
Die Generalprobe für den Samba-Karneval lief, wie Generalproben laufen sollen – schlecht. Die Musiker verpassten ihre Einsätze oder überhörten die lauten Pfiffe der Trillerpfeifen der Gruppenleiter Christopher van Lingen und Thomas Schacht, die einen Rhythmuswechsel ankündigen. Dennoch war die Stimmung gut. Fehler wurden einfach weggelacht.
„Es wäre schon schön, wenn es am Freitag besser klappt“, sagt Ulrike Wilken schmunzelnd, eine der fast 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Am 5. Januar treten „Red Hot Knipp“ nämlich bereits am Abend vor dem Samba-Karneval ab 21.40 Uhr im Moments auf. Am Sonnabend geht es dann mit 150 weiteren Samba- Gruppen vom Marktplatz durch die Innenstadt bis ins Viertel.
Die Gruppe ist auf den ersten Blick alles andere als homogen. Hier steht der eine mit dem Hemd streng in die Hose gesteckt neben dem anderen, der das Haar lang und das karierte Tuch um den Hals trägt. Doch der optische Eindruck trügt. Die Trommler sind sich nah, sind auch privat oft zusammen unterwegs.
Für den Samba-Karneval am Sonnabend werden sie sich dann auch optisch ähnlich sein. Dem diesjährigen Unterwasser-Thema begegnen sie mit leuchtenden Organzastoffen. „Wir machen dieses Jahr die Welle“ sagt Marco Schäfer-Munsch und zeigt die blau-türkisen Kostüme.
Bereits 1999 haben sich die meisten der Musiker bei einem Workshop kennengelernt. Danach wollte ein Teil der Gruppe unbedingt weiter machen. „Diese brasilianische Musik geht einfach ins Blut“, sagt Ulrike Wilken. „Da kann man gar nicht mehr aufhören zu spielen.“ So trommeln sie bis heute.




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