
Letztlich sollen 26 Galileo-Satelliten die Erde umkreisen und genaue Navigationsdaten für europäische Nutzer liefern.
Verantwortlich dafür sei vor allem der operative Anlauf des Galileo-Auftrags, sagte ein Sprecher. "Die Entwicklung ist abgeschlossen. Wir beginnen mit dem Bau der Satelliten. Damit haben wir einen Meilenstein im Rahmen des Vertrags erreicht, und der Auftraggeber gibt jetzt große Summen für den Bau der Satelliten frei." OHB hat von der europäischen Raumfahrtbehörde ESA den Auftrag erhalten, bis zum Jahr 2015 für das europäische Navigationssystem Galileo 22 Satelliten zu fertigen.
Der feste Auftragsbestand des Unternehmens beträgt aktuell 1,8 Milliarden Euro. Von 2017 bis 2020 werden die Bremer die dritte Generation von europäischen Wettersatelliten abliefern. "Wir sind für die nächsten fünf bis sechs Jahre ausgelastet", sagte der OHB-Sprecher. In der Halbjahresbilanz wirken sich auch die Einbeziehung von Aerotech Peissenberg und von OHB Schweden aus. Unter anderem ist dadurch der Personalbestand um 182 Mitarbeiter gewachsen, die Personalkosten erhöhten sich um 15 Prozent auf 81,9 Millionen Euro.
Nach Einkommens- und Ertragssteuern erwirtschaftete der OHB-Konzern 7,6 Millionen Euro und damit 66 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das freut auch die Aktionäre: Das auf sie entfallende Konzernergebnis nach Minderheitenanteilen verbesserte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 um 50 Prozent auf sieben Millionen Euro.
Der Vorstand erwartet für das gesamte Geschäftsjahr 2012 einen Anstieg der Gesamtleistung des OHB-Konzerns auf mehr als 620 Millionen Euro. Dazu sollen die beiden Unternehmensbereiche Raumfahrt (Space Systems) sowie Luftfahrt und Industrieprodukte mit jeweils erhöhten Gesamtleistungen beitragen.






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