
Obwohl weiterhin unklar ist, was es mit dem Schriftzug an Bremens Flaniermeile auf sich hat, hat eine Spezialfirma für Graffiti-Entfernung die Buchstaben am Mittwochvormittag entfernt. Selbst in der Leitstelle „Saubere Stadt“, die für Verschmutzungen und Vandalismus in Bremen zuständig ist, gibt man sich am Mittwochvormittag ratlos. „Wir prüfen gerade, ob es Vandalismus ist“, sagt Behörden-Mitarbeiter Jürgen Falldorf.
Unterdessen haben die Leser und Facebook-Fans von WESER-KURIER Online viele Ideen entwickelt, worum es bei dem Schriftzug „Sucht“ gehen könnte. Kai Sender geht davon aus, dass auf Selbsthilfegruppen für Süchtige aufmerksam gemacht werden soll. Dieser Meinung schließen sich mehrere Kommentatoren an. Nach Meinung von Carina Berger komme das Thema Sucht in der Gesellschaft viel zu kurz. Der User Rintintin vermutet gar, dass es um Spielsucht gehen könnte, immerhin sei das Casino Bremen in unmittelbarer Nachbarschaft.
Andere gehen davon aus, dass es als Aufforderung gemeint ist, man solle etwas suchen - „den Sinn von Kunst zum Beispiel oder des Lebens“ schreibt Jana Bretschneider. Isabell Wichmann unterstützt diese These. Vielleicht gehe es ja um die Suche nach Gott – so als Antwort auf die Salafisten. Einen besonders kreativen Vorschlag hat Marco Materna: „Sucht heißt rückwärts soviel wie tchus! Tim Wiese wollte sich also verabschieden und hatte kein Megafon zur Hand...“
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