Dazu soll dort der Kreißsaalbereich erweitert und ein Operationssaal in einem Mobilbau eingerichtet werden. Das LDW kann dann etwa 60 Prozent der Kapazitäten bereitstellen, die vorher das Klinikum Mitte als zentrale Station für Bremen anbot. Sogenannte Level-2-Frühchen sollen erst einmal im LDW und dem Klinikum Bremen-Nord versorgt werden. Hier könne sogar eine vollständige Versorgung gewährleistet werden, erklärte Götz. Ersten Schätzungen zufolge werden die Umbauten in beiden Kliniken etwa eine Million Euro kosten.
Die Verlagerung war nötig geworden, weil auf der Frühgeborenen-Intensivstation im Klinikum-Mitte im Februar erneut ein multiresistenter Darmkeim auf drei Säuglingen nachgewiesen worden war - und die Station geschlossen werden musste. Im vergangenen Herbst war dort der identische Keim ausgebrochen. Drei Frühchen starben daran.
Nun ist mit dem LDW und dem Klinikum Nord erst einmal eine Übergangslösung gefunden, um die Versorgung Hochrisikoschwangerer sicherzustellen. Wie eine dauerhafte Lösung aussehen könnte, ist derzeit noch offen. Dies solle nun zügig entschieden werden, erklärte Götz. Nach bisherigen Planungen sollte die Station 2015 in den Teilersatzneubau im Klinikum-Mitte umziehen. In der Diskussion ist nun aber wohl auch eine endgültige Verlegung der Station - oder der dauerhafte Aufbau einer zweiten Frühchen-Intensivstation an einem zweiten Standort.
Rainer Bensch (CDU) plädiert für eine solche Lösung. "Die Zentralisierung war eine Fehlentscheidung", erklärte er, "neben dem Verdienstausfall durch die geschlossene Station sind nun noch zusätzliche Investitionen in Millionenhöhe nötig." Kirsten Kappert-Gonther, die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen, berichtete aus der Deputation, dass dazu nun schnell ein Expertengremium befragt werden soll. "Wichtig ist, dass diese Frage nach medizinischen Kriterien entschieden wird", sagte sie.




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