Inserieren

WESER-KURIER Online-Blog zu Germany's next Topmodel (Teil 2) Luisa ist "die Eine"

Germany
Luisa freut sich unbändig über ihren Sieg.

Freitag, 8. Juni:Es konnte nur eine werden. Und – wer hätte es gedacht - es ist nur eine geworden: Luisa aus Leer in Niedersachsen ist Germany’s next Topmodel. Man kann nur hoffen, dass ihr nicht derselbe Eklat blüht wie ihrer Vorgängerin Jana. Dass sie nicht verheizt wird – mit Werbe-Kampagnen, die eher Mainstream als Haute Couture sind. Dass sie nicht deplatziert wird, mit Modenschauen, die eher Standard-Mode als Designer-Werke präsentieren. Aber zurück zum Anfang: Dem Beginn vom großen Finale der siebten Staffel von Germany’s next Topmodel.

Gewohnt pompös, in der – Betonung – ausverkauften Halle in Köln, beginnt die Show mit Feuerwerk, lauter Musik und erstem Walk. Die modeinteressierte Zuschauerin erfährt hier gleich zu Beginn, was Ballonrock wirklich bedeutet. Die Kandidatinnen laufen in Kleidern auf, deren Spitzen-Corsagen am Oberkörper eng anliegen, und deren aufgeplusterte Röcke, die Beine wirken lassen, wie die Pieker, die man an Imbissständen bekommt.

Auch Heidi Klum bekommt ihren Auftritt. Warum sie die Bühne von Feuerwehr-Männern begleitet betritt? Wegen der Pyrotechnik? Weit gefehlt. Denn das kann „nur einem“ Umstand geschuldet sein: Die Jugendfeuerwehr Niedersachsen wollte auch einen Auftritt in Glanz und Glitter bekommen. Schließlich feiert sie in diesem Jahr 50-jähriges Bestehen und viel wichtiger: Zwei der vier Finalistinnen kommen aus deren Heimat-Bundesland. Eine runde Sache also, wie die Röcke der Teilnehmerinnen.

Hier passt eben alles zusammen. Das Finale von Germany’s next Topmodel ist wie in jedem Jahr ein durchinszeniertes Spektakel, oder besser gesagt: Die Folge der Staffel, in der der Zuschauer merkt, dass Germany’s next Topmodel nicht aus Zufällen besteht, sondern einem Plan folgt.

Auf den ersten Walk, folgt der Reigen der Rückblicke und „schönsten Momente“. Und davon gibt es eben nicht „nur einen“, sondern so viele, dass einem vor Highlights ganz duselig wird. Oder ist das die Kamera-Führung? Schnelle Schnitte, Kamera-Fahrten entlang der Horizontalen, Vertikalen oder Diagonalen.

Da fragt man sich schon manchmal: Wo sind die Mädchen? Manchmal auch hinter der Bühne. Dass Pro7Sieben sie dort zeigt, ist eine schöne Neuerung. So sieht man zum Beispiel, wie jemand Dominique hinter der Bühne auf den Schleier tritt - Kreisch! – drei Sekunden später steht sie auf der Bühne.

Dann die erste Entscheidung: Kasia ist raus. Wenig überraschend. Trotzdem wird der Zuschauer von Heidi noch einmal freundlich darauf hingewiesen: Es kann (eben) „nur eine“ werden.

Beim ersten Shooting der Show hängen die Mädchen in den Seilen. Nicht körperlich, sondern buchstäblich – und dann auch noch gekonnt. Haben die das etwa vorher geübt? Sicherlich. Wer Höhenangst hat, wie Luisa, kann einfach nicht zehn Meter in der Höhe hängend einen Salto nach dem anderen schlagen, wenn er das nicht vorher trainiert hat. Aber das hatten wir ja schon: In der Show geht es eben um Professionalität, und die muss geübt werden.

Das hätte jemand aber Jorge auch mal sagen können. Sein Auftritt mit Choreografie und eigenem Song – passend „Don’t touch my shoes“ – wirkt, als hätte der Catwalk-Trainer fünf Minuten vor seinem Auftritt angefangen zu proben. Vielleicht haben ihn die vielen Chica-Walks auch einfach nur durcheinander gebracht. Beeindruckend ist dafür sein Outfit. Jorge zeigt, was Einteiler bedeutet. So etwas zu tragen, das traut sich eben auch „nur einer.“

Einer der Höhepunkte folgt kurz darauf: Der Auftritt der Top 18. Ah die. Ach so. Ja. Die. Und wie hieß die gleich nochmal? Keine Ahnung. Das Modelbusiness ist eben flüchtig, wird aber langwierig, wenn eine dreiköpfige Jury nach den Auftritten vor sich hinsinniert. Im Topmodel-Drehbuch muss das dann wohl so gestanden haben: Thomas Rath: „Die Mädchen sind toll.“ Thomas Hayo (nickt). Heidi Klum: „Ja wirklich toll.“

Dann kommt, um es mit Thomas Raths Worten zu sagen: „Walk. Posing. Choreographie. Walk. Posing.“ Welches Wort passt nicht in diese Aufzählung? Wer die Antwort nicht weiß, kriegt sie wenige Minute später demonstriert. Tanzen nach Choreographie, das können die verbliebenen zwei Kandidatinnen wirklich nicht. Laufen dafür ja. Beim nächsten Showact ist es genau andersherum. Justin Bieber. Der „most influential.. ähh… sorry… einflussreichste Mann der Welt", der Heidi „ganz schön ins Schwitzen bringt“. Bitte was?

Zum Glück kommt danach gleich das letzte Fotoshooting, das laut Heidi „intim“, aber vor allem eins ist. „Wow. Woooooow. Wow.“ Während Sarah-Anessa noch Tipps bekommen muss, sitzt bei Luisa jedes Foto. Ist doch klar, wer gewinnen sollte!

