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DIE HAPPY-HOUR-TOUREN

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Schlachte: Fliegende Kängurus am "Walk of Fame"


Auf diesem Bild sieht man unsere Autorin Katharina Hoyer. Foto: bremen4u

Noch fliegt unsere Autorin Katharina Hoyer nicht.
Foto: bremen4u

„Wo wollen wir sitzen?“ „Naja, wo ist denn noch was frei?“ Wir grinsen uns an und nehmen an einem der vielen leeren Tische Platz. Im Bolero herrscht tatsächlich gähnende Leere. „Also, sonst ist das hier aber besser besucht.” Meine Schwester Julia ist sichtlich erstaunt und greift zur Getränkekarte. Draußen ist wesentlich mehr los. Dort ist beinahe jeder Tisch besetzt. Kein Wunder, schließlich kann man hier dank der etwas abgeschiedenen Lage eine Ruhe genießen, die dem restlichen „Walk of Fame“ fremd ist. Oder es liegt daran, dass es in der Bar so düster ist und die Gäste einen der wenigen Sommertage auch bei einem kühlen Lüftchen draußen genießen möchten?


Egal! „Batida de Maracuja“ heißt einige Minuten später die Kreation vor mir. Schmeckt lecker, allerdings nicht sonderlich speziell.Vergleichbar mit einem üblichen Caipirinha, nur eben mit Maracujasaft. Trotzdem sehr erfrischend und gut. Um 18.55 Uhr kommt der nette Kellner zu uns an den Tisch: „Letzte Runde in der Happy Hour. Möchtet Ihr noch etwas bestellen?“ Sehr aufmerksam. Aber wir wollen weiter. Die Happy Hour im Enchilada ist in einer Stunde ebenfalls vorüber. An vielen Tischen riecht es unverschämt gut und lecker. Taquitos, Fajitas und andere Tex-Mex-Speisen passen zum Wow! Hier wurde mit Alkohol nicht gespart.Ambiente im Enchilada. Der Stil ist urig und gemütlich, angenehm dunkel mit romantischem Kerzenschein. Alles sehr mexikanisch hier. Ich nippe an meinem Cocktail. Wow! Hier wurde mit dem Alkohol nicht gespart. Er heißt „Flying Kangaroo“ und nun weiß ich auch, warum. Ich sehe die besagten fliegenden Beutelhüpfer geradezu vor mir. Julia gibt plötzlich einen entsetzten Seufzer von sich und reißt die Augen auf, wie wild am Strohhalm saugend. „Was ist los?“ Sie lässt den Strohhalm kurz nach Luft ringen. „Lecker!!!“ Ach so. Ich darf probieren und bin begeistert. „Alegria“, ein alkoholfreier Wellness-Cocktail mit Joghurt, Vanillesirup und Erdbeeren. Wirklich ein Traum.

Auf diesem Bild sieht man Julia. Foto: bremen4u

Julia hält tapfer durch!
Foto: bremen4u

Um 23 Uhr heißt unser nächstes Ziel Café & Bar Celona. Laut tönt uns Jan Delays Quitschestimme entgegen: „Ich bau Dir ein Schloss aus Sand…“ Wir haben gute Laune und setzen uns in die bequemen Sessel. Trotz des großen Andrangs der – eher jüngeren – Gäste werden wir schnell und freundlich bedient. Die Cocktails sehen toll aus. Mein „Brasilia“ in giftgrün, Julias „Celona Punch“ in blutrot, beide mit leckeren Trauben und Honigmelonenschiffchen verziert. Leider ist es eher der optische Reiz, für den sich das Geld lohnt. Wir probieren und sind enttäuscht. Der „Brasilia“ hat nicht viel mehr als derben Alkoholgeschmack zu bieten, vom angeblichen Kokossirup schmecke ich nichts und der „Celona Punch“ ist auch nicht so ganz nach Julias Geschmack. „Schmeckt irgendwie nur nach wild zusammen gemixten Fruchtsäften – und viel zu sauer.“ Wir zahlen, trinken beide nicht aus und machen uns auf den Weg zur Bushaltestelle.Fazit: Wir hatten viel Spaß, die eine oder andere Herausforderung an die Geschmacksnerven und unsere Tour war wirklich super: unterschiedliche Locations, verschiedene Gesichter und abwechslungsreiche Drinks für relativ wenig Geld. Das machen wir bestimmt noch mal! Katharina Hoyer


 

Die Happy-Hour-Kneipen an der Schlachte:


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