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PSYCHOLOGISCH THERAPEUTISCHE BERATUNGSSTELLE

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Psychologische Studierhilfe


Auf diesem Bild sieht man eine Mitarbeiterin der PTB im Gespräch. Foto: bremen4u

In Einzelgesprächen versuchen die Mitarbeiter der PTB erstmal den Ursachen der Probleme auf die Schliche zu kommen.
Foto: bremen4u

Prüfungsängste, Probleme in der Beziehung oder ernsthafte psychische Erkrankungen – die Psychologisch Therapeutische Beratungsstelle (PTB) des Studentenwerkes Bremen ist Anlaufstelle für alle Studierenden, die etwas auf der Seele haben.


Nicht nur lustig

Lustig ist das Studentenleben – so zumindest lautet oft der Kommentar der "ernsthaft" arbeitenden Bevölkerung. Dass eine akademische Laufbahn nicht nur aus wilden WG-Partys besteht, kann allerdings jeder bestätigen, der schon einmal eine Uni von innen gesehen hat. Hoher Leistungsdruck, Doppelbelastung durch Studium und Nebenjob, Orientierungslosigkeit im anonymen Bildungsapparat – das geht an die Reserven. Und manchmal ist es einfach zu viel.

Genau deshalb gibt es die PTB des Studentenwerkes. Hier können sich Studierende aller Bremer Hochschulen kostenlos und vertraulich Hilfe holen. "Wir fühlen uns für alle privaten und studienbedingten Probleme der Studierenden zuständig", sagt die Leiterin der PTB Swantje Wrobel. Und die sind so vielfältig wie die Menschen, die die Bremer Hochschulen besuchen. "Das geht los bei ganz normalem Heimweh", erklärt Wrobel. Eine neue Stadt, ein neuer Lebensabschnitt, die Familie und die alten Freunde weit entfernt – die Anpassung fällt oft nicht leicht. Andere haben Probleme in der Beziehung, mit Alkohol oder anderen Süchten oder sind ganz allgemein mit ihrem Uni-Alltag überfordert.

Ursachen werden gesucht

"In der Beratung schauen wir zunächst einmal in Ruhe, worum es eigentlich wirklich geht", berichtet Swantje Wrobel. Wer sich subjektiv vom Studium überfordert und gestresst fühlt, hat vielleicht einfach die falsche Lerntechnik oder schlechtes Zeitmanagement. Das lässt sich in Beratungsgesprächen mit den speziell geschulten Therapeuten klären. Und außerdem: "Es wird ja nicht nur gelernt, sondern auch gelebt", sagt Wrobel. Einige Probleme im Studium haben ihren Ursprung im privaten Umfeld. WG-Leben, Gruppenarbeiten und der Nebenjob bergen Konflikte, die an die Psyche gehen können.

Und schließlich der Leistungsdruck an der Uni. Für viele ist allein die Vorstellung, vor einer großen Gruppe sprechen zu müssen, der pure Horror. Referate und Präsentationen gehören aber zum Uni-Alltag wie das Mensa-Essen. "Prüfungs- und Versagensängste nehmen natürlich einen großen Raum in der Beratung ein", sagt Swantje Wrobel. Hiefür bietet die PTB spezielle Workshops und Kurse an. Seit der Umstellung auf Bachelor und Master bemerken die Berater übrigens, dass eher Studierende aus den ersten Semestern zur PTB kommen. "Es wird viel früher Leistung abverlangt", berichtet Swantje Wrobel.

Vielfältiges Angebot

Kontakt

PTB
Frau Schmidt
Tel. 0421 / 220 11 29

Das Angebot der PTB ist vielfältig, es reicht von der vollkommen anonymen Onlineberatung über Workshops bis hin zu regelmäßigen Einzel- und Gruppensitzungen, beispielsweise für Studierende mit psychischen Erkrankungen. Der erste Schritt zur Beratung mag schwierig sein, schließlich sind psychische Probleme immer noch stigmatisiert – keiner möchte als "verrückt" oder "gestört" gelten. Aber: Bei der PTB ist absolute Vertraulichkeit gewährt, alle Mitarbeiter fallen unter die Schweigepflicht. Außerdem ist das Angebot kostenlos, es wird über den Semesterbeitrag finanziert. "Viele Studierende, die bei uns waren, fragen sich, warum sie sich so lange alleine mit einem Problem rumgequält haben", berichtet Swantje Wrobel. Und starten dann mit neuer Energie ins Studium.

von Achim Eidenberg