Einige schönste Momente später steht die Gewinnerin fest. Luisa. Aber da waren wir ja schon am Anfang. Und somit sind – um es mit Heidi Klums Worten zu sagen –  alle Shooting geshootet und alle Walks gewalkt. (Yvonne Nadler)

 

Donnerstag, 31. Mai:Das war sie also - die letzte Sendung vor dem großen Finale. Topmodel Mama Heidi hat dafür noch mal tief in der Highlight-Schublade gekramt und Supermodel Miranda Kerr als Laufstegtrainerin hervorgezaubert. Verständlich das Model-Azubi Kasia mit Sprachlosigkeit und Autogrammwunsch auf den Besuch des Supermodels Miranda Kerr reagiert. Diese Frau hat einfach eine tolle Ausstrahlung. Auch dem Rest der Sendung fehlte es nicht an emotionalen Höhepunkten. Das obligatorische Cosmopolitan Covershooting, das Wiedersehen mit Familien und Freunden und der entscheidende Livewalk, bei dem die Teilnehmerinnen drei Kleider vorstellen mussten. Aber der Reihe nach.

Sarah-Anessa konnte bereits in der vergangenen Woche das erste Finalticket ergattern. Dementsprechend locker und souverän meisterte sie alle Aufgaben und präsentierte sich als Überprofi. Teilnehmerin Sara motze beim Fitting über einen unförmigen Wollknäuel, der sich als Oberteil rausstellte – Sarah-Anessa war bereit das Outfit zu tauschen.

Beim Shooting im Schaufenster tauchen plötzlich ihre Eltern auf – Sarah Anessa bewahrt die Fassung. Das war nervig und wirkte gestellt. Luisa hingegen hat keine gute Woche erwischt. Beim wichtigen Cosmopolitan-Shooting machte ihre Unsicherheit ihr wieder einen Strich durch die Rechnung. Als später jedoch nicht nur ihre Eltern, sondern auch Geschwister und ihr Freund sie mit einem Besuch überraschen – kommt die Ostfriesin richtig aus sich heraus.

Der danach anstehende Livewalk wurde allerdings wieder zur Nervenprobe für Jury und Zuschauer. Die „Laufstegqueen“ stolpert über die Schleppe ihres „Avantgarde-Kleid“ direkt ins Finale. Das war aber irgendwie auch klar.Klar war auch, dass meine Lieblingskandidatin Sara nicht ins Finale kommt. Mit ihrer Zickerei über ihr „Avantgarde-Outfit“ und ihrer einzigartigen großen Schnauze, sorgte sie noch für einige Lacher in der Show, ahnte dann aber bei der Entscheidung schon selbst, dass das Ende für sie erreicht war. Brav bedankte sie sich bei der Jury, bevor diese überhaupt ihr Urteil abgab und warf sich damit charmant selbst aus der Show.

So blieben noch zwei Kandidatinnen übrig: Kasia und Dominique. Die große Überraschung war jedoch, dass zunächst Kasia alleine vor die Jury treten musste. Der Familienbesuch brachte die 17-jährige vorher ziemlich aus der Fassung. Ihre Eltern konnte nicht nach Los Angeles fliegen, stattdessen kam eine langjährige Familienfreundin zu Besuch. Die Enttäuschung darüber war der Schülerin anzusehen.

Richtig gemein wurde es dann bei der Entscheidung. Heidi und ihre beiden Gehilfen lobten, kritisierten und merkten an, dass Mädchen ohne Job noch nie ins Finale gekommen seien. Tränen flossen, Umarmungen folgten und schließlich löste die fiese Heidi den Scherz auf: Kasia ist doch im Finale!Doch Moment mal – und was ist mit Dominique? Die saß währenddessen fassungslos und weinend zusammen mit Mami im Backstage. So richtig glauben, dass ihr Rauswurf damit besiegelt war, konnte der Zuschauer allerdings nicht. Und so wurde dann relativ schnell klar: Auch die quirlige 21-Jährige ist im Finale dabei. Erstmalig stehen in diesem Jahr also vier Mädchen im Finale. Und so freue ich mich auf nächste Woche, wenn es heißt: Sarah-Anessa, Luisa, Kasia oder Dominique - wer wird Germany's Next Topmodel 2012? (Sarah Haferkamp)

 

Freitag, 25. Mai:Und da waren es nur noch fünf: Die Folge hat kaum angefangen, da verlässt schon wieder ein Mädchen freiwillig die Show. Diesmal ist es Evelyn, die aufgrund familiärer Probleme aufgeben muss. Heidi Klum lobt, ganz die liebe Modelmama, die tollen Leistungen ihres Schützlings und betont, dass Evelyn gute Chancen gehabt hätte, ins Finale zu kommen. Da sie jetzt ja eh nicht mehr gewinnen kann, muss sie schließlich auch nicht mehr kritisiert werden. Aber wer ist denn jetzt die wirkliche Germanys Next Topmodel Favoritin?

Auf der Internetseite der Sendung, wo man als begeisterter Zuschauer schon seit einigen Wochen abstimmen kann, liegt mittlerweile Luisa mit 39 Prozent auf Platz eins. Aber war da nicht irgendwas mit einem Modelvertrag?

Glaubt man verschiedenen Internetseiten, wie „Starflash“ oder „Jolie“, kann Luisa gar nicht mehr gewinnen, da sie bereits bei „Elite Models“ unter Vertrag steht. Auf ihrer Facebookseite wird das Gerücht zwar heftig dementiert, aber man kann ja nie wissen. Wenn alles stimmen würde, was man so liest, dann stünde mit Sarah-Anessa allerdings auch schon die Gewinnerin dieser Staffel fest. Und da mir das den ganzen Spaß verderben würde, beschließe ich erst mal gar nichts zu glauben, sondern sowohl Sarah-Anessa als auch Luisa diese Folge genauestens unter die Lupe zu nehmen.

