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BERUFSBEGLEITENDE STUDIENGÄNGE

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Vom Job in den Hörsaal


Auf diesem Bild sieht man eine Frau von hinten in einem Hörsaal sitzen. Foto: Hanno Endres/aboutpixel.de

Immer mehr Berufstätige verschlägt es in den Hörsaal.
Foto: Hanno Endres/aboutpixel.de

1999 trafen sich die Bildungsministerien 29 europäischer Länder im italienischen Bologna. Ziel war die Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulwesens bis zum Jahr 2010. Im Zuge dieses sogenannten Bologna-Prozesses kam es zu einer Einführung eines zweistufigen Abschlusssystems, dessen Abschlüsse meist als "Bachelor" und "Master" bezeichnet werden. Seit dieser Zeit gibt es an hiesigen Hochschulen und Universitäten auch deutlich mehr berufsbegleitende Studiengänge. Und immer mehr Beruftätige besuchen mittlerweile nach ihrer Arbeit noch die Hörsäale der deutschen Hochschulen.


"Das hängt mit der Bachelor/Master-Umstrukturierung zusammen", erklärt Tatjana Erlewein von der Hochschule Bremen. "Es gibt jetzt die Möglichkeit, nach der Berufserfahrung weiter zu studieren", so die Projektkoordinatorin. Die Hochschule Bremen bietet bereits seit 2000 den MBA (Master of Business Administration) als berufbegleitenden Studiengang an. Hinzugekommen ist mittlerweile der Studiengang Kulturmanagement und im kommenden Semester startet der Master-Studiengang "East Asian Management". Studiengangsleiter Prof. Dr. Tim Goydke: "Im Rahmen einer strategischen Unternehmensplanung sollten Manager frühzeitig konsequent auf ihre nächsten Karriereschritte vorbereitet werden – dies ist umso wichtiger, wenn es um die komplexen asiatischen Märkte geht. Wir sehen unser MBA-Programm als attraktiven Baustein für eine erfolgreiche Personalentwicklungsstrategie."

Diese Studiengänge können sowohl im Anschluss an ein Studium belegt werden und sind dann für den Studierenden kostenlos. "Sie können aber auch von Berufstätigen besucht werden", wie Tatjana Erlewein bestätigt. Es gibt dann in der Regel die Möglichkeit eines Vollzeit- oder eines Teilzeitstudiums. "Wer diese Studiengänge nach oder während seiner Berufstätigkeit belegen möchte, muss dann aber dafür bezahlen", so die Koordinatorin. Wer kein abgeschlossenes Hochschulstudium vorweisen kann, hat dennoch die Möglichkeit der Teilnahme. Durch Erfahrungen im Job können gewisse Creditpunkte vergeben werden. Die Studierenden erhalten dann aber keinen Master zum Abschluss, sondern lediglich ein Zertifikat.

Mehr Infos zum Thema:

Auch die Universität Bremen bleibt ein Ort des lebenslangen Lernens. Ein Beispiel dafür ist das vom Zentrum für Weiterbildung angebotene Wissenschaftliche Weiterbildungsprogramm für ältere Erwachsene. 250 reguläre Veranstaltungen aus dem Uni-Betrieb sind für das Weiterbildungsprogramm geöffnet.
Etwa 1000 Teilnehmer waren im vergangenen Semester dabei. Ein weiterer Schwerpunkt der Universität Bremen liegt in der berufsbezogenen Weiterbildung. Mit umfangreichen Angeboten vom Tagesseminar bis zum weiterbildenden Studium können Interessierte in ihrem Fachgebiet "up to date" bleiben oder sich für neue Karrierewege qualifizieren – zum Beispiel in den Themenfeldern Erziehung & Bildung, Gesundheit & Pflege oder Management & Führung.

von Martin Märtens