Seit 2009 kooperiert das Unternehmen in Fragen der Wohnsicherheit eng mit der Polizei. Das gemeinsame Projekt "Sicherheit im Quartier" wird auch von der Bürgerschaft positiv bewertet. Sie hat kürzlich in einem Dringlichkeitsantrag den Senat aufgefordert, weitere Wohnungsbaugesellschaften für dieses Modell zu gewinnen.
Vertreter von Polizei und Gewoba haben eine Arbeitsgruppe gebildet, die ein ausgewähltes Quartier untersuchte und bewertete – Resultat war ein Maßnahmenkatalog zur Erhöhung der Wohnsicherheit für Mieter. "Diese Checkliste wird jetzt kontinuierlich abgearbeitet", sagt Gewoba-Sprecherin Karin Liedtke. "Wenn Modernisierungen anstehen, fließt das mit ein."
So würden zum Beispiel bei Fassadenarbeiten die Kellerfenster zusätzlich gesichert oder beim Fensteraustausch abschließbare Fenstergriffe in Erdgeschosswohnungen angebracht. Auch wenn Mieter mehr Fensterschutz im Erdgeschosss möchten, werde meist nachgebessert, so Liedtke. "Das wird aber nicht oft beantragt."
Ein guter Schutz gegen Einbrecher sind auch aufmerksame Nachbarn und Hauswarte. Darauf setze auch die Gewoba und fördere stabile Hausgemeinschaften, betont Liedtke. Wichtig seien außerdem gut ausgeleuchtete Hauseingänge und Treppenhäuser sowie überschaubare Zuwegungen.
Schon kleinere Sicherheitsvorkehrungen können Einbrüche verhindern helfen. Die Bremer Polizei weiß um das Problem der Kellereinbrüche und empfiehlt den Mietern: "Halten Sie die Hauseingangstür zu Mehrfamilienhäusern auch tagsüber geschlossen und öffnen Sie den Türdrücker erst, wenn Sie geprüft haben, wer das Haus betreten möchte."
Die aktuellen Fallzahlen im Bereich Wohnungseinbruch sind nach Einschätzung der Polizei nach wie vor hoch, allerdings nicht mehr so auffällig wie noch im Dezember 2011. Besonders leicht haben es Langfinger, wenn Fenster gekippt sind. Die Polizei rät deshalb, beim Verlassen der Wohnung alle Fenster, auch in den oberen Stockwerken, stets zu schließen. "Ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster", und im Schadensfall muss die Versicherung nicht zahlen.
Auch bei kurzer Abwesenheit sollten Haus- und Nebeneingangstüren doppelt verriegelt werden. Noch besser ist ein Zusatzschloss mit Sperrbügel an der Tür. Herumstehende Leitern, Mülltonnen oder Gartenmöbel können Dieben als Einstiegshilfen dienen. Und Rollläden bieten keinen wirksamen Einbruchschutz, warnt die Polizei. Sie könnten mit Schlössern gegen das Hochschieben von außen gesichert werden.
Fremde und verdächtige Personen im Wohnumfeld sollten angesprochen werden, empfiehlt die Polizei. Bleibt ein Verdacht, sei ein Anruf unter der Telefonnummer 110 sinnvoll. "Der Anruf ist kostenlos, und Hinweise werden von Fachleuten bewertet."
Weitere Hinweise gibt die Polizei im Internet unter www.polizei.bremen.de. Das Landeskriminalamt Bremen bietet auf dieser Seite auch einen Adressennachweis von Handwerksbetrieben an, die Sicherungseinrichtungen besondere für Türen und Fenster fachlich qualifiziert einbauen.




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