Zusammengestellt wurde die Inszenierung von der in Italien lebenden Heike Brunkhorst. Die Inszenierung "Europa lässt sterben" basiert auf Gerichtsakten, Dokumenten und Audiozeugnissen, in denen fünf unterschiedliche Fälle gescheiterter Lebensrettung im Mittelmeer von 2002 bis heute dargestellt werden: Die szenische Lesung der Dokumentartexte stellt die Lage der Fischer, die mitten im Mittelmeer ihren Lebensunterhalt verdienen wollen, in den Mittelpunkt. Während Frontex-Einheiten und Militärpatrouillen der Nato Flüchtlingsboote abdrängen, versuchen Fischer die ertrinkenden oder sterbenden Menschen zu retten. Andere verweigerten aus Angst vor einer Anklage die Hilfeleistungen - und wurden doch angeklagt.
In Zusammenhang mit der Lesung gibt es bereits am Dienstag, 13. März, um 19 Uhr in der Stadtbibliothek Bremen, Am Wall, einen Vortrag des Dokumentenautors und Politologen Roman Herzog. Unter dem Titel "Krieg im Mittelmeer" berichtet der Autor vom täglichen Krieg an den Grenzen Europas, über den alle Bescheid wissen und den niemand wahrnehmen will.











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