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STUDIERWERKSTATT DER UNI BREMEN

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Das Lernen lernen


Auf diesem Bild sieht man eine junge Frau hinter einem Stapel Bücher. Foto: bremen4u

In stressigen Zeiten während des Studiums kann einem schon mal alles über den Kopf wachsen.
Foto: Korinna Kurze

"Methoden für Ihren Studienerfolg" verspricht die Studierwerkstatt an der Uni Bremen. Das bis vor kurzem in Deutschland noch einmalige Projekt möchte aus Studenten gute Selbstmanager machen, die lernen, Prioritäten zu setzen und dadurch effektiv und stressfreier zu studieren.


Viele der letzten Studenten der alten Magister- und Diplomstudiengänge beginnen jetzt mit ihren Abschlussvorbereitungen und -arbeiten. Bachelor- und Masterstudenten machen eigentlich ihr ganzes Studium über nichts anderes. Denn für sie zählt jede Note und sie haben insgesamt weniger Zeit, um ihr Studium zu beenden. Stress, Lernen, Zeitnot – das sind deshalb allgegenwärtige Themen an Unis und Hochschulen.

"Ich meine, auch wenn die Bedingungen für die Studierenden immer schwerer werden, dass das Studium eine große Chance ist. Diese Chance sollte man auch effektiv nutzen und wir bieten dafür die Hilfstechniken", erklärt Sylvia Schubert-Henning, Leiterin der Studierwerkstatt an der Uni Bremen, das Konzept. Ihr Team bietet jedes Semester zahlreiche Workshops an, in denen Studierende Lernmethoden und wissenschaftliches Arbeiten lernen können. Die Preise variieren zwischen acht und 20 Euro pro Kurs.

Infos zum aktuellen Angebot

Passend zu stressigen Zeiten sind gerade bei Bachelor-Studenten Workshops wie "Speed Reading" (mit dem eine vierfache Lesegeschwindigkeit erreichbar ist) oder "Mir wird alles zu viel! – Lernen im Stress" (Strategien für eine Balance zwischen zeitaufwändigem, vertieftem Lernen und dem notwendigen Auswendiglernen) besonders beliebt. Lernende können von der Hausarbeit bis zur Abschlussarbeit mit Schreibtechniken begleitet werden.

Viele Studenten, die in die Workshops kommen, schleppen das gleiche Problem mit sich herum: Sie müssen einfach zu viele Informationen verarbeiten und schalten dann irgendwann ab. Die Diplompsychologin Sylvia Schubert-Henning kann ihnen nur empfehlen, sich früh über die eigenen Ziele klar zu werden und entsprechende Prioritäten zu setzen, denn "man muss mit seinem Stoff gut haushalten." Hierzu erlernen Teilnehmer die Tiefen- und die Oberflächenlerntechniken.

Erklärtes Ziel der Studierwerkstatt ist es, die Schützlinge dazu zu bringen, ihr Studium für sich zu optimieren und Freude am Lernen zu entwickeln. "Auch wenn viele das Gegenteil behaupten, Verhaltensänderungen sind möglich. Wenn ich will und weiß wie, dann kann ich das", ermutigt die Werkstattleiterin gestresste Studenten.

von Korinna Kurze