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STRESS IM STUDIUM

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Raus aus der Krise


Neues Semester, neues Glück und neue Scheine. Doch nicht jeder Student kommt mit jedem neuen Semester dem Studienziel etwas näher. Angst vor Prüfungen, Unsicherheit, Mutlosigkeit und die Furcht vor der Frage "Was kommt danach?" lassen bei manchen Hochschülern das Gefühl aufkommen, dem Studium nicht mehr gewachsen zu sein. In Workshops, individuellen Beratungen und online bietet die Psychologisch-Therapeutische Beratungsstelle des Studentenwerks kostenlos Hilfe an.


Probleme mit dem Studium können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Was manchen Freude bereitet, erscheint anderen als drückende Last - die viel zitierte Freiheit zum Beispiel. Welche Tücken die hat, erklärt die Studentin Jana (Name geändert): "Hier gibt es keine klare Strukturen. Man ist sich alleine überlassen. Es mag Kommilitonen geben, die mit diesen Freiheiten zurechtkommen, ich kann das nicht. Und ich bin nicht die Einzige." Im Stich gelassen fühlte sich Jana vor allem von ihren Dozenten: "Es fehlt die Fragestellung in den Seminaren. Das ist kein zielorientiertes Arbeiten und das motiviert einfach nicht. Du bekommst wenig Bestätigung und kaum Kritik." Als ihr Studium stagnierte, hat sie sich professionelle Hilfe geholt. In den Gruppenseminaren bei der Beratungsstelle hat Jana schnell erfahren, dass sie nicht die einzige ist, die sich durchs Studium quält.

Info

Zu finden ist die Psychologisch-Therapeutische Beratungsstelle innerhalb des Zentralbereichs der Universität am Mensasee sowie im Alten Ortsamt an der Hochschule Bremen. Die Sekretariate sind zu unterschiedlichen Zeiten geöffnet (siehe www.studentenwerk.bremen.de). Die Einrichtung arbeitet unabhängig von den Hochschulen und die Mitarbeiter unterliegen der Schweigepflicht.

"Die häufigsten Probleme von Studenten sind Leistungsängste, Selbstzweifel und Prüfungsängste", erklärt Swantje Wrobel, die Leiterin der Beratungsstelle. In Beratungsgesprächen, Trainingsgruppen und Workshops leisten sie und ihre Kollegen Hilfe zur Selbsthilfe. In einem Workshop wie "Redeangst" zum Beispiel lernen die Teilnehmer, gelassener mit Angst auslösenden Situationen umzugehen. Geholfen wird aber auch Studierenden, die mit ihrer Zeiteinteilung nicht zurechtkommen. Im Seminar "Viel vorgenommen - wenig geschafft" bekommen sie wichtige Tipps für eine effektivere Arbeitsplanung.

Jana hat vor allem die Teilnahme an den Gruppentreffen geholfen. Für sie war es wichtig, zu sehen, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine dasteht. "Außerdem sind so neue Verbindlichkeit entstanden. Ich hatte wieder eine feste Anbindung an die Uni", erklärt Jana. "Denn ohne Struktur und Vorgaben kann man sich wirklich schnell verlieren …"

von Florian Mielke