Ironischerweise bekommen beim „Gilette Venus“ Casting dann prompt Luisa und Sarah-Anessa den begehrten Job für die Rasierer Kampagne. Luisa darf dabei zwar die Hauptrolle spielen, aber wenn sie wirklich durch den Vertrag aus dem Rennen ist, würde einiges für Sarah-Anessa als Gewinnerin sprechen. Immerhin gewann in den letzten drei Jahren auch immer das Model, das „Gilette Venus“ von sich überzeugen konnte.

Auch beim Fotoshooting, das diesmal unter Wasser und mit einem Male-Model stattfindet, schlägt sich Sarah-Anessa ziemlich gut. „Das ist mein Job. Ich will ein schönes Foto, also mache ich das jetzt“, sagt sie professionell und knutscht auch gleich mit ihrem Shootingpartner. Auch wenn das vielleicht nicht nur etwas mit Engagement, sondern auch mit dem hübschen Male-Model zu tun hat - das Foto kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Normalerweise bin ich kein großer Sarah-Anessa-Fan, aber ich muss zugeben, dass es bei ihr so aussieht, als würde sie gemütlich am Strand liegen. Dabei ist es sicher gar nicht so leicht, unter Wasser gut auszusehen. Dass sie sich mit einem „I was Sara“ bei ihrem Kollegen vorgestellt hat, ist dann auch nicht mehr so schlimm. Englisch kann man ja noch üben, nicht wahr?

Denkt man mal an die letzten Topmodel-Staffeln zurück, fällt außerdem auf, dass immer ein Mädchen gewonnen hat, das sich am Anfang noch nicht so stark hervorgetan hatte. Was von den verbliebenen fünf Kandidatinnen tatsächlich am ehesten auf Sarah-Anessa zutreffen würde.

Luisa war zwar auch sehr zurückhaltend und hat eine große Entwicklung durchgemacht, ist der Jury beim Shooting aber mal wieder nicht locker genug. Ihr Foto gefällt mir trotzdem von allen am besten. Entweder die Jury und ich haben was das angeht einen sehr unterschiedlichen Geschmack oder Luisa hat tatsächlich schon einen Vertrag und muss deshalb jetzt von der Jury heruntergestuft werden. Schließlich müsste den Fans ein Grund gegeben werden, warum sie in dem Fall nicht gewinnen könnte.

Beim Coaching versucht Thomas Hayo diese Woche, den Mädchen das richtige Posing vor einer weißen Wand beizubringen. „Das ist für mich schon Vogue“, lobt Thomas Rath, allerdings diesmal keine der beiden Favoritinnen, sondern Sara. Auch Kasia und Dominique schlagen sich ziemlich gut, Luisa und Sarah-Anessa sind zu ungelenkig. Aber Coachings sind ja schließlich dazu da, um sich zu verbessern.

Nach einem letzten Catwalk Training mit Jorge stehen dann auch schon wieder der Livewalk und damit die Entscheidung an. Hier gefällt mir Sarah-Anessa zum ersten Mal wirklich. Sie läuft gut und sieht dabei auch ziemlich sexy aus. „Ich liebe deine Blicke!“, schwärmt Thomas Rath und auch Heidi findet: „Es war der Hammer!“ Da kann ich der Jury ausnahmsweise mal zustimmen, dafür bin ich dann bei Luisa anderer Meinung. Was von der Jury als Luisas bester Walk gelobt wird, finde ich nur mittelmäßig.

Auch wenn die Jury diese Woche von allen „ihren“ Mädchen begeistert war- spannend bleiben muss es natürlich trotzdem. Dominique und Sara müssen deshalb gemeinsam vor die Jury treten. Rausfliegen tut am Ende keine. Und Sarah-Anessa kommt tatsächlich als Erste ins Finale. Die 17-Jährige war schließlich auch schon Miss Vize Hannover, Niedersachsen und Norddeutschland. Ob es diesmal tatsächlich für den ersten Platz reicht oder entgegen aller Gerüchte doch Luisa gewinnt, werden wir in zwei Wochen erfahren. Meine Favoritin wäre Kasia. (Jana Früh)

 

Freitag, 18. Mai:Diese Woche begann schon mit der magischen Zahl- es ging um die Top 7. Somit konnte die Show nur märchenhaft werden.Nicht nur, dass die Kandidatinnen ein gar zauberhaftes Shooting als Meerjungfrauen mit übergroßen Flossen in romantischer Lage zwischen Fischabfällen hatten – nein- sie durften zum Entscheidungs-Walk auch in traumhaften Prinzessinnen-Roben mehr oder weniger feenhaft über den Catwalk schweben.

Dazu gab es noch eine Challenge auf einem Marine-Stützpunkt, bei dem eine Modenschau komplett selbst erstellt werden musste. Dort trat die gar nicht märchenhafte Sächsin Sara als selbstlose Helferin in bester Cinderella-Art an um dann im hässlichsten Outfit knapp am Preis vorbeizuschrammen. Dabei war auch dieser unfassbar märchenhaft: Die Siegerin Dominique durfte sich des Kaisers neuen Kleider bei Zalando bestellen.

Wahrlich zu schön, um wahr zu sein.

Natürlich gab es nicht nur eitel Sonnenschein. Schwere Prüfungen warteten auf die tapferen Mädchen, böse Eltern, die ihrem tugendsamen Kind den Umgang mit dem losen Weib verbieten, der schwierige Konflikt ob die Haarfarbe Einfluss auf die Stimmung haben darf oder der Kampf gegen heran fliegende Hubschrauber, die einen glatt weggeweht hätten. Doch mit dem Frauen- Versteher Thomas und Heidi, die wahlweise als gute Fee und böse Stiefmutter auftritt, wird auf dem Weg zum Finale jede Hürde genommen.

Wer immer noch nicht an ein Märchen glauben wollte, war dann bei Dianas Auftritt vollends überzeugt. Nicht nur, dass sie pünktlich zum Fitness-Test der Zeitschrift „Shape“ krank war und über ihre nächtelangen Beschwerden klagte, nein, sie verließ die Sendung dann auch noch mit einer Oscar-würdigen Heulattacke ohne Tränen.

