vorfeld die Pläne studiert und einen ersten Vorschlag dazu. Doch vor Ort, die Fläche in Blickweite des Kinderbauernhofs, erscheint sie nicht geeignet: Zu nass, meint die Fachfrau. Aber schon ein paar Meter weiter fällt eine Fläche ins Auge, die wesentlich geeigneter ist. Im Kopf sind schnell ein paar Ideen entwickelt, wie das Gelände abgegrenzt werden kann und wie sich der Bereich danach in das gesamte Areal einfügt.

Inger Johannes, Landschaftsarchitektin, (von links), Quartiersmanager Jörn Hermening, Anwohnerin Hella Poppe, Dirk Uebag
Inger Johannes, Landschaftsarchitektin, (von links), Quartiersmanager Jörn Hermening, Anwohnerin Hella Poppe, Dirk Uebags, Landschaftsarchitektin Johanna Sievers und Lena-Kristin Teschner sammeln Ideen für die Gestaltung des Grünzugs Tenever. FOTOS: PETRA STUBBE

Ortsteil mitgestaltet

Johanna Sievers kennt sich aus im Quartier. Vor zehn Jahren hat die Landschaftsarchitektin begonnen, Freiräume in Tenever attraktiver zu gestalten. Beispielsweisewar sie im Jahr 2004 beim Abriss der Wohnblöcke beauftragt, sich um die vielen Freiflächen im Ortsteil zu kümmern. Sie weiß, wie sehr sich der Ortsteil seither entwickelt hat. Ihr Landschaftsarchitekturbüro plante beispielsweise auch den Spielplatz Pfälzer Weg und gestaltete den Grünzug Pfälzer Weg neu.

Eine Gruppe Jugendlicher hat sich in einer der Kojen auf der anderen Fleetseite getroffen. "Was würdet ihr euch wünschen?", fragt Quartiersmanager Jörn Hermening. Dass der Bereich nicht so einsehbar wäre, ist ein Wunsch der Jugendlichen. Doch Johanna Sievers hat andere Vorstellungen. Sie plant, mehr Licht in den Grünzug zu bringen und bessere Blicke auf das Fleet zu ermöglichen. Aber eine Überdachung ist ein durchaus nachvollziehbarer Vorschlag der Jugendlichen. Auf einer Bank nahe der Straßenbahnhaltestelle Neuwieder Straße sitzen zwei Radfahrerinnen und machen Pause. Mehr Sauberkeit würden sie sich wünschen und deuten auf die herumliegenden Plastikschnipsel. Johanna Sievers bückt sich, hebt ein weggeworfenes Stück nach dem anderen auf. "Guck mal, eine Minute, dann ist das schon sauber", sagt sie in die Runde und wirft den Müll in den Papiereimer, der neben den Bänken steht. Der Müll sei nicht immer nur von den Menschen gemacht, erklärt Johanna Sievers, auch die Krähen würden ihn aus den Papierkörben herausholen.

"Dies ist ja eine wunderschöne Lichtung", sagt Johanna Sievers. Dieser Abschnitt des Grünzuges neben der Otto-Brenner-Allee würde sich ihrer Ansicht nach hervorragend für eine Familien-Grill-Wiese eignen. Der Hügel gleich nebenan könnte zu einer Rodelbahn werden. Auch Seniorensportgeräte wären für diesen Abschnitt denkbar, da der Bereich sehr siedlungsbezogen sei und Senioren nicht mehr so weite Wege gingen.

Finanziert ist die Umgestaltung noch nicht. Lediglich die Kosten für die Planung sind gedeckt. Dafür bekam die Projektgruppe Tenever in der Stadtteilgruppensitzung im Februar rund 10800 Euro bewilligt. Entstehen soll ein fertiges Konzept, das hervorgeholt werden kann, sobald Mittel für die Umsetzung zur Verfügung stehen. Die Planungen sollen dann nach und nach umgesetzt werden, in mehreren Bauabschnitten. "Das ist ein realistischer Ansatz. Das haben wir in anderen Bereichen auch gemacht", sagt Quartiersmanager Jörn Hermening.

Eine Grillwiese, Bänke mit Blick ins Grün, Sitzgelegenheiten am Fleet, eine Hundewiese, ein Rodelhügel, ein Lichtdurchlässiges Fleetufer – die Landschaftsarchitektinnen haben am Ende des Rundgangs viele erste Ideen. Nun werden sie ein Konzept entwickeln.

Entsprechende Pläne sollen dann voraussichtlich in der öffentlichen Sitzung der Stadtteilgruppe Tenever am 14. August vorgestellt werden.



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