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181. Bremer Eiswette Guttenberg ermahnt die Bundesregierung

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Voller Vorfreude auf das 181. Stiftungsfest der Eiswette (v.l.): Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, Eiswe
Voller Vorfreude auf das 181. Stiftungsfest der Eiswette (v.l.): Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, Eiswe

Zu Guttenberg hatte vor seiner Rede auf Bremen und Deutschland reichlich Vorschusslorbeeren erhalten. 'Wir schätzen Sie für Ihre Prinzipientreue und Ihre klaren Ansagen', sagte Eiswettpräsident Peter Braun. Zu Guttenberg dankte umgehend für die Ehre, als 'geduldeter Bayer' das Bedürfnis der Bremer nach 'südländischer Folklore' stillen zu dürfen. Doch dann wurde der Mann, der binnen weniger Monate zum Star der bundesweiten Politik avanciert ist, schnell wieder ernst.

Er könne leider nicht bis zum Abschluss der Traditionsveranstaltung bleiben, entschuldigte er sich. Die Pflichten riefen ihn zurück nach Berlin. Es geht um Hilfsmaßnahmen für Haiti, um ein Konzept für Afghanistan, dazu gibt es einen Krisengipfel im Kanzleramt. Da darf Guttenberg nicht fehlen. Zumal, wenn in der Bundespolitik, wie er beklagte, manches Mal der Mut fehle, die richtigen Entscheidungen zu treffen. 'Politik muss so gestaltet werden, dass sie nicht Eitelkeiten bedient, nicht auf Wirkung in der Öffentlichkeit bedacht ist, sondern dass sie Ergebnisse erzielt.' Dazu gehöre es auch, Missstände zu beschreiben und unbequeme Wahrheiten anzusprechen. Die Krise sei längst noch nicht vorbei, gerade mit Blick auf die Kassenlage der öffentlichen Hand komme die schlimmste Zeit vermutlich erst noch.

Guttenberg, zuletzt durch die Kundus-Affäre und die Äußerungen von Bischöfin Margot Käßmann zum Afghanistan-Einsatz in Bedrängnis geraten, erweckte nicht den Eindruck, als 'Selbstverteidigungsminister' angereist zu sein. Er bekräftigte, dass es für Afghanistan, 'wo Krieg oder zumindest ein kriegsähnlicher Zustand herrscht', eine klare Perspektive für den Abzug der Bundeswehr geben müsse. Das könne natürlich nicht 'Hals über Kopf' geschehen, das spiele nur den Falschen in die Hände. Aber es müsse ein an machbaren Zielen ausgerichtetes Konzept geben, sagte Guttenberg vor der Afghanistan-Konferenz Ende des Monats. Dazu gehöre auch mehr Anerkennung für die am Hindukusch eingesetzten deutschen Soldaten. Sie bräuchten endlich Rechtssicherheit. Es sei für ihn unverständlich, dass jene, die entsprechend des Mandats von der Waffe Gebrauch machen müssten, anschließend zu befürchten hätten, vom deutschen Strafrecht überzogen zu werden.

Guttenberg äußerte die Hoffnung auf eine offene, streitbare Debatte, auch mit den Kirchen, die auf eine Lösung hinführe und sich nicht parteistrategischem Kalkül unterwerfe. 'Die Mischung aus Klugheit und Humor, die sich beim Eiswettfest in Bremen zeigt, wünschte ich mir auch manchmal für unseren Zirkus in Berlin.'

Die rund 750 Teilnehmer der Eiswette kamen bereits um 15 Uhr im Hansesaal des Congress Centrums auf der Bürgerweide zusammen und nahmen an den 48 festlich eingedeckten runden Tischen statt. Bis 22.30 Uhr hörten sie zahlreiche launige und ernste Reden, erfreuten sich an Räucherfisch, Hühnerkraftbrühe, Braunkohl und Roter Grütze aus der Küche des Maritim-Hotels, tranken dazu Bordeaux, Rheingauerwein sowie den einen oder anderen Eiswettkorn. In der 'Raupipau', dem einstündigen Treffen in der Lobby zur 'Halbzeit', floss zudem Beck?s Bier in die durstigen Kehlen, es durfte geraucht werden, die Männer scherzten miteinander oder bahnten mehr oder weniger diskret Geschäfte oder politische Kontakte an.



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Leserkommentare
peteris am 18.04.2014 15:58
Dutt will den Sack zumachen!

Wenn das nur gut geht Herr Dutt, die TSG Hoffenheim wird sicher etwas dagegen haben.

Die ...
uschaurischuum am 18.04.2014 13:41
@admiral_brommy

Also ist Komasaufen einer gelegentlichen Tüte vorzuziehen, oder wie muss ich mir das vorstellen?

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