Da sich aber eine freiwillig geopfert hat, musste keine andere mehr das Heidi-Paradies verlassen. So endet auch dieses Märchen mit einem Happy End. (Désirée Stelzner)

 

Freitag, 11. Mai:Ein Bodypainting-Shooting, eine ziemlich bunte Challenge und ein Zahnpasta-Casting - irgendwie scheint diese Sendung unter dem Motto „Farben“ zu stehen.

Gelbe Zähne kommen bei einer Zahnpastawerbung schließlich nicht in Frage. Deshalb gleich zu Anfang der Sendung erst mal fleißig die Zähnchen geputzt. Wer es schafft, möglichst elegant einen Apfel mit dem Mund aus dem Wasser zu schnappen, eine gute schauspielerische Leistung zu bringen und sich dann auch noch einen kurzen Satz zu merken, der bekommt den Job. In diesem Fall Dominique, die zusammen mit Red-Moderatorin Annemarie Warnkross vor der Kamera stehen darf. Der Kunde ist begeistert und mir fällt auf, das „Red“ ja auch eine Farbe ist - irgendwie lustig.

Das Shooting der Woche wird dann ziemlich freizügig, aber das kennt man ja schon von der Sendung. Drama verkauft sich eben immer gut und wenn sich die Mädchen ausziehen mussten, gab es in vorherigen Staffeln immer eine ganze Menge davon. Dieses Jahr tun die Mädchen uns den Gefallen allerdings nicht. Das Shooting geht ziemlich undramatisch über die Bühne. Und das obwohl die Kandidatinnen als Löwen, Tiger, Zebras oder Flamingos angemalt mit Alligatoren und Tigern posieren müssen. Doch wie es Kasia so treffend sagt: In die Hosen scheißen können sie sich heute nicht. Sie haben schließlich keine an. Und wer zu große Angst vor den Wildtieren hat, bekommt einfach eine Eule. Bei so viel Harmonie können die Fotos ja nur gut werden, und „Sex sells“ eben fast genauso gut wie Drama.

Damit es noch ein bisschen bunter wird, müssen die Mädchen sich dann noch von Robotern mit Farbe bespritzen lassen. Da sich Kasia am eckigsten bewegen kann und mit den Maschinen so richtig auf einer Wellenlänge zu sein scheint, gewinnt sie die Challenge und darf zusammen mit ihrer besten Freundin Sara in Los Angeles feiern gehen.

Von farbspritzenden Robotern zum Farbebekennen: Wie jede Staffel müssen die Mädels auch dieses Jahr sagen, wen sie am ehesten rausschmeißen würden. Und prompt kommt es zum Streit. Sara bezeichnet Diana als egoistische Lügnerin. Diana ist fassungslos, dass es so grausame Menschen gibt, die sich so schlimme Dinge ausdenken. Und der Zuschauer fragt sich wieder einmal, wer von beiden die Wahrheit sagt.

Und weil sich auch Models gelegentlich der Regenbogenpresse stellen müssen - hach, noch ein Farbbezug! - warten nach dem Livewalk dann noch Vertreter der Presse auf die Mädchen. Bei Sara kommt natürlich sofort die Oben-ohne-Bar auf den Tisch. Und von wem kommt die Frage? Natürlich von der BILD. Sara lässt sich allerdings nicht verunsichern und verspricht dem Reporter schlagfertig Freikarten für ihn und seine Frau. Respekt!

Dominique schlägt sich da weniger gut. Sie möchte einfach keine der Fragen beantworten. Dabei wollte der Reporter doch nur, dass sie eins der anderen Mädchen in die Pfanne haut. Als Model muss man schließlich auch mal unangenehme Fragen beantworten. Auch von der Jury gibt’s Kritik. Also Mädels, merkt euch: Ab jetzt ist Schluss mit dem Privatleben. Denn, wie es die Dame von der Gala so nett formuliert: Sie brauchen eben gute Geschichten.

Die anderen Mädchen schlagen sich eigentlich alle ganz gut, sogar Luisa überwindet ihre Schüchternheit. Lisa ist ein bisschen zu perfekt und kalkuliert aber ansonsten gehen alle souverän mit der Presse um. Und Dominique zeigt sich einsichtig und will sich bessern. Na wunderbar. Die Jury ist zufrieden.

Auch sonst gibt es diese Woche relativ viel Lob. Nur Lisa hatte eine schlechte Woche und fliegt raus. Sara und Diana müssen am Ende zusammen nach vorne. Es muss ja spannend bleiben und weil es so schön war, wird auch noch mal über den „Streit des Jahres“ gesprochen. Diana ist immer noch fassungslos und Sara gibt zu, dass sie zu weit gegangen ist, und dass sie Diana doch eigentlich ganz doll lieb hat. „Wenn ich dich nicht mögen würde, würde ich sagen du bist eine Piep, Piep, Piep, leck mich am Piep“ erklärt sie die Situation. Aha!? Na, dann ist doch alles in Butter - auch wenn das jetzt leider keine Farbanspielung ist. (Jana Früh)

 

Freitag, 4. Mai:Und schwupps, aus Top 10 werden Top 8. Mit Laura und Inga haben es in der elften Folge gleich zwei Mädchen nicht in die nächste Runde geschafft. Nun ja, bei einem vorverlegten Entscheidungswalk mit der Catwalk-Queen Naomi Campbell konnte die Fußballspielerin Laura auf ihren Sky Heels nicht überzeugen, ihr fehlte die "attitude". Sie sei auch nicht "strong" genug gewesen, urteilt die Jury. Inga wiederum war beim Livewalk am Ende der Sendung nur mittelmäßig und hatte zu wenig Ausdruck im Fashionfilm gezeigt.

