Zwölf Lehrerstunden fehlen ab dem kommenden Schuljahr, wenn auch die achten Klassen ganztägig unterrichtet werden sollen, sagt Schulelternsprecherin Gaby Sinter. Die vorhandenen Ganztagsstunden auf die Jahrgänge fünf bis acht zu verteilen sei keine Lösung. Die Stunden weiterhin auf die Jahrgänge fünf bis sieben zu konzentrieren aber auch nicht. Es sei zwar wichtig, dass jüngere Kinder verlässlich betreut würden, damit Eltern arbeiten gehen könnten – das gelte gerade in einem Stadtteil wie der Vahr aber auch für ältere Schüler.
"Es ist wichtig, dass die Schüler in der Schule arbeiten und lernen können", sagt Sinter. "Das fördert auch soziale Kompetenzen. Gerade hier ist wichtig, dass Bildung dadurch unterstützt wird, dass sie in einem geschützten Rahmen abläuft." Das hebe zumindest einen kleinen Teil der Probleme auf, die bei sehr vielen Kindern der Schule durch Defizite im Elternhaus vorhanden seien.
Hinzu komme, dass zwei jetzige siebte Klassen mit Schülern mit besonderem Förderbedarf in den Bereichen Wahrnehmung und Entwicklung ab Sommer keinen Ganztagsunterricht mehr hätten. Für sie entfalle die gemeinsame Mittagsfreizeit und das gemeinsame Lernen mit den Schülerinnen und Schülern der Gymnasialklassen, an die sie angegliedert sind. Die Gymnasialschüler seien die einzigen, die auch ab der achten Klasse aufgrund ihrer vielen Wochenstunden eine Struktur ähnlich dem Ganztagsunterricht hätten.
Die Oberschule Julius-Brecht-Allee habe dieselben Ressourcen für den Ganztag wie auch alle anderen Oberschulen, sagt Karla Götz. Das heißt, 50 Prozent der Schüler können an fünf Tagen der Woche ganztägig betreut werden. "Daraus machen die Schulen sehr unterschiedliche Rezepte", sagt Götz. In der kommenden Woche würden Vertreter der Bildungsbehörde sich mit den Eltern zusammensetzen und unter anderem überlegen, was für die Kinder mit besonderem Förderbedarf getan werden könne.











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