© ProSieben/Oliver S. Die zehn besten Kandidatinnen bei Germany's next Topmodel

Eingefleischte Topmodel-Fans werden sagen, das klingt logisch, alles klar. Doch wer nicht fließend Klum‘sches Casting-Kauderwelsch spricht, mag sich vielleicht fragen, was sind Sky Heels, was ist mit „stong“ gemeint, was ist ein Fashionfilm und was genau ist der Unterschied zwischen Entscheidungswalk und Livewalk? Letzteres betreffend: Es gibt keinen. Beide Begriffe beschreiben die Präsentation auf dem Laufsteg, die über das Weiterkommen der Kandidatinnen in die nächste Runde entscheiden kann. Dabei ist "Livewalk" nicht ganz korrekt, denn aus Sicht des Zuschauers wird dieser Laufsteglauf nicht live übertragen, da die Sendungen mit wochenlanger Verzögerung ausgestrahlt werden. Zugegeben, jetzt wird’s pingelig.

Aber schauen wir mal weiter: High Heels sind den meisten Modeinteressierten bekannt – doch was sind Sky Heels? Das sind extrem hohe Absatzschuhe mit über 20 Zentimeter hohen Hacken und ebenfalls hoher Umknick-Gefahr. Mit diesen Ungetümen an den Füßen sollen Models wohl "strong" aussehen – also ausdruckstark, was auch immer das wieder heißen soll. Und die richtige "attitude" sollen sie dabei haben. Hier haben wir Glück, denn die Attitüde kennt man auch im Deutschen. Juhu!

Alles schön und gut, aber was ist ein Fashionfilm?! Heidi Klum erklärt, es sei ein künstlerischer Werbespot. Ach soooo! Jetzt wissen wir Bescheid. Oder doch nicht? Jedenfalls bewirft Heidi Klum, verkleidet als Catwoman, in diesem Fashionfilm die Mädchen mit Molotowcocktails. Wofür wird denn hier geworben? Keine Ahnung. Aber es geht schließlich um Kunst – und dazu findet bekanntlich nicht jeder einen Zugang.

Kreativität mussten die Mädchen bei der aktuellen Challenge (bitte im Englisch-Wörterbuch nachschlagen, wenn nötig) beweisen. Die Aufgabe bestand darin, sich im angesagten Modetrend „Mix and Match“ zu kleiden. Das heißt, sie sollten gegensätzliche Kleidungsstücke miteinander kombinieren. Jurymitglied Thomas Rath trugt eine solche „Mix and Match“-Kreation aus Smoking-Jacket, grauer Jogging-Hose und Turnschuhen zu Präsentationszwecken. Super trendig! Gut, das Mode Geschmackssache ist. Die große Herausforderung bestand darin, dass die fertigen Outfits der Mädchen, die sie von Passanten zusammengesammelt haben, Fashionrelevanz und "direction" haben sollten. Also, jetzt ist Schluss, jetzt wird es mir zu bunt.

… heißt es eigentlich Top Ten und Top Eight oder Top Zehn und Top Acht? Egal, es kann eh nur eine geben, denn nur eine kann German'y next Topmodel werden... und so weiter und so fort. (Barbara Rühle)

 

Freitag, 27. April:Endlich zieht Spannung ein - es geht um die Plätze in den Top 10 der aktuellen Staffel. Natürlich müssen die Mädchen auch dieses Mal wieder zeigen, was sie für großartige Models abgeben. Ob sie mal eben von Los Angeles nach Paris jetten um dort bei unfassbaren zwei Castings zu erfahren, dass der Modelalltag extrem stressig ist, oder ob sie sich in den USA eine „kreative“ Präsentation ihrer Persönlichkeit vor den strengen Augen Heidis einfallen lassen müssen.

Das Modelleben ist schließlich kein Zuckerschlecken.

Wie um das zu untermauern gab es – wieder mal – ein Shooting. Genauso realitätsnah wie immer, in denselben alltäglichen Outfits wie immer. Es gab tonnenweise Stoffbahnen aus Fallschirmen, die „wunderschön“ um die dürren Mädels gewickelt wurden und, je nach Farbe des Stoffes, ein Motiv darstellten wie zum Beispiel Krankenschwester aus dem Zweiten Weltkrieg. Heidi wäre nicht Heidi, wenn sie darin nicht eine besondere Herausforderung aus ihrem langen Modelleben verpacken würde.

Die Fallschirme wurden mit Windmaschinen aufgeplustert und zur Krönung gab`s noch ein paar Kilo Dreck ins Gesicht geweht. Hammer-Bilder -  wie immer.

Hatte ich schon erwähnt, dass das Modelleben hart ist?

Bei all diesen extremen Prüfungen ist es ja selbstverständlich, dass die Nerven der Mädels blank liegen. Da wird knallhart analysiert – jede, die mehr als 40 Kilo auf die Waage bringt, ist selbstverständlich fett. Und wer dann einen Job ergattert oder wenigstens zum Casting unfallfrei vor dem Kunden laufen kann, wird mit Häme überschüttet. Luisa kann ein Lied davon singen.

Aber wir haben ja gelernt - das Modelleben ist hart und ungerecht.

Eine Entscheidung gab es dieses Mal tatsächlich – scheinbar hat selbst Heidi Klum in all den harten Jahren im Model-Business gelernt, dass man Entscheidungen treffen muss. Nach der mehr oder weniger glamourösen Präsentation EINES Kleides – Heidi muss anscheinend auch schon sparen – hieß die Entscheidung Rock-Chick Shawny vs Bewegungs-Legastheniker Laura. Und weil Shawny noch andere Talente habe, mit denen sie es weit bringen könne, darf Laura in die Top 10 einziehen.

Hach ja, manchmal kann das Model-Biz doch nett sein. (Désirée Stelzner)

Freitag, 20. April:„Drama, Baby, Drama!“- Nichts beschreibt die Show so treffend, wie diese drei Worte des ehemaligen Jury-Mitglieds Bruce Darnell. Drama lockt schließlich die Zuschauer an und diese Woche verspricht wieder eine ganze Menge davon. Immerhin sollte diesmal laut Vorschau Sara’s großes Geheimnis, die sprichwörtliche „Leiche im Keller“ enthüllt werden.

Erst mal wird allerdings das Drama aus der letzten Folge nochmal aufgefrischt. Luisa und Sara führen ein ziemlich gestellt wirkenden Gespräch, Sara glaubt plötzlich doch nicht mehr, dass Luisa irgendetwas herum erzählt hat und alle sind wieder glücklich. Das Thema Luisa scheint der Sender damit erst mal genug ausgereizt zu haben. Zumindest tritt die sonst so hochgelobte Blondine aus Ostfriesland heute etwas in den Hintergrund. Kein Wunder, wenn ProSieben jetzt eine viel spannendere Story ausgegraben hat…

Und damit es auch schön spannend wird, gibt es vorher noch eine Modenschau, bei der die ein oder andere Kandidatin nicht ganz so graziös die eingebaute Treppe herunter stolpert. Das wird dann natürlich schön in Zeitlupe und mit dramatischer Musik gleich noch ein paar Mal wiederholt. Okay, wir haben es alle gesehen: Luisa ist gestolpert, können wir jetzt weiter machen? Kasia und Laura, die sich hinter den Kulissen über ihre - zugegeben wirklich nicht sehr vorteilhafte - Garderobe lustig machen, sind doch viel unterhaltsamer. Und ich muss Kasia wirklich Recht geben: ihren „bestickten, kartoffelsackähnlichen Anzug“, wie sie so schön sagt, würde ich auch nicht unbedingt anziehen wollen. Ein Glück, dass ich das auch gar nicht muss. Stattdessen erfahre ich aus den verschiedenen Anmerkungen der GNTM-Redaktion, dass Lisa eine Schwäche für Star Wars hat, Laura keine Tussis mag und Inga mal Bauchtanz gemacht hat. Na, das wollte ich doch schon immer mal wissen… Und was ist denn jetzt eigentlich mit dem Geheimnis?

Doch, das ist immer noch nicht dran. Stattdessen müssen meine Lieblingskandidatinnen beim wöchentlichen Shooting aus einem brennenden Haus springen und dabei gleichzeitig schön aussehen und Todesangst widerspiegeln. Na, da bin ich ja mal gespannt! Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass man besonders gut aussieht, wenn man Angst hat, aber deshalb mache ich in der Sendung ja auch nicht mit. Obwohl ich gegen das ganze Reisen, die Geschenke und coolen Fotos wirklich nichts einzuwenden hätte. So wirklich zufrieden ist Heidi mit den Mädchen heute allerdings auch nicht. Besonders Kasia und Melek bekommen diese Woche immer wieder Kritik von der Jury. Da werden wir uns diese Woche wohl von einer der beiden verabschieden müssen…

Beim Casting für den neuen Opel Werbespot ist Melek zu steif und Kasia zu übereifrig. Ich als unwissender Zuschauer finde Kasia allerdings super. Okay, ihre Performance ist eher lustig als authentisch, aber als sie ihren Filmpartner Franz mit „Hilf mir doch mal, du nutzloses Ding“ abkanzelt, muss ich wirklich lachen.

Franz sieht übrigens aus wie 16, was neben deutlich erwachseneren Kandidatinnen wie Melek oder Sara ziemlich komisch aussieht. Deshalb bekommt auch Lisa den Job, die in letzter Zeit insgesamt ziemlich viel Lob bekommt. Wenn man nach den vorherigen Staffeln geht, hat sie sogar gute Chancen zu gewinnen. Schließlich holte in jeder Staffel immer ein Mädchen den Titel, das erst noch nicht so viel gezeigt und in den Vordergrund gerückt wurde und am Ende dann scheinbar das Feld von hinten aufgerollt hat. Kandidatinnen wie Kasia, Luisa oder Sara, die von Anfang an oft gezeigt und gelobt werden, kommen zwar weit, gewinnen allerdings nie.

So und nachdem ich zu dieser weisen Erkenntnis gekommen bin: Erzählt ihr mir jetzt endlich das Geheimnis? Nein, erst mal wird noch Lisa bei ihrem Videodreh gezeigt, dann kommt noch mal Werbung und dann erst die große Enthüllung. Die fällt dann allerdings etwas enttäuschend aus: Sara hat mal in einem Sex-Club an der Stange getanzt. Aha. Und dafür jetzt die ganze Aufregung? Wirklich überrascht bin ich nicht. Immerhin ging es schon mal um freizügige Fotos von der 21-Jährigen und gleich am Anfang präsentierte Sara stolz ihre Gogo-Stange im Wohnzimmer. Wie man das schon aus den vorherigen Staffeln kennt, redet die Jury Sara ins Gewissen, es werden eine Menge Tränen vergossen und am Ende finden alle, dass jeder Mal Fehler macht und eine zweite Chance verdient. Das sehe ich zwar genauso, muss mich dann aber doch fragen, warum vorab so eine große Sache aus der Story gemacht wird. Tja, Drama verkauft sich eben gut.

Zum Abschluss sollen die Mädchen dann noch sexy à la Victoria‘s Secret über den Laufsteg tänzeln. Drama gibt es auch hier wieder ohne Ende: Kasia lässt sich durch schlechte Kritik entmutigen, will kurz aufgeben und nimmt am Ende doch das Foto, und Diana und Evelyn dürfen Dank besonders guter Leistung nach Paris fliegen. Und weil Luisa auf die Laufstege gehört, zumindest laut Juror Thomas Rath, darf sie auch nach Paris. Melek fliegt raus, was komischerweise sogar ohne größeres Drama über die Bühne geht. Und ich freue mich, ganz der brave Zuschauer, über eine unterhaltsame Sendung, wünsche mir auch so eine gute Figur wie die Mädels und esse nebenbei Schokolade. Ich muss ja schließlich nicht mitmachen. (Jana Früh)

 

Freitag, 13. April:Model müsste man sein. Die verbleibenden zwölf Modelkandidatinnen reisen in der achten Folge der sechsten Staffel von Germanys Next Topmodel nach Mexiko. Sonne, Strand, Balkontür auf, das Meer vor der Tür. Zwei Pools auf der Terrasse. Doch der entspannte erste Morgen findet ein jähes Ende, denn Thomas Hayo erwartet die Mädchen am Strand.

Das nächste Fotoshooting steht an. In einer Cenote, einem süßwassergefüllten Kalksteinloch mitten im Dschungel, dürfen die jungen Frauen ihre kämpferische Seite präsentieren. Thema des Shoots ist „Female Warrior“. Thomas Hayo als Creative Director ist voll in seinem Element beim Konzipieren des Shoots. Das klare Wasser, die üppige Vegetation und die Höhle sind eine atemberaubende Umgebung für diese Inszenierung. Als Fotograf wurde Germán Nájera aus Mexiko City engagiert, der schon zahlreiche Stars für die Zeitschriften Vogue und Cosmopolitan abgelichtet hat. Der allerdings spricht nur Spanisch und Englisch – eine Herausforderung für einige der Mädchen. Beim Schwingen an der Liane, Posen mit Requisiten wie Speer oder Pfeil und Bogen, in Kriegerpose im Wasser und am Ufer, balancierend auf einem Floß zeigen die angehenden Models nun ihre kriegerischen Fähigkeiten.

Lisa gelingen auf Anhieb wunderschöne Aufnahmen, Shawny, die sehr zuversichtlich an die Sache rangeht, bekommt eine zweite Chance, nachdem sie beim ersten Versuch nur böse guckt, aber sehr statisch post. Kasia weiß leider nicht, wie man Pfeil und Bogen hält und bekommt von Thomas Hayo das Einmaleins des Bogenschießens beigebracht. Luisa hat einen schlechten Tag. Der 17-Jährigen sind die vielen Eindrücke und Anforderungen über den Kopf gewachsen. Sie wird von ihrer Freundin Sara getröstet und von Thomas Hayo emotional wieder aufgebaut. Sara kommuniziert mit dem Fotografen in Denglisch und wird für ihr Bemühen ausdrücklich von Thomas Hayo gelobt: „Du sprichst wenigstens mit uns.“ Diana ist das Wasser zu kalt, das Floß zu hart – was bei der Jury gar nicht gut ankommt. Melek hingegen findet alles super und macht alles super.

Schwenk in die mexikanische Wüste: Hier also steckt Heidi Klum. Wir haben sie schon vermisst. Sie demonstriert anschaulich, was das Modelleben bedeutet: mit zu kleinen Schuhen auf einem versifften Sofa sitzen, ohne Mittagspause ein Riesenpensum an Fotos produzieren. Arme Heidi!

Dominiques Schmerzen im Fuß, die sie sich beim Irish Dance Training zugezogen hat, haben nicht nachgelassen. Sie muss ins Krankenhaus. Zum Glück hat sie sich keine ernsthafte Verletzung zugezogen. Mit Medikamenten und der Verordnung von Ruhe und Kühlung wird sie nach Hause entlassen.

Das ausgelassene Bad im Pool am nächsten Morgen beendet wieder mal Thomas Hayo mit einer neuen Herausforderung: ein Casting in 15 Minuten! Zwölf Mädchen fönen sich hektisch die Haare, ziehen sich an und schminken sich in kürzester Zeit für die Vorstellung beim Kunden. Dominique humpelt mit Krücken zum Casting und ist entschlossen, sich keine Schmerzen anmerken zu lassen. Eine achtseitige Fotostrecke in der Cosmopolitan ist Objekt der Begierde. Dominique scheidet wegen ihrer Verletzung auf Anraten des Cosmopolitan-Fotografen aus und ist am Boden zerstört.

Beim Casting sollen die Kandidatinnen paarweise vor der Jury tanzen, allerdings nicht miteinander, sondern als Konkurrentinnen. Körperspannung, die Fähigkeit, aus sich heraus zu gehen und Bewegung jenseits des üblichen Modelposings möchten die Creative-Direktorin und der Fotograf der Cosmopolitan dabei beurteilen. Luisa, Shawny, Sarah-Anessa, Kasia und Inga kommen in die engere Auswahl und müssen noch einmal vor der Jury tanzen. Luisa und Shawny werden für das Editorial ausgewählt. Nun kommen Neid und Missgunst ins Spiel. Die Mädchen gönnen Luisa ihren Triumpf nicht. Ein privater Konflikt zwischen Sara und Luisa katapultiert sie endgültig ins Abseits. Luisa wird von Sara beschuldigt, Geheimnisse ausgeplaudert zu haben und wird von ihrer Freundin vor allen Mädchen böse beschimpft. Seelentröster Thomas Hayo nimmt sich Luisa zur Brust und versucht zu vermitteln, zu beraten und zu besänftigen.

Esel Rafaela bringt in Begleitung von Thomas Rath in Packtaschen Stoffe, Blumen und andere Materialien zur Modelvilla, aus denen die Mädchen sich innerhalb einer Stunde Outfits basteln sollen. In einer gemeinsamen Choreografie soll die Modekollektion präsentiert werden. Auf einem Steg am Strand gewinnt Sara mit ihrem Outfit und ihrer gelungenen Präsentation einen Ausflug in ein mexikanisches Naturparadies und darf Melek und Kasia als Begleiterinnen mitnehmen.

Die mexikanische Woche endet mit dem Entscheidungstag. Erin Wasson, Thomas Hayos erklärtes Lieblingsmodel, soll den Mädchen beim Entscheidungswalk helfen, stark und natürlich auszusehen. Der Life-Walk findet unter freiem Himmel statt. Vom Strand kommend, laufen die Mädchen barfuß auf einem Wiesen-Catwalk vor der Jury, die an diesem Tag aus den beiden Thomassen und dem Model Erin Wasson besteht.

Diana ist Wackelkandidatin. Ihre zur Schau getragene Unzufriedenheit hat ihr schwerwiegende Minuspunkte eingebracht. Dominique beißt beim Life-Walk die Zähne zusammen und bekommt großes Lob für ihre Hartnäckigkeit und Entschlossenheit. Denglisch-Expertin Sara versteht leider nicht, was „fierce“ heißt, und dass Erin sie scharf findet, ist aber auch weiter. Diana kämpft im Zweikampf mit Anabelle unter Tränen darum, weiterzukommen. Und gewinnt. Anabelle ist raus. Mehr wolltet Ihr eigentlich gar nicht wissen, stimmt's?(Dorothea Salzmann-Schimkus)

 

 

Freitag, 6. April:Hässliche Haarperücken, Stagediving, Hula-Hoop-Heidi, ja sogar die billige PR-Nummer von Bill Kaulitz mit seinem neuen Look konnten diesmal einpacken. Diesmal hat die schüchterne Ostfriesin Luisa die Show gerockt – und zwar so richtig! Sie durfte mit Thomas Hayo und zwei weiteren Mädchen nach New York reisen.

Dort hat sie ihre Mitstreiterinnen Inga und Evelyn ziemlich blass aussehen lassen, denn die 17-Jährige Fachoberschülerin aus Leer hat jeden Job abgeräumt, unter anderem ist sie sehr erfolgreich auf der New Yorker Fashion Week gelaufen – quasi ein Ritterschlag für jedes neue Model. Alle Designer waren von der großen Blonden aus Norddeutschland begeistert.

Daran ist deutlich zu sehen: Entweder man hat es, oder man hat es nicht. Da helfen auch keine großen Umstylings, sorry Bill – aber graue Haare?! Wie verzweifelt muss ein 22-Jähriger sein? Aber zurück zu Luisa. Die eher ruhige und introvertierte Norddeutsche hat ein so ausdruckstarkes Gesicht, dass man es immerzu ansehen will – ja auch als Frau.

Zudem ist sie im besten Modelalter, wie die Profis gerne sagen. Genau das ist aber ein Problem, denn abgesehen von ihrer zurückhaltenden Art, die sie übrigens sehr sympathisch macht, ist sie noch sehr unerfahren. Nun gut, bleibt nur zu hoffen übrig, dass sie von den richtigen Leuten unterstützt wird. Also, weiter so Luisa!

Und wenn die Ostfriesin wirklich so weiter macht, muss sie sich warm anziehen, denn bereits jetzt bläst ihr eine steife Brise in das hübsche Gesicht, und zwar aus Richtung der vielen Konkurrentinnen. Tja, so ist es eben – das Modelleben. Mit dem Erfolg kommen die Neider. (Barbara Debinska)

 



Bisher 0 Kommentare Eigenen Kommentar schreiben »

Finden Sie Artikel aus Bremen
Dieser Ort existiert nicht, bitte korrigieren Sie Ihre Eingabe.
GröpelingenÖstliche VorstadtBremen NordFindorffHäfenMitteOberneulandHemelingenOsterholzHuchtingHorn-LeheWalleVahrSchwachhausenObervielandDiepholzNeustadt
Umfrage
Die Bereitschaftspolizei will aus Protest nur noch Dienst nach Vorschrift machen. Verständlich?
Dossier zur Rockergewalt in Bremen
Eine Schlägerei zwischen Rockergruppen hatte am Freitag  einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst.

Nachdem eine Schlägerei zwischen Rockergruppen am 12. April 2013 einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst hat, ist die Diskussion um den Umgang mit den umstrittenen Klubs erneut aufgeflammt. In diesem Dossier sammeln wir die Berichte zur Debatte um Rockergewalt in Bremen. 

Sonderthemen

Wetter - Montag, 20. Mai

Temperatur: 18 °C / 10 °C
Vormittag: /wetterkontor/images/wr/50/bedeckt.png Nachmittag: /wetterkontor/images/wr/50/Regen.png
  Niederschlagswahrscheinlichkeit: 60 %
Das Wetter wird präsentiert von
Innenstadtplanung in Bremen
Aktuelle Ratgeber-Themen aus Bremen

Verbrauchertipps rund um Freizeit, Karriere und Leben in Bremen stellen wir hier regelmäßig zusammen.

Gebühren: Fragen zum neuen Rundfunkbeitrag

Freizeit: Warnung vor Ticket-Versicherungen

Internet: Datenschutz im Netz

Sparen: Rechner und Vergleiche

WESER-KURIER Kundenservice
Sport in Bremen
Leserkommentare
admiral41 am 19.05.2013 16:58
Diese Meldungen über Wohnungsnot in den Städten kommt in regelmäßigen Abständen. So verkündete mal der Wohnungsbauminister der Regierung Kohl, dass ...
querdenkerschraegschreiber am 19.05.2013 15:21
Danke für die Information. Allerdings gibt es weder eine "Anschlußstelle Farge" (die gabs früher mal, als die Verlängerung als B 74 nach Farge noch ...
Veranstaltungen
Anzeige

 
Nach Leichenfund in Lesumbrok
Identität der Leiche ist geklärt
Wüstestätten-Fest im Schnoor
Viel Leben in schmalen Gassen
30-Jährige in Lebensgefahr
Selbstmordversuch in Polizeigewahrsam
Mieterbund fordert Milliarden
Wohnungsnot in Großstädten
Horner Beirat stimmt Änderungen fürs ...
Diskussion um Supermarkt im ...
 
AfD-Partei in Bremen
Eurokritiker gründen Landesverband
Bremer Bürgerpark-Tombola
Deutlich weniger Interesse an Losen
Ehemaliger Bremer Fleischwarenfabrikant ...
Karl Könecke gestorben
Debatte über Beamtensold
Linnert kritisiert Demonstranten
Kriminalität
Tod am Alexanderplatz: Alle Angeklagten ...